Dem Mond versprochen

Linda Winstead Jones

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Originaltitel: Haunted

Verlag: Mira
ISBN: 978-3899415858
Erscheinungsdatum: April 2009

Genre: Paranormal

Teil einer Serie: Raintree Saga 

Klappentext

Die Raintree-Saga geht weiter: Ein Mord geschieht - und eine Liebe, so hell wie der Mond, erstrahlt in der Nacht tiefster Gefahe.

Gideon Raintree besitzt geheimnisvolle Gaben. Doch dass er mehr vermag als jeder andere Mann, behält der Detective aus dem Raintree-Clan lieber für sich. Niemanden geht das etwas an - schon gar nicht seine neue Kollegin, die ebenso schöne wie neugierige Hope Mallory. Aber gemeinsame Ermittlungen zwingen ihn, eng mit ihr zusammen zu arbeiten und sie gleichzeitig zu beschützen.
Gideon ahnt nicht, wie viel Hope mit der rätselhaften Prophezeiung zu tun hat, die sein Leben bestimmt: In einem Mondstrahl wird die Liebe zu ihm kommen. Er spürt nur, daa nicht nur das Geheimnis seiner magischen Fähigkeiten durch Hope in Gefahr gerät, sondern auch sein Herz...

Quelle: Mira

Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Detective Hope Malory wird einem neuen Partner zugeteilt – Gideon Raintree. Der scheint nicht gerade begeistert, aber eine Hope lässt sich so schnell nicht vergraulen und hängt sich ihm faszinierenden neuen Partner an die Fersen.

Gideon ist tatsächlich alles andere als glücklich darüber, mit einem neuen Partner arbeiten zu müssen, denn Gideon verfügt über Gaben, die sich nicht einfach mit gesundem Menschenverstand erklären lassen: Er kann die Geister Verstorbener sehen und mit ihren reden. Das prädestiniert ihn gerade zu für seinen Job bei der Mordkommission.
Aber es ist eben nicht so ganz leicht, diese Tatsache jemand anderem zu erklären oder begreiflich zu machen.

Und dann ist da ja auch noch die erstaunliche Anziehungskraft, die Hope auf Gideon ausübt. Aber all seine Manöver, um sie als Partner loszuwerden, scheitern kläglich und ehe er sich versieht, kann er sich ein Leben ohne Hope nicht mehr vorstellen.

Anders als beim 1. Teil der Serie „Aus dem Feuer geboren“, der von Linda Howard geschrieben wurde, hat mich „Dem Mond versprochen“ von Anfang an angesprochen und gefesselt. Das Buch habe ich also praktisch in einem Rutsch gelesen.

Nicht nur, aber ganz besonders die Hauptfigur des Gideon ist, für meinen Geschmack, wirklich toll geschildert. So bekommt man beim Lesen auch schnell ein Gefühl für diesen Charakter und man kann seine Gedankengänge und sein Handeln gut nachvollziehen. Der lebendige und anschauliche Erzählstil gilt aber natürlich auch allen anderen Figuren.

Linda Winstead Jones Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und angenehm zu lesen. Kleine Wendungen in der Geschichte und erzählerische Kunstkniffe haben mich zudem beim Lesen zusätzlich unterhalten und begeistert.

Das Buch kann ohne weiteres außerhalb des Serienzusammenhangs gelesen werden. Allerdings würden dem Leser in diesem Fall eine Reihe Hintergrundinformationen fehlen, die Linda Howard im 1. Teil erzählt hat, die für das Gesamtverständnis nötig sind. Und so würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Bücher der Serie in Reihenfolge zu lesen.

Übrigens dachte ich ja nach dem abrupten und mehr als überraschend plötzlichen Ende des 1. Teiles, dass es nun im 2. Teil genau dort wieder ansetzen würde – das ist allerdings nicht der Fall.

Kurzgefasst: Linda Winstead Jones ist eine interessante Autorin von der ich noch gerne weitere Bücher lesen würde und der 2. Teil der Raintree Saga als paranormale Romantic Suspense Lektüre ist sehr zu empfehlen.

Schattens Bewertung 04 Sterne.png

Eine Woche vor der Sommersonnenwende wird Gideon Raintree in die Wohnung seiner Cousine Echo gerufen, da deren Mitbewohnerin umgebracht wurde. Dort trifft er seine neue Partnerin Hope Malory, wobei das Treffen auf beiden Seiten nicht gerade positiv gesehen wird.

Hope vermutet nämlich, dass Gideon korrupt ist. Wie sonst hat er bisher fast jeden Mordfall, den er betreute, auflösen können und wie sonst, kann er sich so ein großes Haus leisten?
Gleichzeitig muss Gideon nun wieder auf der Hut sein, um sein Geheimnis zu wahren. Er ist nämlich der jüngere Bruder vom Dranrir (König) des Magierstammes Raintree. Aus diesem Grund kann er nämlich nicht nur Elektrizität beeinflussen, sondern er kann auch tote Menschen in Form von Geistern sehen. Diese verraten ihm, wer ihre Mörder sind, sodass er nur noch nach den belastenden Beweisen suchen muss. Klar, dass er dies nicht einfach breit treten kann und ihm darum eine fragenstellende Partnerin im Wege steht. Egal, wie gut sie aussieht.

