Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

Was man auch immer über diesen 2. Teil der "Dark Elements"-Serie zu klagen haben mag, an einem gibt es nichts zu rütteln, Jennifer L. Armentrout verfügt über einen wirklich unterhaltsam zu lesenden und absolut fesselnden Erzählstil. Dafür auch die anerkennenden 3 Punkte.

Dabei macht es beinahe gar nichts aus, dass ich, was die Geschichte an sich betrifft, die grundsätzlich gar nicht so schlecht gestrickt ist, der ich aber schon nach kurzer Weile nicht mehr wirklich folgen konnte, weil ich einfach nicht mehr mit dieser ganzen Dämonengeschichte und dem hin und her der Charaktere mitgekommen bin - und es mich auch nicht mehr interessiert hat.

Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich auch an meinen besten Tagen nicht gerade besonders viel für Dämonen und Engel-Geschichten übrig habe; und die Gargylos, zumindest so wie sie in diesem Buch dargestellt werden. An meinen schlechten jedoch überhaupt nichts (oder nur sehr selten) damit anfangen kann.

Nicht besser geht es mir mit Dreiecksgeschichten, wie sie auch hier erzählt wird. Während die Autorin im 1. Teil noch darauf hinsteuert, den, mir mit seinem Saubermann-Image höchst unsympathischen Zayne, aus dem Liebesdreieck zu werfen, legt sie im 2. Teil nun erst so richtig los - und verhagelt mir damit nahezu komplett die Leselaune.

Tatsächlich am Ball bleiben lassen hat mich bis zum Ende wirklich nur noch der actionreiche, flotte und wirklich hervorragend geschilderte Erzählstil der Autorin. Und Roth, ein Charakter der sich auch in diesem Teil bewährt und mich mehr und mehr fasziniert hat; wobei ich seine Versessenheit in die mitunter doch recht naive Layla nicht wirklich nachvollziehen kann. Alles andere musste ich ausblenden, um nicht ständig die Augen über den "heiligen" Zayne, die zwischen albern und annehmbar hin und her schwankende Layla und der immer verdrehter werdenden Hintergrundgeschichte, die Augen verdrehen zu müssen.

Trotz alledem bin ich nun natürlich gespannt darauf wie es weitergeht und vor allem für welchen Weg aus dem Liebesdreieck sich die Autorin am Ende entschiedet und wie sie ihn erklärt.

Kurz gefasst: Obwohl ich nach dem 1. Teil noch dachte mit dieser Dreiecksgeschichte irgendwie zurechtzukommen, hat sich das im Lauf diesen Teils geändert. Nur die fesselnd, actionreiche und sehr gut erzählte Geschichte, allein um der Unterhaltung willen, denn dem Inhalt folgen zu wollen, hatte ich längst aufgegeben, ließ mich bin zum Ende am Ball bleiben.

Kas Bewertung 04 05 Sterne.png

„Eiskalte Sehnsucht“ der zweite Teil der „Dark-Elements“-Reihe von Jennifer L. Armentrout ist eine lesenswerte Fortsetzung, die von der Handlung her, zwei Wochen nach dem ersten Teil ansetzt und aus der Sicht von Layla erzählt wird. Es wird knapp in Rückblicken auf den ersten Teil eingegangen, damit man schneller ins Geschehen eintauchen kann.

Nachdem Layla glaubt, dass sie Roth für immer verloren hat, trauert sie heftig um ihn. Um so verwunderter ist sie, als er plötzlich wieder vor dem Haus der Wächter steht, zusammen mit zwei weiteren Hohendämonen. Doch Roth tischt Layla etwas auf, das sie zutiefst verletzt. Noch dazu geschehen plötzlich an ihrer Schule Dinge, die regelrecht nach „Dämonen“ schreien. Dass die Wächter Geheimnisse vor ihr haben, ist der ganzen Situation ebenfalls nicht dienlich. Den Auftritt, den „Bambi“ ziemlich am Anfang hatte, fand ich im Hinblick dessen, übrigens sehr gelungen. ;-)

Layla ist verunsichert, denn sie hat nicht nur eine wichtige Gabe verloren, ihre dämonische Seite scheint an Macht zu gewinnen. Als wenn das noch nicht genügen würde, steht sie plötzlich zwischen Roth und Zayne, dessen Gefühle sich für sie gewandelt zu haben scheinen! Das dem so ist, konnte man allerdings bereits im ersten Teil, zwischen den Zeilen lesen! Layla ist eine sehr sympathische junge Frau, die plötzlich nicht nur zwischen zwei Männern steht, sondern auch im totalen, dämonischen Chaos, ihren Weg finden muss. Die Spannung zwischen Layla, Zayne und Roth ist vorprogrammiert und gleichzeitig sehen sie sich mit einer dämonischen Macht konfrontiert, von der niemand gedacht hat, dass sie jemals auftaucht.

Die Autorin hat die Spannung, die zwischen Zayne und Layla und zwischen Layla und Roth herrscht, spannend in Szene gesetzt, doch ab einem gewissen Punkt, hätte ich mir gewünscht, dass aus dieser offensichtlichen „Dreiecksgeschichte“ etwas mehr in Hinblick auf „Zweisamkeit“ geschehen würde. Zayne ist ein Mensch, auf den sich Layla voll und ganz verlassen kann, wohingegen Roth etwas von seiner Leichtigkeit, die er noch im ersten Teil hatte, verloren hat. Nichtsdestotrotz beschützt er Layla, wo er nur kann. Das Knistern, das zwischen Roth und Layla, zwischen Zayne und Layla herrscht, wurde von Jennifer L. Armentrout gelungen dargestellt. Es sprühen die Funken.

Zu all dem, kommt eine weitere, nennen wir es „Spezies“ mit ins Geschehen, die die Wächter in einem gänzlich anderem Licht darstellt, ebenso die Dämonen. Es geschehen Dinge, mit denen niemand – egal ob Wächter oder Hohendämonen –  gerechnet hätte. Der Cliffhanger am Ende der Geschichte, ist mal wieder „Haare-raufend-neugierig-machend“, auf den dritten Teil „Sehnsuchtsvolle Berührung“. 4,5 Punkte, für „Eiskalte Sehnsucht“.

Kurz gefasst: Gelungene dämonische Fortsetzung der „Dark-Elements“-Reihe. Gerne mehr davon!