Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

Nachdem sein älterer Bruder ihn des Mordes am jüngsten der Familie Anthony, wird Miles Notley an die Turner Academy verbannt, wo er unter seinesgleichen, ebenfalls von ihren Familien geächteten, leben und nie wieder nach Hause zurückkehren soll.

Doch nicht nur, dass die Akademie das Beste war, was Miles passieren konnte und er dort Freunde fürs Leben gefunden hat, nachdem sein Vater und sein Bruder kurz hintereinander verstorben sind, gehört ihm nun der geliebte Familiensitz.

Weil ihr Vater, der Verwalter des Guts, mehr und mehr seiner Krankheit erliegt, hat Emery Jenson bereits vor einer Weile angefangen, seine Arbeit zu übernehmen. So ist es auch sie, die Miles nun in alles einweihen kann. Und der ist entzückt von ihrem umfangreichen Wissen und ihren Wesen. Während es für Miles ganz normal ist, dass er als Duke alles machen kann, was er will, auch Emery heiraten, so ist sich Emery nicht ganz sicher, ob sie tatsächlich davon träumen, darf Miles Frau zu werden.

Ich hatte mir sehr viel von dieser Serie versprochen, die so sehr meinem Beuteschema entspricht. Ich mag Geschichten, in denen es eine unerwartete Erbfolge gibt und damit dem Helden, der nie am Titel interessiert war, einen solchen schenkt. Zudem fand ich es für diesen 1. Teil spannend, dass Emery als junge Frau, so kompetent und selbstbewusst die Verwaltung des Gutes führt. Der Erzählstil der Autorin war angenehm und kurzweilig zu lesen und die Hauptfiguren Miles und Emery, sowie die Nebenfiguren, waren mir vom ersten Moment an sympathisch. Die Autorin verzichtet darauf, Missverständnisse aufzublasen, sondern räumt Probleme beizeiten aus dem Weg und die Geschichte schreitet gradlinig voran.

Angesichts dieser so hervorragenden Zutaten hat mich es beinahe geschmerzt, dass der Roman trotzdem so furchtbar ereignislos und deswegen im Endeffekt einfach nur langweilig zu lesen war. Ich kann noch nicht einmal genau den Finger darauflegen, was genau das am Ende ausgemacht hat. Vielleicht aber war ich auch einfach ein wenig irritiert, in welcher Frequenz alle möglichen Schwierigkeit aufgetreten sind und wie schnell und wie glatt sie dann auch gleich wieder von der Autorin aus dem Weg geräumt wurden.

Da mir das Thema der Serie, die Figuren und der Stil von Alexa Aston grundsätzlich gefallen haben, werde ich der Autorin auch weiterhin Chancen einräumen mich zu überzeugen.

Kurzgefasst: viele Schnörkel, aber trotzdem eine zu perfekte Geschichte.