Trotzdem arbeiten die beiden an diesem Mordfall zusammen. Doch schon bald wird klar, dass dieser Mord aber nicht normal ist und Gideon und seine Mächte bald mehr als gefragt sind. Kann Hope die Natur ihres Partners akzeptieren? Und wie wird sich ihrer beiden Beziehung entwickeln, wenn sich das Netz der Mörderin immer weiter um Gideon und Hope schlingt?

Nach einem phänomenalen Start der Trilogie muss ich leider gestehen, dass der 2. Teil arg hinterherhinkt qualitätsmäßig. Zwar hat auch dieses Buch einen schönen und fesselnden Schreibstil, der einen die Zeit vergessen lässt, doch können die Charaktere nicht so sehr wie in Band 2 überzeugen.

Doch zuerst das Positive im Buch.
Gideon ist ein typischer Liro-Held, der leicht das Leserherz erobert. Durch seine Gabe tote Menschen zu sehen (für alle, die da auch gleich an den Film The Sixth Sense, keine Sorge, damit steht ihr nicht alleine da) hat er einen tollen Tortured Hero-Einschlag. Den mal ehrlich, wer würde es so einfach überstehen seit frühester Kindheit Tote aka auch Mordopfer und deren Geschichten zu sehen und zu hören, ohne leicht depressiv bzw. eine sonstige Macke zu entwickeln? In Gideon zeigt sich dies dadurch, dass sein Job für ihn alles ist. Er kann keinen Mord verzeihen, sodass Mord und Totschlag bald sein Leben ausfüllt.

Wenngleich ich ihn jedoch sympathisch fand und ihm ein Happy End wünschte, muss ich gestehen, dass er kein Held ist, der einem lange im Gedächtnis bleiben wird. Zwar ist es ganz lustig, wie seine Elektrizitätsgabe beim Sex zeigt, doch sonst ist er einfach ein netter, leicht tortured Hero. Ihm fehlt irgendwie das gewisse Etwas, das ich z.B. beim Helden in Band 1 fand.

Ebenso fand ich die Heldin nicht gerade gelungen, wenn nicht sogar arg nervend. Zuerst mal will sie ALLES mit der Wissenschaft erklären. Da sieht sie z.B. wie Gideon durch ein Messer eine schwere Verletzung erleidet, aber ein paar Stunden später wieder voll geheilt ist. Ein offener Mensch würde seiner Erklärung von Magie glauben, aber nein… sie sucht eine Erklärung in der Wissenschaft. Selbst als Gideon von einem Blitz getroffen wird und danach putzmunter ist, will sie lieber weiter leugnen.

Zwar ist Hope durch ihre Mutter, die eine Anhängerin von Spiritualismus und ähnlichem ist, stark vorbelastet, doch nur weil sie das Verhalten und deren Lehren als peinlich und dumm ansieht, muss sich trotzdem nicht alles, was mit Magie zu tun hat, verleugnen.

Außerdem war mir persönlich Hope von Anfang an unsympathisch, weil sie mit allen Mitteln einen Beweis wollte, dass Gideon ein typisch männliches A***loch ist, wie sie sie bisher immer traf. Gut, nach ihrem letzten Job kann sie misstrauisch sein, aber nur weil jemand gut in seinem Job ist und zudem dem männlichen Geschlecht angehört, muss er nicht gleich korrupt sein.

Ich muss wirklich gestehen, dass ich Hope ¾ des Buches einfach auf den Kopf hauen wollte, damit sie etwas Verstand in denselbigen bekam. Zum Glück wurde sie am Ende intelligenter, sodass ich mich sogar ein bisschen mit ihr anfreunden konnte. Ich hab zwar trotzdem nicht verstanden, warum Gideon sich in sie verliebt hat, aber ok…

Sie war aber wirklich der einzigste Minuspunkt, der stark in diesem Buch auffiel. Ich mag es zwar auch nicht, dass die beiden schon nach einigen Tagen von Liebe reden, doch dies verzeihe ich leicht, weil es nun mal ein Buch über Magie ist und mit der ist alles möglich.

Auch der Plot war nicht besonders. Zwar fieberte man mit, was sich die Mörderin als Nächstes einfallen lässt, aber auch fehlt das Besondere.

Insgesamt gesehen hat sowohl der Plot als auch der männliche Hauptcharakter einen tollen Grundriss. Jedoch fehlt die besondere Ausarbeitung. Zumindest sind sie jedoch besser ausgebaut als die Heldin. Bei ihr half nicht mal mehr der gute Schreibstil.

Auch der Schreibstil artet manchmal leicht hölzern ab, doch auch dieser Teil der Reihe ist sehr leicht zu verstehen, sodass man bald gar nicht merkt, wie schnell man die Seiten weg liest.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass dieses Buch leider nur Durchschnitt ist. Fairerweise muss ich aber auch gestehen, dass wenn Band 1 nicht so großartig gewesen, ich bei diesem Roman vielleicht auch nicht ganz so enttäuscht gewesen wäre. Darum lest es einfach mal selbst und bildet euch eine eigene Meinung.

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