Aleksa Riley — Valentin, Jenseits der Schatten

von

Valentin – Jenseits der Schatten
Aleksa Riley

Originaltitel: — 
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07231FJVV
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2017
Genre: Gaydrama

Teil einer Serie: Spin-Off zu „Greyscale“. Kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
1. unerkannt
2. unverhofft
3. ungewiss
4. ungebrochen
5. unzertrennlich

Klappentext:

Obwohl sich Valentin redlich bemüht, halten seine Beziehungen kaum länger als ein paar Wochen. Als ihn seine aktuelle Freundin ebenfalls vor die Tür setzt, beginnt er an sich zu zweifeln. Noch während er sich den Kopf über sein Liebesleben zerbricht, reißt ihm ein einziger Anruf den Boden unter den Füßen weg und schickt ihn auf einen Trip in seine ganz persönliche Hölle. Gefangen in einem Netz aus Lügen, Vertuschung und Gewalt kämpft Valentin darum, diesem Albtraum zu entkommen. Doch seine Vergangenheit holt ihn unerbittlich ein. Stück für Stück kommt ans Licht, was er bisher sorgfältig verbarg.
Dies ist ein Spin-Off der Gay Military Reihe „Greyscale“, kann aber ohne Vorkenntnisse gelesen werden und enthält kaum militärische Anteile.

(Quelle: Aleksa Riley)

Valentin - Jenseits der Schatten

Kas Bewertung 

Valentin Kitzner beginnt an sich zu zweifeln! Keine Beziehung dauert länger als ein paar Wochen und der Sex mit seinen jeweiligen Freundinnen ist auch nicht wirklich prickelnd – weder für Valentin selbst, noch für seine Partnerin. Darum geht auch seine momentane Beziehung in die Brüche. Derweilen gilt er als „toller Hecht“ unter seinen Kameraden beim KSK. Auf der Suche nach dem, was sich für Valentin „richtig“ anfühlen würde, testet er Dinge aus, die eigentlich eine Gefahr für seinen Körper und seine Seele sind. Man hegt als Leser natürlich Vermutungen, doch was dann letztendlich die tatsächliche Ursache für Valentins vermeintliche Beziehungsunfähigkeit ist, trifft einen sehr.

Doch wirklich schlimm wird es für den jungen Mann, als ihn ein Anruf erreicht, der sein Leben gänzlich kippen lässt. Seine Vergangenheit steht vor seiner Türe und er wird mit Dingen konfrontiert, die er am tiefsten Punkt seiner Seele vergraben hat. Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde sich mein Magen verknoten ob dessen, was Valentin erleiden, erdulden musste. Ich fühlte mich, als würde ein Alp auf der Brust sitzen, der meinen Atem stiehlt.

Einzig allein, Bastian, sein bester Freund ist im Laufe des Geschehens solch ein Fels in der Brandung, dass einem beim Lesen gar nichts anderes übrig bleibt, als sich ein bisschen in ihn zu verlieben. Bastian bietet Valentin eine Freundschaft, die an keine Bedingungen geknüpft ist. Eine Freundschaft, wie sie sich jeder wünscht. Wer Sam aus der „Herr der Ringe“-Trilogie von J.R.R Tolkien gelesen hat, der weiß, was ich meine, wenn ich sage, dass Bastian für Valentin das ist, was Sam für Frodo war.

Es gibt Bücher, die schreien regelrecht nach einem. So ist es mir mit „Valentin – Jenseits der Schatten“ gegangen, seit ich das erste Mal das Cover sah. Und jetzt, nach dem Lesen, bin ich froh, es mir gleich zu Gemüte geführt zu haben. Denn: Es hat sich gelohnt, dem Ruf unmittelbar zu folgen. Aleksa Riley hat sich einem schwierigen Thema genähert und es – ohne ins Detail zu gehen – auf eher stille, doch sehr eindringliche Art dargestellt. Die Autorin hat Valentins Vergangenheit in Rückblenden wiedergegeben und ich hatte nicht nur einmal übel Lust, ins Buch zu springen um jemanden mehr als nur gehörig den Marsch zu blasen! Für mich persönlich gibt es einen kleinen Wehmutstropfen, den ich an dieser Stelle jedoch nicht benennen kann, ohne zu spoilern. Lesenswerte 4,5 Punkte!

Kurz gefasst: Eindringlich geschriebenes, Emotionen weckendes Gaydrama, das den Leser mit leiden und mit hoffen lässt. Darum: Taschentücher parat legen.