A Bride for the Prizefighter

Alice Coldbreath

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Originaltitel 

Verlag: Drollery Ltd
Ausgabe: ebook / Tb
Erscheinungsdatum: Oktober 2023

Genre: Historical

Teil einer Serie: Victorian Prizefighters 01

Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Minas wohlbehütetes Leben als Lehrerin gerät völlig aus den Fugen, als ihr Vater ihr auf dem Totenbett eröffnet, dass sie nach seinem Tode von ihrem Halbbruder Lord Jeremy Faris (Minas Mutter war adelig und mit einem Adeligen verheiratet, dann aber geschieden) abgeholt würde.

Zwar holt Lord Jeremy Mina, wie versprochen ab, er ist jedoch die Fahrt über in Minas unbekannte Zukunft nicht einen Moment nüchtern. Einigermaßen irritiert wird Mina von ihm in dem anrüchigen Gasthaus „The Merry Harlot“ abgeliefert, mit der Anweisung, den Gastwirt, William Nye, einen ehemaligen Preisboxer (und wie sich am Ende herausstellt, illegitimen Sohn von Lord Jeremys Vaters), zu ehelichen.

Die pragmatische Mina, die sich ihrer problematischen Situation bewusst ist und die nicht als Kindermädchen für ihren Bruder herhalten, sondern lieber ihren eigenen Haushalt führen möchte, stimmt der Eheschließung zu. Doch der bullige und schweigsame Gastwirt, der nun ihr Ehemann ist, scheint alles andere als begeistert von seiner Ehefrau zu sein, den kaum verheiratet überlässt er es ihr den Weg aus der Kirche in ihr zukünftiges zu Hause selber zu finden.

Ein ehemaliger Preisboxer und Gastwirt eines dubiosen Gasthauses heiratet die Halbschwester seines Halbbruders, um den Besitzanspruch auf das ihm versprochene Erbe zu sichern.

Einmal abgesehen von den interessanten Familienverhältnissen erzählt Alice Coldbreath mit „A Bride for the Prizefighter“ eine Geschichte, die bürgerliche Welt in den Mittelpunkt stellt. Mehr noch sie stellt das Leben und den Alltag eines Gastwirtes, bzw. einer Gastwirtin (die Geschichte wird fast ausschließlich aus der Sicht von Mina erzählt) in den Mittelpunkt.

Mir hat das großen Spaß gemacht es zu lesen und ich fand es so unterhaltsam (trotz der herausfordernden englischen Originalsprache), dass ich der Geschichte eine entsprechende Bewertung verleihen konnte. Gleichzeitig war ich jedoch der Schwächen der Geschichte gegenüber nicht blind.

Da wäre zum einen, die Beziehung zwischen Mina und Will, die sich schmerzhaft langsam entwickelt. Oder die zu wenigen Informationen, die die Autorin über Will offenbart. Auch fand ich das Ende hin ein wenig zu melodramatisch und deren Wendungen und Enthüllungen nicht in allen Punkten nachvollziehbar.
Was mich ebenfalls irritiert hat, war Lord Jeremys Rolle in der Geschichte. Mein Verhältnis zu ihm bewegt sich stets zwischen Ablehnung, Irritation und Zuneigung wegen seines drolligen Familiensinnes und seiner misslichen Lage.

Auch andere Akteure und ihre Rollen fühlten sich konstruiert an, wie etwa die fehlgeleitete ehemalige Schülerin von Mina, die im Gasthaus auftaucht oder das scheinbar lebenslustige Schrankmädchen, dass mit einem Mal einem Witwer mit Kindern, die perfekte Ehefrau und Mutter sein will. Sicher, sie alle erfüllen ihren Zweck in der Geschichte, doch so richtig rund beim Lesen fühlte sich ihr auftauchen und abtauchen für mich nicht an.

Kurzgefasst: einmal abgesehen von der Herausforderung, die Geschichte in ihrer englischen Originalsprache zu lesen und des zum Teil holprigen wirkenden Plots, habe ich mich mit der wundervoll pragmatischen und sympathisch dickköpfigen Mina und dem schweigsamen Will sehr gut unterhalten.

Gelesen und rezensiert von Anke im Mai 2025.

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