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Nicoles Bewertung

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In Carla Kellys weihnachtlicher Geschichte, steht am Anfang ein gegebenes Versprechen, dass der Seemann und Offizier Ben Muir, einem angehenden, adligen Kadetten gegeben hat. Besagter Kadett ist leider bereits mehrfach durch die nötige Prüfung gerasselt und hat Ben nun versprochen, mit ihm zusammen zu büffeln. Sehr schnell bereut Ben sein gegebenes Versprechen, als der Standesdünkel seines Kadetten, kurz vor ihrem Ziel offensichtlich wird. Demnach soll Ben sich eine Unterkunft im Dorf suchen; denn schließlich ziemt es sich nicht für einen Bürgerlichen, sich beim Adel einzuquartieren. Ben ist frustriert, doch spätestens, als er das nahe gelegene Wirtshaus von Amanda Mathison betritt, wandeln sich seine Gefühle von Wut schnell zu Entzücken und Interesse. Denn Amanda ist eine wunderschöne, sehr nette junge Frau, die zusammen mit ihrer Tante Sal, das Wirtshaus betreibt. Ben und Amanda verstehen sich gut, doch dann findet Ben eines Tages in einem alten Buch in der Familienbibliothek seines Kadetten, ein versiegeltes Testament und indem er es an den Pfarrer weiterleitet, bringt er ungeahnt einen Stein ins Rollen. Denn Amanda ist die Begünstigte in diesem Testament. Statt Segen scheint die Erbschaft nur Kummer zu bringen und bald ist der Tag von Bens Abreise gekommen, der in Kürze wieder in See stechen muss. Kann es trotzdem Hoffnung auf ein Leben zu Zweit für die Beiden geben?

Carla Kellys Auftaktroman ist sehr emotional und nimmt den Leser schon nach den ersten Seiten gefangen. Dazu stimmt die Chemie zwischen Ben und Amanda und auch die übrigen Dörfler, abgesehen von den Bösewichten, sind sympathisch gestrickt. Ich mochte diesen Roman, der durch Carly Kellys angenehmen Schreibstil abgerundet wird, sehr und vergebe daher die volle Punktzahl.

In der zweiten Geschichte, diesmal von Autorin Georgie Lee, trifft die junge Lily ausgerechnet während des Weihnachtsfestes auf einen alten Bekannten. Denn ihr Bruder hat seinen besten Freund, Gregor St. James, Viscount Marbrook, eingeladen über die Feiertage bei ihnen zu verweilen. Lily ist hin und her gerissen, denn einst brach ihr Gregor mit seinem kühlen Verhalten, wegen eines Fauxpas ihrerseits, das Herz. Und nun ist sie im ton in Ungnade gefallen. Wird Gregor sein damaliges Verhalten nun gut machen?

Die zweite Story in dieser Anthologie ist sehr schön, lässt sich gut lesen und auch hier haben wir es mit einem interessanten Heldenpaar zu tun. Nebenher bekommt man sehr viel familiäres Flair geboten, durch Lilys Eltern und Geschwister, die alles andere als ruhige, gesetzte Akteure sind. „Der Viscount und der Mistelzweig“, wartet mit einer spannenden Ausgangssituation auf, die dann auch für meinen Geschmack gut und plausibel gelöst wurde. Allerdings fehlte mir für eine Bestbewertung das gewisse Etwas, daher nur 4.5 von 5 Punkten.

Auf die dritte Story von Ann Lethbridge war ich bereits im Vorfeld sehr gespannt, denn ich mag die Romane der Autorin, die bei mir autobuy sind, sehr. Und auch mit ihrer bittersüßen Geschichte „Ein Cottage im Winterwald“, hat sie mich erneut überzeugen können. Diesmal steht eine Witwe in Nöten mit ihren zwei Stiefkindern im Fokus des Geschehens, die von einem Verwandten bedrängt wird. Doch im Hausangestellten, eines Viscounts, findet sie einen mutigen Retter. Natürlich ahnt die Witwe zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihr der ebenfalls verwitwete Viscount höchstpersönlich gegenüber steht und für sie ein Holzscheit zum Weihnachtsfest organisiert hat.  Die dritte Geschichte in dieser Anthologie hat mich wieder zu Hundertprozent begeistern können, da sie genau die richtige Mischung weihnachtliches Flair, Romantik und Spannung zu bieten hat. Dazu kommt Ann Lethbridges, wie immer überzeugender Schreibstil, so dass es von meiner Seite aus nichts zu meckern gibt. 5 von 5 Punkten.

