Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

Melody schafft es mit Talent und einer sexy Vorstellung ihr Konzept für ihre Sendung „Kitchen Witch“ erfolgreich anzubringen. Und das, obwohl sie zwar Kochsendungen über alles liebt, selber aber eine eher dürftige Köchin ist.

Ein wenig unfreiwillige Hilfe für eine neue TV Karriere hat sie von ihrem Nachbar Logan erhalten. Der alleinerziehende Vater und Produktionsleiter eines TV Senders war ihr etwas schuldig, weil sie auf seinen Sohn aufgepasst hat und deswegen ein Vorstellungsgespräch für einen anderen Job versäumt hat.

In vielerlei Hinsicht bereut Logan es allerdings schon lang sich an Melody gewandt zu haben, als er dringt einen Babysitter brauchte. Diese Frau ist viel zu sexy und definitiv der Typ Frau, von dem er sich geschworen hat, für alle Zeit die Finger davon zu lassen. Und er muss der wandelnden Katastrophe in der Küche auch noch das Kochen beibringen, damit sie mit ihrer Kochsendung nicht total auffliegt.

Kaum ein Buch bisher habe ich so flott gelesen, wie „Hexen mögen’s heiß“. Amüsante Szenen laden zum Schmunzeln ein und vielversprechende Protagonisten reizen dazu immer weiter zu lesen und mehr erfahren zu wollen.

Das erste was mir aber an der Geschichte noch aufgefallen ist, neben der positiven flüssigen Erzählweise, war das der Held Logan, praktisch von der 1. Seite des Buches an rattenscharf auf Melody war und mich diese ständige Erwähnung seiner übereifrigen Libido bereits auf Seite 50 zu nerven begann. Hätte er gleich auf Seite 2 seinem und Melodys Wunsch nachgegeben und wäre intim mit ihr geworden, hätte das vielleicht ein wenig Pepp in die Sache gebracht und Leser und Figuren hätten sich wieder entspannt der Geschichte zuwenden können.

Leider ging für mich dieses Wechselbad beim Lesen zwischen flottem Vergnügen am Buch und bedenklichem Stirnrunzeln weiter.

Sowohl der Held, als auch die Heldin haben ansprechende und liebeswürdige Seiten. Auch Logan als alleinerziehender Vater macht sich wirklich gut. Und doch war ich immer wieder in meinem Sympathien hin und her gerissen.
Dabei sind die Charaktere wirklich vielversprechend: Logan könnte ein wunderbarer geläuterter Bad Boy und Melody die wunderschöne begehrenswerte und quirlige Frau mit dem großen Herzen sein. Aber leider entfalten die Figuren unter Annett Blairs Federführung nie ihre ganzen Möglichkeiten. Sie bleiben einfach zu glatt. Ihnen fehlt es an Ecken und Kanten, die ihren Charakteren Tiefe verschaffen würden.

Ähnlich ging es mir auch mit dem Plot. Die Grundidee ist wirklich gut und in so manchen Szenen kann die Autorin ihr komisches Schreibtalent ganz hervorragend unter Beweis stellen. Aber doch kam mir auch hier alles ein wenig zu reizlos oder vielleicht auch ein wenig wirr vor. (An dieser Stelle muss ich gestehen, dass mir ein wenig die Worte für eine genaue Beschreibung fehlen. Und ich einfach nur versuchen kann mein „Gefühl“ zu deuten.)

Fazit: Und so kann ich zum Schluss nur ein unbestimmtes unbefriedigtes Lesegefühl als Grund angeben, warum ich trotz des flotten und kurzweiligen Erzählstiles und der amüsanten Einlagen nur so wenig Punkte vergeben habe.