Lateefa Harris

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Originaltitel: The Spinster's Resolve
Verlag: Smartypants Romance
Ausgabe: ebook
Erscheinungsdatum: September 2026
Genre: Historical
Teil einer Serie: Die skurrilen Jungfern 01
Ankes Bewertung 
Einst hat sich Miss Grace Skye dafür verantwortlich gezeichnet, dass Skye Manor aufgeblüht ist und wieder ertragreich geworden ist. Nun jedoch hat ihr Cousin das Anwesen geerbt. Und weil Grace nicht bereit ist, den Mann zu heiraten, den Mr. Charles Skye für sie vorgesehen hat, verkauft er Skye Manor. Damit ist Grace gezwungen, sich, zusammen mit ihrer jüngeren Schwester, in ihr kleines Cottage zurückzuziehen.
Doch seitdem gehen auf Skye Manor ungeklärte Dinge vor, es wird von wilden Festen berichtet und mehrere Dienstmädchen sind verschwunden. Als auch Melanie verschwindet, eine junge Magd, die in Graces Diensten steht, muss Grace handeln.
Doch erst als ein neuer Verwalter auf Skye Manor eintrifft, der undurchsichtige Mr. Gabriel Stone, kommt Bewegung in Graces Ermittlungen. Die Frage ist nur, ob sie Mr. Stone überhaupt trauen kann.
Ich habe lange überlegt, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben soll. Auf der einen Seite war für mich mit dem Abschluss der Geschichte klar, dass ich die Serie und Autorin vorerst nicht weiterverfolgen werde, zum anderen hat mich die Geschichte doch eine Weile beschäftigt und es hat mich gereizt, zu ergründen, warum das so war.
Die Idee einer klugen, tatkräftigen und unabhängigen Jungfer, die ein Verbrechen aufklären möchte, weil ihr Land und Leute am Herzen liegen, und dabei unerwartet ein Happy End findet, hat mich angesprochen. Und tatsächlich verbirgt sich in der Geschichte eine charmante Grundidee mit viel Potenzial.
So fand ich, die Kriminalgeschichte von Lateefa Harris‘ „Die entschlossene Jungfer“ solide und durchaus interessant zu lesen. Man könnte kritisieren, dass der Suspense-Anteil vielleicht ein wenig zu durchsichtig geschrieben wurde und damit vorhersehbar war, doch ich fand ihn ausreichend verwunden erzählt, um mein Interesse zu halten.
Damit hätte ich sogar über die moderne Ausdrucksweise und das ein oder andere Missverständnis hinwegsehen können, wenn die Autorin nicht die Liebesgeschichte zwischen Grace und Gabriel ausschließlich über Missverständnisse vorangetrieben und dabei die Charakterentwicklung vernachlässigt hätte.
So hat sich für mich zu keiner Zeit ein klares Bild der Gefühle der Hauptprotagonisten ergeben. Ich wusste nie, wo ich gerade dran war. Die langen inneren Monologe der Figuren haben mich mehr verwirrt als Klärung gebracht. So wurden Graces Gefühle in einem Satz von: „Herz stolpert, über sie ist verängstigt, traurig und enttäuscht bis hin zu hoffnungsvoll“ beschrieben. Auch Gabriel konnte in einem Satz übergangslos von bedrohlich, über interessiert, bis sanft beschrieben werden. Mir ging dieses Hin und Her aus „ich lieb dich, ich lieb dich nicht“ innerhalb kürzester Zeit auf die Nerven und ich habe schnell das Interesse an den Figuren verloren. Und bitte, er nennt sie ständig „Süße“, ohne dass das von ihr irgendwie thematisiert wird? Puh, schwierig, sich dabei zurückzulehnen, wenn sich alles in einem gegen derartige Wortwahl sträubt.
Kurzgefasst: auch wenn es hier eine charmante Grundidee gibt, es ist keine Geschichte, die ich weiterempfehlen würde.
Gelesen und rezensiert von Anke im September 2026.