Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Der Kreuzzügler Simon wird, bevor er den Dämon Lucan Kivar den Kopf abschlagen kann, von ihm in einen Vampir verwandelt. Doch dieses Schicksal kann rückgängig gemacht werden, wie er von dem Zwerg Orlando erfährt. Er muss nur DEN Kelch finden.

Auf ihrer (Grals-)Suche treffen die beiden Suchenden auf Isabel von Charmot. In den Katakomben ihres Schlosses erhoffen sie wichtige Auszeichnungen zum Aufenthaltsort des Kelch zu finden. Als Gegenleistung, dass Isabel ihnen den Zutritt zu den Katakomben und den Aufzeichnungen ihres Vaters gewährt, soll Simon ihr Schloss vor Feinden und sie selbst vor ungewollten Übergriffen eifriger Freier beschützen.

Und während Simon die Aufzeichnungen über den Kelch aufspüren möchte und versucht der Anziehungskraft von Isabel nicht zu erliegen, geraten die Dinge auf Isabels Land außer Kontrolle. Ein anderes, noch schrecklicheres Wesen als Simon, bringt dort den Tod.

Gefährtin der Finsternis“ ist eine Para-Historical Romance, dessen blutige Geschehnisse, eine düstere Kulisse abgeben und dazu perfekt ins Kreuzzugzeitalter passen.

Der Vampir Simon ist ein verfluchter von seinen Trieben gesteuerter Dämon, für den neben seiner Liebe zu Isabel nichts wichtiger ist, als Erlösung von seinem Schicksal zu erhalten.
In der Regel mag ich es lieber, wenn die (guten) Vampire mit Stolz das sind, was sie sind und nicht ständig mit ihrem dämonischen Schicksal hadern. Im Fall von Lucy Blues „Gefährtin der Finsternis“ fügt es sich jedoch perfekt in die Geschichte ein, dass der Held Simon nichts lieber täte, als sein verfluchtes Dasein ablegen zu können, anstelle für immer und ewig fröhlich dem Vampirleben zu frönen; zumal von Anfang an klar gestellt wird, dass es nicht gerade ein Vergnügen ist Vampir/Dämon zu sein.

Ich fand es sehr spannend zu lesen auf welche Weise Lucy Blue mit dem Vampirthema umgeht und welche Art Hintergrundgeschichte sie für ihre Figuren entwickelt hat. Leider bleiben am Ende einige grundlegende Fragen, sowie die Schicksale von bereits eingeführten Charakteren vollkommen offen.
Ja, selbst das Schicksal von Isabel wird nicht klar umrissen (ganz zu schweigen davon, dass das Ende derart schnell über einen hereinbricht, dass man kaum begreifen kann, dass die Geschichte an dieser Stelle zu Ende ist); so blieb mir als Leser nur zu vermuten, was mit ihr passiert ist, wobei ich mit meiner Version natürlich genauso daneben liegen könnte.

Trotz kleiner Kritik hat die Autorin Lucy Blue mit „Gefährtin der Finsternis“ einen interessanten Serienauftakt geschrieben, der auf eine ganz neue Art über die Verfluchten, die als Vampire ihr Dasein fristen müssen, berichtet. Perfekt für die Leser, die sowohl Ritterromances als auch Paranormals lieben.