Auch die vorletzte Geschichte  muss sich keinesfalls hinter den anderen verstecken, denn auch hier bekommt es der Leser mit einem sympathischen Heldenpaar zu tun, das sich bereits seit vielen Jahren kennt und sich freundschaftlich zugetan ist. Nur haben sich Lord Ashton und Madeleine seit einiger Zeit schon nicht mehr gesehen. Als Lord Ashton Madeleine im Ort wieder trifft, erscheint ihr das als glückliche Fügung, vielleicht sogar Vorsehung. Denn Madeleine wurde eine Frist gesetzt, bis zu der sie verheiratet sein muss. Ansonsten erbt ihr gieriger und grausamer Verwandter das Anwesen und die dazugehörigen Ländereien, was Madeleine auf keinen Fall zulassen möchte, da sie um die Arbeitsplätze ihrer Hausangestellten fürchtet. Lord Ashton, der sehr an archäologischen Ausgrabungen interessiert ist, könnte nach der Heirat mit Madeleine nach Herzenslust am Hadrianswall graben, von dem sich ein Teil auf Madeleines Land befindet. Doch ist Lord Ashton tatsächlich bereit, sich auf Madeleines Heiratsantrag einzulassen?

Ich mochte Elizabeth Rolls Story sehr und hätte mir sogar gewünscht, dass sie noch einige Seiten länger gewesen wäre, weil ich Handlung und Heldenpaar gleichsam ins Herz geschlossen habe. Auch hier bekommt man eine romantische, weihnachtliche Historical Romance geboten, die mir viel Lesespaß bereitet hat. 5 von 5 Punkten.

Im letzten Roman in diesem Sammelband erzählt Autorin Christine Merrill eine sehr turbulente, kurzweilige Geschichte, zwischen einer Witwe und einem Witwer. Beide lernen sich durch eher unangenehme Begleitumstände kennen, denn der Witwer ist der adlige Onkel eines Mannes, der gelobt hatte, die Tochter der Witwe zu ehelichen. Doch am Tag der Hochzeit flog der Schwindel auf, als die hochschwangere Ehefrau des Bräutigams in der Kriche auftauchte und die arme Braut zum Gespött des Dorfes machte. Der Onkel ist fassungslos, als er von den jüngsten Eskapaden seines Neffen erfährt und bietet, weil er ein Ehrenmann ist, der verlassenen Braut die Ehe an. Doch die weigert sich und eigentlich ist ihm das ganz recht, da ihn die Witwe viel mehr interessiert. Christine Merrills Regency Romances gehören zu meinen Lieblingsromanen, doch diesmal fehlten mir an allen Ecken und Kanten mehr Seitenzahlen. Die Ausgangssituation mag zwar interessant sein, doch kam bei der Kürze der Story, leider kaum Tiefgang auf, so dass ich hier nur vier von 5 Punkten vergeben kann.

Kurz gefasst: Überraschend abwechslungsreiche, sehr starke Weihnachtsanthologie, die stimmungsvoll, romantisch und prickelnd zugleich geraten ist. Leseempfehlung!


Historical Saison 41
Weihnachtszauber

Carla Kelly
Miss Amandas Weihnachtsküsse

Georgie Lee
Der Viscount und der Mistelzweig

Ann Lethbridge
Ein Cottage im Winterwald

Elizabeth Rolls
Schneesturm über Haydon Castle

Christine Merrill
Das schönste Geschenk für den Duke

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