Lektionen der Leidenschaft

Beverley Kendall

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Originaltitel: A taste of Desire

Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442379439
Erscheinungsdatum: Juni 2012

Genre: Historical

Teil einer Serie: Elusiv Lords 02

Klappentext

Thomas Armstrong traut seinen Ohren nicht: Mitten im überfüllten Ballsaal spottet Lady Amelia Bertram vernehmlich über seine Liebeskünste. Das kann der begehrte Junggeselle nicht auf sich sitzen lassen – und lädt die vorlaute Tochter seines alten Freundes kurzerhand auf seinen Landsitz ein, um ihr eine Lektion zu erteilen. Doch es dauert nicht lange, bis die bildhübsche Spötterin weit mehr als nur Rachegelüste in ihm weckt …

Quelle: Blanvalet

Rezensionen

Nicoles Bewertung 02 05 Sterne.png

Viscount Thomas Armstrong, Bruder von Missy, der Heldin des ersten Teils der „Elusive Lords“ Reihe, „Verbotene Leidenschaft“, fällt aus allen Wolken, als sein älterer Freund und Mentor, der Marquess of Bradford, Harold Bertram, ihn darum bittet, dass Thomas, solange Bertram in Amerika weilt, sich um Lady Amelia, Bertrams aufmüpfige, verwöhnte Tochter, kümmern und ihr Disziplin beibringen soll. Thomas hegt Amelia gegenüber eine große Abneigung, seit er sie auf einem Ball dabei überraschte, wie sie seinen Ruf, was Frauen angeht, leichtfertig und boshaft in den Schmutz zog. Da Thomas in Harold Bertrams Vorschlag jedoch auch eine Möglichkeit sieht, es Amelia heimzuzahlen, gibt er der Bitte des Marquess of Bradfords schließlich nach und versucht sie nach allen Regeln der Kunst zu zähmen, was gar nicht so einfach ist; doch Amelias Dickköpfigkeit, ihre Schönheit und ihre spitze Zunge; gepaart mit ihrer eisigen Kälte mit der sie ihm stets begegnet, fordern seine Männlichkeit immer mehr heraus und rufen plötzlich Gefühle romantischer Natur in ihm hervor, die er bislang noch niemals für eine Frau empfand. Auch Amelia muss zu ihrem Befremden feststellen, dass Thomas, auch wenn sie ihn für seine bestimmende, verletzende Art hasst, durchaus ein attraktiver Mann ist, dessen Küsse sie nicht ganz so kaltlassen, wie sie es gerne hätte.

Werden sich beide zusammenraufen können, bevor Amelias Vater aus Amerika zurückkehrt und am Ende in Liebe zueinander finden können?

Nachdem ich den ersten Teil der „Elusive Lords“ Reihe der Autorin für einen Debütroman bis auf ein paar Kritikpunkte im Wesentlichen eigentlich gar nicht schlecht fand, war ich bereit der Autorin noch eine weitere Chance zu geben und zudem sehr gespannt darauf, ob sie sich in Band 2 noch steigern würde. Leider muss ich ehrlich sagen, dass meiner Meinung nach das Gegenteil der Fall war. Sicher, Beverley Kendall hat eine außergewöhnliche, interessante Ausgangssituation geschaffen, die ein wenig an „“Der widerspenstigen Zähmung“ erinnert, doch nach Amelia und Thomas denkwürdigen Zusammenstoß auf besagtem Ball, bei dem sie Ungeheuerliches über ihn in aller Öffentlichkeit sagt, (eine sehr unglaubwürdige Situation, die den Ruf der Heldin im wahren Leben sofort und unwiederbringlich ruiniert hätte) geschieht außer verletzenden, ewig währenden Wortduellen zwischen Held und Heldin, die auf Thomas Besitz ausgetauscht werden und zugegebenermaßen sehr prickelnden, erotischen Liebesszenen, nicht viel.
Zudem kam ich mit dem sehr modern anmutenden Schreibstil, der wenig historisches Flair zu vermitteln vermag, dieses Mal leider überhaupt nicht zurecht.

Einen weiteren Punktabzug gab es für das sehr unsympathisch gestrickte Heldenpaar. Während die Autorin zumindest für Amelias Kälte, boshafte Zunge und Unnahbarkeit einen fadenscheinigen Grund bietet, der sie am Ende ein wenig sympathischer erscheinen lässt, ist Thomas, der Held des Romans, meiner Meinung nach einer der unerträglichsten Liebesromanhelden, die mir je in einem Historical begegnet sind. Er agiert herrisch, verletzend, selbstherrlich und benimmt sich nicht nur Amelia, sondern auch seiner Geliebten gegenüber unglaublich kalt und arrogant. Überhaupt nicht nachvollziehbar war es für mich, wieso sich beide ineinander verlieben, denn außer sexueller Anziehungskraft haben beide keinerlei Gemeinsamkeiten und zudem kommt es innerhalb des Romans auch zu keiner nennenswerten Aussprache zwischen Thomas und Amelia, die zumindest Amelias distanziertes und kühles Verhalten erklärt. Trotzdem ist Thomas irgendwann plötzlich verliebt in Amelia; genau wie Amelia unmittelbar danach, den Boden, auf dem Thomas läuft, sinnbildlich anbetet. Trauriger negativer Höhepunkt war jedoch für mich die Romanpassage fast am Ende der Geschichte, in der Amelia sich regelrecht erniedrigt, während sie ihm ihre Liebe gesteht, obwohl Thomas sie zuvor eiskalt abblitzen lassen hat. Ich hatte einen schönen, beschwingten und romantischen historischen Liebesroman erwartet, doch leider wurden meine Erwartungen diesmal in keinster Weise erfüllt, schade.

Kurzgefasst: ein sehr modern anmutender Historical mit einer interessanten Ausgangssituation, leider aber auch mit einem unsympathischen Heldenpaar!

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