Rezensionen

Wildfees Bewertung 04 Sterne.png

Bei Sebastian lag der Hauptaugenmerk auf der Beziehung zwischen Sebastian und Lynnea und der Beschreibung des Sündenpfuhls und seiner Bewohner. Belladonna beschreibt einen anderen Weg. Hier stehen mehrere Beziehungen im Vordergrund, vor allem die inneren Beweggründe der Protagonisten und wie sie damit auf Ephemera einwirken. Da mit Michael, Caitlin und den Bewohnern ihres Teiles der Welt auch neue Begriffe eingeführt werden, ist der Roman streckenweise sehr verwirrend, wenn Begriffe synonym verwendet werden.

Das ist meiner Ansicht nach auch die Achillesferse des Buches: Zu viele unterschiedliche Termini, ein fehlender Glossar um das Verständnis zu erleichtern. Nur geübte Fantasyleser blicken bei dem Roman auf Anhieb durch und können der Handlung folgen. Wie schon bei Sebastian heißt es noch mehr innehalten beim Lesen, kurz nachdenken und weiterlesen.
Faszinierend ist die Welt die Bishop geschaffen hat, auf alle Fälle. Und auch die romantischen Seelen kommen auf ihre Kosten, auch wenn es in Belladonna noch viel weniger um Sexualität geht, als bei Sebastian.

Auffällig ist, dass der Verlag die Covergestaltung doch sehr an die "Dunklen Juwelen"-Cover angelehnt hat, und dadurch der Eindruck einer Fortsetzung der "Dunklen Juwelen" erweckt wird.
Wie schon bei Sebastian gilt auch hier weiterhin der Rat: Erst die "Dunklen Welten" lesen und dann die "Dunklen Juwelen" und vor allem die Reihenfolge beachten!

Kurz gefasst: Gute, ungewöhnliche Fantasy, lesenswert.