Ein unwiderstehlicher Halunke

Liz Carlyle

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Originaltitel: The Devil to pay

Verlag: beHEARTBEAT
Ausgabe: ebook
Erscheinungsdatum: Juli 2018

Genre: Historical

Teil einer Serie: MacLachlan 01

Klappentext

Sidonie Saint-Godard führt ein Doppelleben
Tagsüber bringt sie jungen Damen Benehmen bei, nachts wohlhabende Herren um ihr Vermögen. Als Schwarzer Engel nimmt sie Rache für all die Frauen, die von reichen Lords benutzt und fallen gelassen wurden. Stets tritt sie in Verkleidung auf. Keiner konnte sie bisher fassen, keiner kennt ihre wahre Identität. Doch als sie den berüchtigten Marquess of Devellyn seines wertvollsten Besitzes beraubt, wendet sich das Blatt. Ihr doppeltes Spiel wird zu einer Zerreißprobe, denn Devellyn erweckt in Sidonie eine ungeahnte Leidenschaft.

Quelle: Bastei Lübbe

Rezensionen

Susannes Bewertung 04 05 Sterne.png

Sidonie möchte sich an allen Gentlemen rächen, die Frauen in Schwierigkeiten gebracht haben. Deshalb ist sie nachts als „Schwarzer Engel“ unterwegs.

So lockt sie auch Devellyn in die Falle. Sie ist der Meinung, dass Devellyn seine letzte Geliebte aus dem Haus geworfen hat. Dabei hat sie dummerweise ein Medaillon mit dem Portrait seines verstorbenen Bruders mitgehen lassen.

Devellyn sucht nun nach Ruby, dem „Schwarzen Engel“; sie benutzt immer verschiedene Namen, wenn sie sich einem Gentleman nähert.

Da sein Haus renoviert werden muss, zieht Devellyn in das Haus gegenüber von Sidonie ein und macht auch sehr bald ihre Bekanntschaft. Von Anfang an knistert es zwischen Devellyn und Sidonie und so nimmt das Verhängnis ihren Lauf.

Devellyn hätte eigentlich sofort bemerken müssen, dass Ruby und Sidonie ein und dieselbe Person sind. Sidonie dagegen hätte etwas offener gegenüber Devellyn sein sollen. Devellyn agiert zeitweise sehr düster, vor allem, wenn er sich mit seinen inneren Dämonen auseinandersetzt. Er gibt sich unter anderem die Schuld am Tode seines Bruders.

Sidonie öffnet sich erst dann ihrem Bruder, als es fast zu spät ist. Er hätte ihr schon früher seine Hilfe anbieten können.

Juli ist eine wunderbare Freundin von Sidonie. Immer hilfsbereit, wenn es zu brenzligen Situationen kommt.

Sir Alasdair MacLachlan ist auch eine tolle Nebenfigur, wenn er auch manchmal etwas geschwätzig ist. Dadurch tritt er zeitweise ganz schön ins Fettnäpfchen. Man kann ihm nie böse sein, da er sehr hilfsbereit ist. Vor allem Alasdair habe ich gemocht.

Dies ist der erste Band einer Serie und ich bin gespannt auf das nächste Buch. Da wird dann die Geschichte von Alasdair erzählt.

Ankes Bewertung 02 05 Sterne.png

Da der Klappentext in groben Zügen schon alles sagt, verzichte ich auf eine eigene Inhaltsangabe.

Verlockende Kritiken für „The Devil to Pay“ habe mich vielleicht ein wenig zu erwartungsvoll an das Buch herantreten lassen und so kann es natürlich sein, dass meine Enttäuschung umso größer war, als ich anfing zu lesen. Wie sich aber wieder einmal zeigen sollte, ist der persönliche Geschmack eben doch - individuell und so vielfältig wie es Persönlichkeiten gibt.

Dabei hat „Ein unwiderstehlicher Halunke“ eigentlich einen interessanten Plot und Figuren, die endlich einmal erwachsen scheinen. Leider bestätigt sich dieser Schein nur zum Teil. Während die Protagonisten auf der einen Seite ihr Leben so eingerichtet haben, wie es ihnen gefällt und auch dazu stehen, stellen sie doch an anderen Stellen ein ziemlich naives Theater zur Schau.

Einmal weltgewandter Vamp und egoistischer Verführer und dann wieder sittsame Dame und netter Herr von nebenan. Das genau sorgt für Disharmonie im Buch, da es die Autorin, meiner Meinung nach nicht richtig versteht, diese gegensätzlichen Charakterzüge ihrer Figuren geschickt miteinander zu verbinden oder wenigstens eine intelligente und verständliche Erklärung dafür bietet.

Grobes und nicht zeitgemäßes Verhalten der Figuren und eine deftige Wortwahl taten zudem das Übrige, mir das Lesen zu verleiden. So erscheint mir das Verhalten einer Regencylady, die dazu noch Benimm-Unterricht für junge Damen der Gesellschaft erteilt, reichlich unkonventionell. Vielleicht hätte ich diesen Punkt übersehen können, wäre mir die Figur sympathischer gewesen?

Aber leider war das Gegenteil der Fall. So war mir der Held von Grund auf unsympathisch und das Positivste, was ich über ihn sagen könnte, wäre, dass ein Teil des deutschen Buchtitels „Halunke“ (im negativen Sinne des Wortes) hervorragend passt. Auch die Heldin Sidonie ist mir seltsam fremd geblieben und konnte mir keine Zuneigung abringen.

Zu allem Übel kommt noch eine, wie es scheint, 08/15-Standard Übersetzung, die wäre sie etwas liebevoller und interessanter gewesen, mich durchaus dazu hätte bringen können, das Buch komplett zu lesen. So habe ich bereits nach 150 Seiten das Buch nur noch überflogen, um zu sehen, ob es vielleicht nicht doch besser wird.

Ärgerlich ist, dass es stellenweise durchaus immer wieder besser mit der Übersetzung wird und ich am Stück einige Seiten flüssig lesen konnte, bis es wieder einen Patzer gab, der mich einmal mehr aufstöhnen ließ. Einige dieser zweifelhaften Höhepunkte waren Wörter wie „Nackedeis“ oder „grelle“ Radieschen (wobei ich grelle Radieschen gerade noch gelten lassen könnte).

Aber auch wenn es vielleicht im Original „nudie = Nackedei/Nacktfrosch“ hieß, so steht doch das Wort „Nackedei“ im deutschen Sprachgebrauch eher für die Verniedlichung Dreijähriger, die im hochsommerlichen Plantschbecken umherspringen.

Kurzgefasst: Für die Plot Idee und die zum Teil „erwachsenen“ wirkenden Figuren gibt es Punkte, ansonsten nur eine sehr bedingte Leseempfehlung von mir.

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