Meg Cabot
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Originaltitel: Insatiable
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3764503772
Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Genre: Paranormal
Teil einer Serie: Insatiable 01
Klappentext
Meena ist genervt von Vampiren. Vor allem, weil sie einen in ihre umjubelte Soap »Eternity« hineinschreiben soll. Doch es kommt noch schlimmer: Während eines nächtlichen Spaziergangs mit ihrem Hund wird Meena von einem sexy Fremden vor einer Fledermausattacke gerettet. Zu guter Letzt steht plötzlich ein weiterer attraktiver Mann in ihrer Wohnung, der behauptet, Vampirjäger zu sein. Und all das mitten in New York City? Noch nicht einmal Meenas mysteriöse Gabe warnt sie vor dem, was noch auf sie zukommt: Denn wer ist dieser geheimnisvolle Fremde, dessen Charme sie ihre anderen Probleme fast vergessen lässt?
Quelle: Blanvalet
Ankes Bewertung
Es ist gar nicht so leicht, eine Einschätzung zu Meg Cabots "Eternity" zu schreiben und obwohl ich mir lange den Kopf darüber zerbrochen habe, bin ich nach wie vor geteilter Meinung.
Zum einen ist da der routinierte, doch sehr unterhaltsame Erzählstil des Buches, der auch bewirkte, dass ich mich schnell in die Geschichte eingelesen hatte. Zu anderen fand ich ansprechend, auf welch originelle Weise die Autorin Altbekanntes in die Geschichte verwebt und zu etwas ganz Eigenem zusammenfügt. Dabei schafft sie es selbst, den immer wieder gerne in Vampirgeschichten zurate gezogenen, Vlad Tepes, samt Drachenorden, auf wirklich interessante Art in die Geschichte einzubinden.
Das tröstet jedoch nicht über die mir unsympathischen und seltsam farblosen Figuren, die zwar nicht gänzlich uninteressant sind, jedoch ohne charakterliche Tiefe auskommen (insbesondere von Meena Harper und Lucien Antonescu), über eine nicht nachvollziehbare Lovestory (wenn es überhaupt eine gab, was mir nicht ganz klar geworden ist) und gewisse Längen in der Geschichte hinweg.
Einzig der Vampirjäger Alaric Wulf konnte mich wirklich fesseln. Wobei ich jedoch finde, dass er vollkommen an Meena verschwendet ist und ich nur hoffen kann, dass auch er einen tollen Gegenpart findet, der seiner würdig ist.
Und dann hatte ich noch Probleme damit zu erkennen, worauf die Autorin eigentlich hinaus will?
Sie lässt "Gut" und "Böse" ("geheime Garde des Vatikans" vs. "Vampire und Dämonen") verschwimmen - was an sich sehr spannend sein kann - jedoch zu einem Durcheinander aus "bösen Bösen" und "guten Bösen", sowie "bösen Guten" und "guten Guten" verkommt. In einem Durcheinander, indem Meg Cabot mich allein und irgendwie verwirrt zurückgelassen hat.
Die menschliche Heldin verliebt sich in einen Vampir, wendet sich dann von ihm ab (mit der Begründung, dass Vampire widernatürlich sind). Dann lässt sich von einem anderen küssen, nur um sich dann wieder dem Vampir zu zuwenden und ihre gegenseitige Liebe beteuern. Ich bin da irgendwie nicht mitgekommen.
So sprechen der angenehme Erzählstil und die üblichen Zutaten, eindeutig für das Buch. Dem gegenüber stehen jedoch ein etwas verwirrender Ablauf und die schwer einzuschätzenden und zum Teil unsympathischen Charaktere.
Für mich das nicht, aber vielleicht sollte man es einfach mal darauf ankommen lassen und Meg Cabot eine Chance geben. Es kann durchaus ein Versuch wert sein.