Der Kuss des Zeitreisenden

Susan Kearney

Der Kuss des Zeitreisenden.png

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Originaltitel: Jordan

Verlag: Piper
ISBN: 978-3492267946
Erscheinungsdatum: Juni 2011

Genre: Paranormal

Teil einer Serie: Pendragon Legacy 03

Klappentext

Vivianne Blackstone ist Vorsitzende des mächtigen Vesta-Konzerns und hat ein ehrgeiziges Ziel: Gemeinsam mit dem attraktiven Ingenieur Jordan will sie ein Raumschiff entwickeln, das die letzte Hoffnung der Menschen gegen ihre todbringenden Feinde bedeuten würde. Doch Jordan verfolgt eigene Pläne. Er ist auf der Suche nach dem seit Jahrtausenden verschollenen Heiligen Gral. Und Jordan braucht Viviannes Raumschiff für seine Mission. Um zu bekommen, was er will, muss er alle seine Verführungskünste aufbieten. Doch auch Vivianne ist in Liebesdingen mit allen Wassern gewaschen.

Quelle: Piper

Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Susan Kearney "Pendragon Legacy" ist eine Fundgrube an Widersprüchen, skurrilen Theorien und seltsamen Handlungen. Leider haben diese Zutaten, die im 1. Teil zwar ungewöhnlich, aber dennoch faszinierend gewirkt haben, in diesem 3. Teil so stark überhandgenommen, dass "Der Kuss des Zeitreisenden" einen wahrhaft krönenden (traurigen) Höhepunkt bildet.

In diesem Buch hat mich ganz besonders das Hin und Her der Charaktere gestört. Jede Idee, Gedanken oder Erkenntnisse, die die Autorin ihren Figuren eingibt, das gilt im Besonderen für ihre Heldin Vivianne, kehrt sie im darauf folgenden Gedankensatz wieder um. Als Leser hat man so keine Möglichkeit sich ein Bild von den Persönlichkeiten der Figuren zu machen, weil für alle Feststellungen sofort einer Gegendarstellung hinterher geschoben wird. Nach dem Motto "Er liebt mich, er liebt mich nicht", "Er ist der Feind, er ist es nicht", "Sie ist tapfer, sie ist es nicht" schafft die Autorin nur ein sehr verschwommenes Bild ihrer Figuren.

Zudem ergeht sie sich in Wiederholungen, über die man früher oder später den Kopf schütteln muss, wie z.B. dass im Raumschiff immerzu Hamburger serviert werden oder dass das Raumschiff immer wieder ins Taumeln gerät und damit auch die Besatzung im Inneren ins Stolpern bringt - wobei betont wird, dass dies im schwerelosen Raum vor sich geht!!!
Ja, und dann ist da der Sex im All, bzw. Sex unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit?

Theorien besagen, dass es Männern im All gar nicht so leicht fallen soll, einen Ständer "in der Größe des Jupiters" (Zitat aus dem Buch) zu haben, da sich in der Schwerelosigkeit alles Blut um (unter den Bedingungen größer gewordenem) das Herzen sammelt und wenig davon für andere Körperteile übrig bleibt. Nun hat aber Susan Kearney mit "Der Kuss des Zeitreisenden" keine Studie geschrieben, sondern eine Fiktion, in der ALLES möglich sein kann.

Dennoch kann man sich beim Lesen kaum das Lachen verkneifen, wenn der Held des Buches, Jordan, in der Schwerelosigkeit "die Beine spreizt, bis er mit jedem Fuß eine Wand berührt" und dann die Partnerin, in der er sich tief versengt hat "zum Drehen (auf ihn) bringt". Und so sehr mich diese Akrobatik-Übung eines Seitenspagats auch vor Bewunderung erstarren lässt, so skurril wirkt eine solche Szene (allein schon rein optisch) auf mich. Wobei mich, glaube ich, schon bei dem Gedanken an einen solch kleinen Raum, indem man sich mit den Füßen an den Wänden abstützen kann, die Klaustrophobie überkäme - dann wäre es eh vorbei mit der Lust.

Gar nicht anfangen will ich von der außerirdischen-Stargate-Drachenwandler-Artus-Saga. Wobei letzte Auswüchse der Autorin mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben. Besonders die Sache mit Guinevere, die ihre zahlreichen Kinder von gleichzeitig zwei .... - aber halt, das müsst ihr schon selber lesen!

Nun fragt man sich zurecht, warum ich mir das Buch überhaupt angetan habe? Nun bei all der Skurrilitäten, obskuren Theorien und tiefen, rabenschwarzen Wurmloch-großen Logiklöchern - Susan Kearney erzählt "Der Kuss des Zeitreisenden" in einer unterhaltsamen und flüssig zu lesenden Art und Weise, der mich mit ihrem unfreiwilligen Humor aufs Beste unterhalten hat. Zudem war mittendrin aufzuhören schon mal gar nicht möglich, schließlich wollte ich dann auch unbedingt den Ausgang der Geschichte erfahren.

Abgefahren, skurril und höchst unterhaltsam.

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