Shana Abe
Werbung
Originaltitel: The Dream Thief
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442265541
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Genre: Paranormal
Teil einer Serie: Drakon 02
Klappentext
Lia, Lady Amalia, ist die 19jährige Tochter von Rue und Christoff, kann sich jedoch nicht wandeln. Sie gilt als untalentierte Drakon, allerdings weiß niemand, dass sie stattdessen Träume von der Zukunft hat. In ihrem Träumen hört sie den Ruf des Diamanten Draumr, des Diamanten, der die Dakon unterwerfen und vernichten könnte. Mit dem Dieb Zane, einem ehemaligen Schützling von Rue, macht sie sich auf die gefährliche Reise in die Karpaten, die ursprüngliche Heimat der Drakon, um zu versuchen, die Wege der Zukunft doch noch zu verändern...
Quelle: Blanvalet
Rezensionen
Wildfees Bewertung
Gleich eines vorneweg: Ebenso wie "Feuermagie" ist dieser Folgeband eine sehr gründliche Mischung aus Liebesroman und Fantasyabenteuer. Wer mit Fantasy nichts anfangen kann, sollte tunlichst die Finger von diesem Roman lassen.
Mich begeistert diese Mischung jedoch. Die Hauptstory spielt knapp 20 Jahre nach den Ereignissen von "Feuermagie". Amalia ist ein recht interessanter Charakter, weil sie die Gabe hat, in die Zukunft zu "sehen".
Stellenweise wirkt sie etwas naiv und fast fade, andererseits wieder durchtrieben und faszinierend.
Ebenso ist Zane ist sehr ambivalent beschrieben. Auf der einen Seite ist er ein Mann, den man wegen seiner Vergangenheit bemitleidet und dem man hat Anerkennung für seine diebische Geschicklichkeit zollen möchte, dann jedoch stößt er dem Leser wegen seiner Arroganz und Überheblichkeit ziemlich auf.
Diese Vielfältigkeit macht jedoch einen nicht unerheblichen Reiz des Romans aus. Zudem spielt der Hauptteil der Story auf dem Kontinent zwischen Budapest und den Karpaten, ein ungewöhnliches Setting, das man eigentlich eher von Vampirromanen erwarten könnte.
Die Idee um die Drakon, die abgelegen auf einer Burg mitten in den Karpaten leben und um die sich Legenden ranken, erinnert dabei auch sehr an ähnlich gestrickte Vampirromane. Nichtsdestotrotz verzeiht man diese Art Ideenklau, weil hier jedoch ein ganz anderer Roman entstanden ist. Handlungsort, Handlungsrahmen und die Charaktere verbinden sich zu einer interessanten Story, die wahrscheinlich in erster Linie Romantasyfans ansprechen wird. Der Erotikfaktor im Buch ist mäßig, die ersten Liebesszenen gibt es im letzten Drittel des Buches.
Kurzgefasst: Wie auch schon "Feuermagie" muss man "Erdmagie" genau und gründlich lesen, um all die Feinheiten mitzubekommen, ebenso sollte man "Feuermagie" erneut lesen, um alle Zusammenhänge zu begreifen. Empfehlenswert ist der Roman für alle Leser, die den etwas anderen Liebesroman oder Fantasyroman suchen und eine romantische Seele haben.