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Nicoles Bewertung

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Abby könnte ein schönes, beschauliches Leben bei ihrem reichen Großvater führen, wenn sie vor Jahren den Heiratsantrag des Patensohnes ihres Großvaters angenommen hätte. Doch kurz bevor er zu diesem Antrag kam, beobachtete Abby ihn bei einem sexuellen Stelldichein mit einer anderen Frau im Gartenpavillon.Zutiefst gekränkt wies sie ihn damals resolut in die Schranken. Doch die Konsequenzen darauf trafen sie hart. Ihr Großvater strafte sie seitdem mit Gleichgültigkeit und da er immer noch insgeheim auf eine Verbindung der Beiden zu einem späteren Zeitpunkt hoffte, durfte sie auch nie in London debütieren.

Eines Tages jedoch eröffnet er ihr, sie hätte eine Einladung ihrer Patentante nach Bath erhalten und sie in ihrem Namen angenommen. Abby reagiert zunächst mehr als verwundert, weigerte er sich doch vorher jahrelang, sie überhaupt aus dem Haus zu lassen, doch ihre Freunde überwiegt und so macht sie sich auf den Weg zu ihrer Tante. Die Tante ist mehr als erfreut über Abbys Besuch und begleitet sie nun zu den üblichen Vergnüglichkeiten und Soireen. Dabei trifft sie eines Tages unverhofft auf Barton Cavannagh, den Mann, den sie niemals wieder sehen wollte. Sie nimmt zunächst an, er hätte zusammen mit ihrem Großvater bei dieser Begegnung seine Hände im Spiel gehabt und reagiert dementsprechend sehr unterkühlt auf Bartons Begrüßung. Barton ist in Begleitung seiner Schwester Kitty, die Abby jedoch sofort nötigt, mit ihr Freundschaft zu schließen. Durch diese Freundschaft bekommt Abby Barton leider öfters zu sehen, als ihr eigentlich lieb ist. Und bei jeder dieser Begegnungen stellt sie mehr und mehr fest, dass er doch gar nicht so oberflächlich ist, wie sie immer vermutete. Als sie erfährt, dass Barton jedoch aus reinem Zufall in Bath weilt, schließt sie zunächst Frieden mit ihm. Doch was Abby nicht verstehen kann, ist, warum er ihr scheinbar den Hof macht. Denn obwohl sie sich insgeheim doch in ihn verliebt hat, weiß sie durch die Geschehnisse der Vergangenheit ja noch sehr gut, dass er sich doch gar nichts aus ihr zu machen scheint...

Nachdem ich erst vor kurzer Zeit einen sehr schönen MyLady Lords & Ladies Band von Anne Ashley gelesen habe, war ich nun voller Vorfreude auf diesen, aktuellen Roman der Autorin. Doch leider wurden meine Erwartungen jäh enttäuscht. Obwohl der Schreibstil der Autorin gewohnt gut ist und es auch einige sehr humorvolle Dialoge in dem Buch gibt, war es meiner Meinung jedoch etwas zu langatmig. Der Konflikt zwischen den beiden sympathischen Hauptprotagonisten hätte schon viel eher geklärt werden können und löste sich dann am Ende des Buches jedoch sehr schnell (zu schnell) in Wohlgefallen auf. Auch der kleine kriminalistische Nebenplot (verübte Anschläge auf den Helden) war ziemlich unspektakulär. Der Grund, weswegen ich dem Roman jedoch trotzdem eine bessere Bewertung gebe, als eine 3.5, ist, weil ich sämtliche Figuren des Buches (Haupt & Nebenakteure) ziemlich interessant fand. Allen voran die gewitzte, durchtriebene kleine Schwester des Helden, Kitty und die rüstige Patentante der Heldin, Lady Penrose. Und die Dialoge zwischen den Akteuren dieses Romans sind ebenfalls sehr nett geschrieben. Dieser MyLady ist zwar kein „Must-Read“, doch noch empfehlenswert für einen verregneten Nachmittag.

Kurz gefasst: Solide Regencykost ohne große Höhepunkte.


Elenas Bewertung

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Abby löst die Verbindung zu dem Mann den sie heiraten wollte und fällt dadurch bei ihrem Großvater in Ungnade. Sie fristet ein eher bescheidenes und einsames Dasein, bis sie eines Tage überraschend zu ihrer Tante nach Bath reisen darf. Abby erfreut sich an der neuen Situation und den gesellschaftlichen Vergnügungen, als sie plötzlich ihrem Albtraum gegenübersteht: Barton Cavannaght, dem Patensohn ihres Großvaters und besagtem Mann, der sie damals mit einer anderen Frau hintergangen hat. Durch die Freundschaft zu Bartons Schwester sieht sich Abby genötigt ihm öfter als lieb zu begegnen. Sie kann nicht verhindern sich wieder in ihn zu verlieben, obwohl sie genau weiß, dass Barton nichts Tiefes für sie empfindet. Dennoch spricht das Verhalten des Mannes eine ganz andere und verwirrende Sprache…

Ein solider Regency in gewohnt guten Schreibstil der Autorin. Die Charaktere sind sympathisch und die zarte Romanze punktet mit Wortwitz und Esprit.

Leider zieht sich die Story auffällig künstlich in die Länge. Die Protagonisten reden oft widerholt um den heißen Brei herum und die Spannung der kriminalistischen Randstory hält sich auch sehr zurück.

Nicht der beste Regency, den ich gelesen habe aber für Zwischendrin ok.


Ein Gentleman wagt und gewinnt

Anne Ashley

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Originaltitel: Betrayed and Betrothed
Verlag: Mira
ISBN: 978-3899417548
Erscheinungsdatum: September 2010
Genre: Historischer Liebesroman

Klappentext

Im mondänen Kurort Bath, Treffpunkt der feinsten Gesellschaft, begegnet Abbie dem Mann wieder, dem sie einst versprochen war, und den sie in einer zweideutigen Situation erwischte: Barton Cavanagh. Empört weist Abbie ihn ab, als er sie erneut umwirbt. Wie kann er es wagen! Doch dann setzt er sogar sein Leben für sie aufs Spiel. Hat sie ihm damals etwa Unrecht getan?

Quelle: Mira

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