Lady Ludmilla's Accidental Letter

Sofi Laporte

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Originaltitel

Verlag: Sofi Laporte
Ausgabe: ebook
Erscheinungsdatum: Februar 2022

Genre: Historical

Teil einer Serie: Merry Spinsters, Charming Rogues 01

Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Als ihre Tante Lady Ludmilla Windmere aus Bath nach London holt, hegt Lu bereits seit 3 Jahren eine zufällige Brieffreundschaft mit einem Schreiber namens „Addy“. Ihr Londoner Aufenthalt eröffnet ihr nun die Möglichkeit, den unbekannten, aber mit der Zeit liebgewonnen Freund, persönlich kennenzulernen. Das Problem dabei ist, dass sich Lu für eine zurückgezogen lebende und unscheinbare Jungfer hält, was auf ihre erste und einzige Ballsaison zurückzuführen ist, die auf keinen Fall einen schlechten Eindruck bei Addy hinterlassen möchte, da dessen Freundschaft ihr so viel bedeutet.

Lu gelingt es zwar im Vorfeld, die Adresse „ihres“ Addys auszuspionieren, gerät dann jedoch in völlige Verwirrung als ausgerechnet der stadtbekannte Wüstling, Viscount St. Addington, aus besagtem Haus tritt. Um die verzwickte Situation für sie anonym zu klären, überredet Lu ihre hübsche jüngere Schwester an Ihrer statt die Verabredung mit Addy wahrzunehmen, während sie selber in der Bibliothek mit Blick auf den Treffpunkt auf der Lauer liegt.

Doch versteckt durchs Schaufenster nach draußen spähend, ist es erneut ausgerechnet St. Addington, auf den sie trifft – und der sich leider als charmanter herausstellt, als gut für Lu ist.

Die Autorin Sofi Laporte ist einer jener zufälligen Funde, auf die ich beim Stöbern durch Online-Empfehlungen gestoßen bin. Angelockt von einem Cover, dass nicht meinem üblichen Suchmuster entspricht, habe ich aus einer Laune heraus beschlossen, mich „Lady Ludmilla's Accidental Letter“ zu widmen.

Die Geschichte, ganz im Stile einer Shakespeare’schen Verwechslungskomödie erzählt, gehört zur „Merry Spinsters, Charming Rogues“-Serie, die jedoch lediglich thematisch und vom Grundmuster her miteinander verbunden ist. Alle Teile dieser cleanen Historicals (historische Liebesromane, die nicht über einen Kuss hinausgehen) können also unabhängig voneinander gelesen werden.

Zunächst einmal, für diejenigen Leser unter uns, die Wert auf historische Annäherung legen, sollen hier gewarnt sein: „Lady Ludmilla's Accidental Letter“ ist unkonventionell erzählt und seine Charaktere setzen sich in einigen Fällen über gesellschaftliche Gepflogenheiten hinweg und denken und handeln für die Regency Periode ein wenig zu fortschrittlich.

Ich persönlich bin dem gegenüber eher liberal eingestellt, solange mich ein Roman unterhält, desto einfacher fällt es mir derartiges zu überlesen. Und der lockere und unbeschwerte Stil, das flotte Tempo und die amüsanten Flirts von „Lady Ludmilla's Accidental Letter“ hat mich gut unterhalten.

Zudem liebe ich romantische Verwechslungskomödien. Wobei ich zugeben muss, dass die Autorin es in diesem Fall fast ein wenig zu weit treibt.

Das liegt auch daran, dass hier zwei voneinander unabhängige Missverständnisse, dem Leser immer wieder in neuen Konstellationen präsentiert werden, diese Verwirrungen jedoch nur deswegen aufgeführt werden, um den Leser an der Nase herumzuführen und nicht um die Entwicklung der Charaktere und ihrer gemeinsamen Geschichte voranzubringen.

Diese nicht stattfindende Entwicklung war vermutlich das auch Problem, warum ich keine so rechte Chemie zwischen dem Hauptcharakter-Paar oder dem Nebencharakter-Paar spüren konnte. Bedauerlich, da die Autorin den Hauptcharakteren wirklich ein paar sehr unterhaltsame Flirts geschrieben hat und die auch eine grundlegende Sympathie zwischen den Hauptfiguren spüren ließ.

Kurzgefasst: flotte und leichte Liebesromanunterhaltung, deren Geschichte in vielen Dingen einfach keinen Sinn gemacht hat.

Gelesen und rezensiert von Anke im Juni 2025.

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