Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Es ist schon eine Weile her, dass ich den Vorgängerteil „Ein Vampir zum Dinner“ von Michele Bardsleys „Broken Heart“-Serie gelesen habe und dementsprechend schwer fiel es mir mich wieder in der Welt der Autorin einzufinden.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich es nicht empfehlen kann mit „Zum Nachtisch einen Vampir“, dem 3. Teil der Serie, einzusteigen. Zum besseren Verständnis ist es sehr viel sinnvoller die Serie in der Reihenfolge zu lesen.

Trotz meiner anfänglichen Einstiegsprobleme, was die Hintergründe betrifft, habe ich mich von der ersten Seite an sehr gut unterhalten.
Das lag zum einen an dem sehr gefälligen, leicht und locker zu lesenden Schreibstil der Autorin und zum anderen an seiner tollen Hauptfigur: Patricia „Patsy“.

Patsy ist eine wundervolle Figur, die mir schnell ans Herz gewachsen ist. Zitat Patsy: Blond aber nicht blöd!“ ;-)
Sie wirkt vor allem durch ihre allzu menschlichen Probleme mit ihrem Beautysalon und mit ihrem Sohn so sympathisch. Selbst ihre Vergangenheit als Ehefrau eines Alkoholikers kommt sehr real herüber; dafür hat die Autorin im Nachwort eine Erklärung angegeben.

Der männliche Hauptprotagonist Gabriel ist ein Liebesromanheld par excellence: Ein geheimnisvoller sexy Beschützer. Und zusammen ergeben die beiden ein richtig tolles Paar, wenn…

… ja, wenn eine romantische Erklärung dafür gegeben hätte wie und warum sich Patsy in Gabriel verliebt hat. „Es sieht sexy aus“ und „verfügt über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt“ war mir dann doch einfach ein wenig zu dürftig.

Eigentlich aber auch kein Wunder, denn für eine romantische Entwicklung ist theoretisch auch gar kein Platz! Der Inhalt platzt auch so schon aus allen Nähten und hätte leicht ein doppelt so dickes Buch füllen können.

So absolviert man als Leser eine zwar sehr kurzweilig zu lesende, aber doch sehr wilde Achterbahnfahrt, von der einem bis man am Ende des Buches angekommen ist, schon ein bisschen der Kopf schwirrt.

Michele Bardsley spart weder mit Ereignissen noch mit Figuren. Ganz im Gegenteil sie lässt ihrer Fantasie so richtig Lauf und erzählt von einer Vielzahl an paranormaler Wesen, die Vampir-Ahnen und ihre immer wieder eingestreute Geschichte noch gar nicht mit gezählt.

So muss man schon höllisch aufpassen, dass man an Ende noch weiß wer zu den Guten und wer eigentlich zu den Bösen gehört. ;-)

Fazit: Eine wilde, amüsante und kurzweilige „Lese“-Fahrt durch Borken Heart .