Rezensionen

Tinas Bewertung 04 Sterne.png

Hier noch eine kleine Ergänzung:
Bethany und Xavier heiraten in einer fast schon Romeo und Julia gleichen Situation im Geheimen und könnten sich ihrer Liebe freuen - wäre da nicht die göttliche Armee, die sie jagt und dabei auch gerne mal übers Ziel hinausschießt.
Ivy und Gabriel verhelfen den Beiden zwar zur Flucht, doch in dem "Katz und Maus"-Spiel scheinen die göttlichen Reiter immer wieder einen Vorteil zu haben.

Auch in diesem Teil der "Halo"-Serie bedient sich Alexandra Adornetto eines flüssigen und absolut kopfkinotauglichen Erzählstils, auch wenn ich so manche Szenen gar nicht gerne gelesen habe, weil sie ziemlich erschreckend waren.
Im Buch stehen die Liebe, aber auch der Zusammenhalt von Bethany und Xavier im Vordergrund und der Glaube und die Liebe zu Gott.
Und das ist auch eigentlich mein Kritikpunkt, denn der Glaube, Gott, die Engel und deren Hierarchie, waren mir einfach ein bisschen zu stark dargestellt. Es schwang im Buch mit einmal eine Tendenz mit, die mich überrascht hat und die ich als unpassend empfand, zumindest wenn man es mit den anderen Teilen vergleicht.

Aber auch aus anderen Gründen, war dieser letzte Teil der Trilogie ein wenig enttäuschend für mich, denn ich hätte mir gewünscht, dass alle ihren Frieden und ihr Glück finden. Es bleiben aber leider einige Fragen offen, die ich gerne beantwortet bekommen hätte.
Ich persönlich hätte gerne mehr über Gabriel und Ivy erfahren, die immer mehr an den Rand gedrängt wurden. Aber auch Xaviers Familie war nicht mehr vorhanden, sowie in den anderen Teilen, was ich persönlich sehr schade fand.
Auch gibt es Nebenfiguren, wie Josef, der Bethany hilft, die neu sind und kurz auftauchen, dann aber plötzlich wieder verschwinden; was sehr bedauerlich war, denn diese Charaktere haben mich neugierig gemacht.
Alles im allem fand ich diese Vorgehensweise ein wenig merkwürdig.

Kurz gefasst: Kein so "himmlisches" Leseerlebnis, weil so viele Fragen offen bleiben, aber zumindest siegt die Liebe am Ende.