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Ankes Bewertung

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Im Großen und Ganzen könnte ich an dieser Stelle meine Rezension zum 1. Teil der Trilogie "Gefährliche Strömung" wiederholen.
Das spricht, meiner Meinung nach, sowohl für, als auch gegen Cherry Adair (und "Im Meer des Skorpions").
So zeigt sie erneut, dass sie flotte und actionreiche Suspence, mit heißen Szenen schreiben kann - aber auch, dass sie, zumindest was meine Einschätzung betrifft, auch dieselben Fehler macht, wie bereits im 1. Teil.

Der in meinen Augen problematischste davon ist, dass die Autorin erneut viel zu viel in das Buch packt. Zwar weiß sie durchaus mit geschickten Erzählkniffen und Wendungen zu überraschen, doch erdrückt dieses "zu viel an Stories" förmlich, ist unfokussiert und irgendwie schwammig zu lesen.

Keine Frage Cherry Adair weiß actionreich zu schreiben und damit auch damit zu fesseln. Nur wie, in vielen anderen Bereichen auch, neigt die Autorin dabei zu Übertreibung. Übertreibung, die sich allzu oft in Langeweile wandelt; so zumindest erging es mir hier beim Lesen.
Für meinen Geschmack wäre hier "weniger" eindeutig "mehr" gewesen.

Und dann ist da noch die Sachen mit Cherry Adair und ihren Hauptfiguren. Ich weiß nicht, wie die Autorin es anstellt, aber es ist kaum je eine Figur (meine Abneigung zumeist auf die weiblichen) dabei, die ich verstehen kann, mit denen ich wirklich mitfühlen kann oder für die ich Verständnis aufbringen kann.

In "Im Meer des Skorpions" hatte ich es mir einem Helden zu tun, der eine harte und unnahbare Schale zur Schau trägt, dem jedoch dabei jedes noch so kleine Fünkchen echter Coolness - und zwar die von der sexy Sorte - abgeht und der lediglich arrogant und höchst unsympathisch wirkt.
Bria, die Heldin des Buches, soll wohl eine temperamentvolle Italienerin darstellen, wirkt aber wenig feurig, sondern ausschließlich hochnäsig und überheblich.

Sagen wir es mal so, die beiden haben sich echt verdient! Und tatsächlich - und hier ist es wieder der unvergleichlichen Schreibkunst der Autorin zu verdanken - die Chemie zwischen den beiden stimmt absolut. Ganz nach Art von Cherry Adair gibt es so auch jede Menge heißer und absolut lesenswerter Szenen, die Nick und Bria wirklich hervorragend ausfüllen.
Liebe jedoch konnte ich zwischen ihnen nicht erkennen. Aber das sei nur am Rande erwähnt.

Richtiggehend enttäuscht war ich, dass in "Im Meer des Skorpions" nicht das Maß an Tauch-, bzw. Schatzsuche-Action stattfindet, die mir im 1. Teil der Serie so gut gefallen hat und mich so sehr interessiert hat.

Gefreut dagegen hat mich ein Wiedersehen mit den Mitgliedern von T-FLAC, die in diesem Buch eine etwas größere Rolle einnehmen als im 1. Teil der Serie. Es ist einfach immer klasse, wenn man alten Bekannten aus anderen Büchern oder Serien begegnet.

Kurz gefasst: Da mich doch einige Punkte am Buch gestört haben und mir in diesem Fall beide Hauptprotagonisten unsympathisch waren, kann ich trotz der flott erzählten actionreichen Handlung, dem Buch nicht mehr als 3,5 Punkte verleihen.


Im Meer des Skorpions

Cherry Adair

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Originaltitel: Riptide
Verlag: Mira
ISBN: 978-3862784608
Erscheinungsdatum: Oktober 2012
Genre: Romantic Suspense
 
Teil einer Serie: Citter Cay

Klappentext

Er muss eine gesunkene Galeere vor Marokko bergen und auch noch Blutdiamanten im Wert von 25 Millionen Dollar schmuggeln - Nick Cutter steckt mitten in einem riskanten Doppelauftrag. Das Letzte, was der Profi-Schatzsucher braucht, ist jemand, der alles gefährdet! Doch genau das passiert, als Prinzessin Bria Viscontis Hubschrauber an Deck der "Scorpion" landet. Die Principessa verlangt nicht nur die fünf Millionen Dollar zurück, die ihr Bruder in die Schatzsuche investiert hat - sie ist auch wie Feuer für den sonst so kühlen Nick. Sie weckt Gefühle, für die er jetzt absolut keine Zeit hat - die er jedoch nicht ignorieren kann. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sich an Bord ein Mörder befindet.

Quelle: Mira

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