Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Bei einer Attacke eines erkrankten Vampirs wird die Hausfrau und zweifache Mutter Jessica so schwer verletzt, dass sie nur noch eine Umwandlung in einen Vampir ‚retten‘ kann. Aber nicht nur Jessica ist das Opfer des kranken Vampirs geworden und als Vampir wieder aufgewacht, sondern mit ihr auch eine Reihe Einwohner von Broken Heart.

Und das alles nur, weil das Konsortium, eine vampirische-menschlich Vereinigung, die dafür Sorge tragen möchte eine bessere Welt für alle Paranormalen zu erschaffen (dies soll aber nicht auf Kosten der Menschen gehen, sonders sich harmonisch einpassen), sich Broken Heart als perfekten Platz für ihre neue Siedlung ausgesucht haben.

Als wäre ihr neues Vampir-Dasein nicht schon stressig genug für eine Mutter mit zwei Kindern, so hat Jessica auch noch ein Problem mit Patrick. Einem uralten Vampir, der zwar ihr Seelengefährte ist und zu dem sie sich hingezogen fühlt, ihn sogar liebt; sich aber aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen in ihrer ersten Ehe, nicht für einen 100jährigen Seelenbund mit Patrick entscheiden kann.

Ich finde es immer wieder spannend in eine neu kreierte Vampirwelt abzutauchen und so hat mich Michele Bardsleys Version ihrer paranormalen Welt ebenso gefesselt, wie die paranormale Welt anderer Autorinnen.

Ich bin kein Leser, der sich leicht in einem fremden Stoff zurecht findet und so brauchte ich auch bei ‚Vampire zum Frühstück‘ eine kleine Eingewöhnungszeit. Dann aber bin ich nur so durch die Seiten geflogen und kann das Buch ohne zu übertreiben mit dem Begriff Pageturner betiteln. Und ganz nebenbei bemerkt; die sehr heißen Sexszenen hatten es mir zusätzlich angetan und mich noch ein Stück mehr an das Buch gefesselt.

Wie bei allen humorigen Büchern ist es so eine Sache, ob der angeschlagene Ton auch auf der Wellenlänge des Lesers liegt. In Mrs. Bardsleys Fall kann ich das für mich nur bejahen. Den Stil möchte ich mit frech und geradeheraus beschreiben. ;-)

Allerdings musste ich lange darüber nachdenken, ob der frech humorige Teil mit den durchaus ernsten Untertönen in dem Buch harmoniert, denn Trauerbewältigung und stark verletzte Gefühle wurden ebenfalls angesprochen.
Letztendlich würde ich auch diese Frage mit ‚Ja‘ beantworten. Es gibt dem Leser die Möglichkeit herauszufinden, dass Jessica nicht nur eine freche vorlaute Ulknudel ist, sondern ein tiefgründiger Charakter, der mit einer Palette an Eigenheiten und Empfindungen ausgestattet ist.

Das Buch ist in der Ich-Form, aus der Sicht von Jessica, geschrieben. Wieder einmal hat mich diese Tatsache nicht gestört – eigentlich erstaunlich, da ich lange Zeit ein Gegner dieser Erzählform war. Die Autorin schaffte es geschickt alle Charaktere mit Tiefe und Persönlichkeit dazustellen, so dass ich die Sichtweise einer weiteren Figur nicht benötigte, um völlig zufrieden gestellt zu werden.

Kurz gefasst: Trotz ‚komischer‘ Vampire sind alle Zutaten vorhanden, um auch einen ‚klassischen‘ Vampirfan glücklich zu machen, der erotische Vampirbisse und orgastischen Blutaustausch mag.

Dines Bewertung 05 Sterne.png

Die Handlung wird teilweise spritzig-witzig erzählt und so sind immer wieder ein paar Knüller zum Lachen dabei. Die Erzählweise der Protagonistin ist sehr humorvoll. Obwohl sie bereits erwachsen und Mutter eines Kindes ist, sind ihre Gedanken ziemlich teenagermäßig beschrieben. Anfangs kam ich damit nicht so recht klar, aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Außerdem betrifft es nur ihre Gedanken, beim Sprechen ist der Erzählstil "normal".

Die Erzählweise ist aus Jessicas Sicht in der Ich-Form geschrieben, so dass man wirklich ALLES von ihr mitbekommt... Da sie sich mit "ihrem" irischen Vampir auch per Telepathie unterhalten kann, wird diese Art der Kommunikation in Kursivschrift dargestellt.

Wann hört Jessica zu zweifeln auf?
Wer sind die Spione im Konsortium?
Und was sind die Wraiths wirklich?

Das sind ein paar wenige Fragen, die mich dazu veranlassten, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und NATÜRLICH auch wegen der erotischen Spannung, die sich immer aufbaut, wenn Jessica und Patrick zusammen sind. Die Kapitel an sich sind sehr unterschiedlich lang und die Charaktere werden meiner Meinung nach gut vor- und auch dargestellt.

Meiner Meinung nach eine echt gute Mischung aus Katie MacAlister und Mary Janice Davidson. Ich mag diesen witzig-erotischen Schreibstil ganz einfach!

Hinten im Buch sind noch zwei Glossare. Das erste ist das Keltische, in der die gälischen Worte erklärt werden, die dem irischen Vampir oft über die Lippen kommen. Das zweite ist Jessicas Glossar, in dem sie alles andere erklärt, was mit dem Vampirdasein zu tun hat. Unter anderem wird auch erklärt, was das Konsortium ist.

Fazit: Mal wieder ein richtig schön-sexy geschriebener Vampirroman den ich jedem, der oben genannte Autorinnen mag, empfehlen kann!

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.tikvas-schmoekertruhe.de.