A Foolish Flirtation

Alice Coldbreath

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Originaltitel

Verlag: Drollery Ltd
Ausgabe: ebook
Erscheinungsdatum: November 2024

Genre: Historical

Teil einer Serie: Reversal of Fortune 01

Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Einst war die junge Emmaline sehr in Jeremy verliebt, bis er eines Tages, für Emmaline völlig überraschend, seine Verlobung mit einer anderen verkündet.

10 Jahre später begegnen sich die beiden zufällig wieder. Jeremy ist Vater des jungen Teddy und geschieden und Emmaline finanziell ruiniert, von einem Betrüger, der vorgab, ihr Verlobter zu sein.

Während Teddy auf Anhieb in der alten Bekannten die perfekte Ehefrau für seinen Vater sieht, so verfällt Jeremy erst der Idee, Emmaline eine Vernunftehe anzubieten, als er von ihrem falschen Verlobten erfährt.
Dass hinter seinem spontanen Angebot, Emmaline zu retten, mehr stehen könnte, wird Jeremy erst langsam klar. Seine Gefühle sind ihm alsbald klar, aber kann auch Emmaline ihm sein sorgloses und unverantwortliches Handeln von einst verzeihen?

Wie ich bereits des Öfteren erwähnt habe, sind Second Chance-Liebesromane einfach nicht mein Ding. Ein Autor oder eine Autorin muss die Geschichte schon sehr überzeugend aufbereiten, um mich mit dem Thema zu fangen.

In „A Foolish Flirtation“ gelingt es ihr mit Teddy, Jeremys goldigem Sohn, und damit, dass sie Emmaline und Jeremy einander ebenbürtig macht und ihnen gleichwertig viel Platz und Bedeutung einräumt. Soweit ich mich erinnere, hatte ich diesen Eindruck auch von den Protagonisten aus „A Bride for the Prizefighter“.
Zudem verfügt Alice Coldbreath über einen Erzählstil, den ich, als klassisch-angenehm und trotz kleiner Längen sehr unterhaltsam fand.

Ich bin dem charmanten, aber höchst unverantwortlichen, gedankenlosen und kindischen Jeremy Vance zunächst in „A Bride for the Prizefighter“ begegnet, wo er als Bindeglied zwischen seiner Halbschwester Mina und seinem Halbbruder William fungiert (Hinweis: Mina und William sind weder miteinander verwandt noch verschwägert). Ihm nun in seiner eigenen Liebesgeschichte zu begegnen, fand ich jedoch schwierig. Denn tatsächlich ist Jeremy, genau betrachtet, nicht gerade ein Hauptgewinn, sondern viel eher ein egoistischer Mistkerl.

Um die Figur akzeptabel zu machen, stellt die Autorin ihm den anbetungswürdigen Teddy, seinen halbwüchsigen Sohn, an die Seite und macht ihn zu einem wundervollen Vater. Für mich hat das funktioniert. Darüber hinaus finde ich, dass Emmaline es ihm viel zu einfach macht.

Emmaline ist aufgrund ihres Wesens und dessen, was ihr widerfahren ist, deutlich sympathischer. Doch auch sie musste ich mehrfach hinterfragen, etwa wie sie so lange so blind ihrem angeblichen Verlobten mit der Firma ihres Vaters vertrauen oder warum sie, trotz Warnungen, auf den jungen Jeremy hereinfallen konnte.

Doch vielleicht fand ich die Geschichte so gut, weil sie eben nicht perfekt ist. Damit haben Figuren und Geschichte ihre Ecken und Kanten und wie es mir auch schon in „A Bride for the Prizefighter“ aufgefallen ist, muss man gewillt sein, sich darauf einzulassen.

Kurzgefasst: ein nicht ganz so gewöhnlicher, manchmal ein wenig schwieriger, aber dennoch unterhaltsamer historischer Liebesroman.

Gelesen und rezensiert von Anke im April 2026.

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