Christi Caldwell
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Originaltitel
Verlag: Montlake
Ausgabe: ebook
Erscheinungsdatum: MĂ€rz 2020
Genre: Historical
Teil einer Serie: Lost Lords 01
Ankes Bewertung
Um ihre Arbeit als Reporterin behalten zu können, die sie, ihre Schwester und ihre ehemalige Nanny vor einem Leben auf der StraĂe schĂŒtzt, soll Verity Lovelace das Geheimnis um den âLost Lordâ aufdecken. Eine gefĂ€hrliche Herausforderung, die sie tief in den Untergrund der Elendsviertel von London fĂŒhrt. Dort nĂ€mlich hat der verloren geglaubte Erbe der Northrops, der Earl of Maxwell, sein Reich errichtet.
Auf ihrer Suche nach dem Vermissten stolpert Verity in den AbwasserkanĂ€len ĂŒber Malcom North. Der ist wenig davon begeistert, mit einer Frau und Reporterin konfrontiert zu sein, fĂŒr seinen Geschmack dringt ihr Auftauchen ein wenig zu weit in seine IntimsphĂ€re. Zumal er gerade genug Probleme hat, etwa mit dem Ermittler Connor Steel, der ihm gerade erst eröffnet hat, dass er der guten Gesellschaft angehört.
Nach dem Verity klar wird, auf wen sie da gestoĂen ist und mit ihrem Anliegen eine Story ĂŒber Malcoms Geschichte zu schreiben auf die StraĂe gesetzt wurde. Sieht sie keinen anderen Ausweg aus der finanziellen Misere als eines von Malcoms jĂŒngst erworbenen und von ihm verschmĂ€hten StadthĂ€user zu besetzen. Dumm nur, dass sie dabei gesehen wurde und nun das GerĂŒcht umgeht, der Earl of Maxwell hĂ€tte geheiratet. Dieser ist ob der Information erwartungsgemÀà - not amused.
Christi Caldwell hat sich in den letzten Jahren als eine der Autorin fĂŒr mich etabliert, die mir gute Unterhaltung garantiert. So wende ich mich meist dann ihren BĂŒchern zu, wenn ich eine Aufheiterung nach einer oder mehreren LeseenttĂ€uschungen brauche. Aus genau so einer Situation heraus habe ich auch die âLost Lordsâ-Serie der Autorin zurĂŒckgegriffen. Dabei war mir die Verbindung zu meiner Lieblingsserie der Autorin der âWicked Wallflowers / Devil's Den Clubâ zunĂ€chst nicht bewusst, auch wenn mir da bereits der Name Connor Steel (Eine tollkĂŒhne Miss) in den Ohren geklingelt hat.
Die Autorin bezieht sich mit der âLost Lordâ-Serie erneut auf das Treiben von Mac Diggory, dessen SpezialitĂ€t darin bestand, Kinder aus der guten Gesellschaft zu kidnappen und weiterzuverkaufen. Malcom North ist es jedoch gelungen sich seinem Einfluss zu entziehen und in den AbwasserkanĂ€len, mit einem anderen Lehrmeister an seiner Seite ein halb-legales Leben aufzubauen. Pipi Langstrumpf hĂ€tte ihn wohl als âSachensucherâ bezeichnet.
Mir hat âIn Bed with the Earlâ sehr gut gefallen. Trotz schweren Themas und der TraumabewĂ€ltigung, die sich durch das Buch zieht, hat mich die Interaktion von Verity und North aufs Beste unterhalten. Mit ihr als Klatschreporterin, die um ihr finanzielles Ăberleben kĂ€mpft und ihn als GeheimniskrĂ€mer, der lieber privat bleibt, hat die Autorin ein wundervolles Paar geschaffen, deren Motive zwar zunĂ€chst verdreht sind, die jedoch ihre Probleme der Reihen nach angehen. Keine MissverstĂ€ndnisse, kein langes hin und her am Ende. Genauso mag ich es.
Zudem fand ich, dass die Autorin Malcoms Persönlichkeit wundervoll herausarbeitet. Unter seiner herausragenden PrÀsenz leider zwar die Figur der Heldin etwas, doch am Ende wird klar, dass hinter einem erfolgreichen Mann immer eine starke Frau steht.
Kurzgefasst: mein Lieblingsteil der Serie. Wundervolle Figuren, treffen auf eine fantastische Geschichte. Dass diese innerhalb meines Lieblings-Universum der Autorin erzÀhlt wird, ist ein zusÀtzlicher Pluspunkt.
Gelesen und rezensiert von Anke, im Mai 2021.