Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Nachdem sein Bruder Colin in einen tiefen Schlaf gefallen ist und einer unbekannten Zukunft entgegenstrebt, muss sich Malcolm MacKinnon mit seinen Zweifeln an seiner Entscheidung herumplagen. Er weiß weder, ob der Zauber der Druidin Vanora gelingen wird, noch wie er mit seinem Blutschwur, die Tochter der Hexe zu seiner Braut und zur Lady von Ghlas Thur zu machen, umgehen soll.

Zumal seltsames mit ihm geschieht. Bis der Zeitpunkt naht, um seinen Eid zu erfüllen, steht er nahezu neben sich. Gedrängt durch einen Zwang Coira, die Tochter der Hexe, mit seinem Leben zu beschützen. Tatsächlich verletzt er in seinem Drängen Coira zur Hilfe zu eilt tödlich.

Coira hat keine Ahnung, was ihre Mutter da für sie arrangiert hat, als sie auf den schwerverletzten Laird der MacKinnons trifft. Doch sie weiß, dass es unmöglich ist, sich gegen den Blutschwur zu wehren. Coira fügt sich ihrem Schicksal, sie heilt Malcom und begibt sich ihrerseits in eine unbekannte und womöglich gefährliche Zukunft, in einem fremden Clan.

Jillian Bondarchuks „The Oath“ ist der 2. Teil der „The Grey Tower Chronicles“ und die Autorin weiß darauf hin, dass die Geschichte zwar als Stand alone gelesen werden kann, jedoch mehr Sinn ergibt, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dem schließe ich mich an. Hinzufüg möchte ich noch, dass all das, was vielleicht in „The Shield and the Thistle“ nicht so viel Sinn ergibt, mit dem Wissen aus „The Oath“ zu einer runden stimmigen Geschichte wird. Damit relativiert sich ein Teil meine Kritik an „The Shield and the Thistle“.

Dieser 2. Teil arbeitet nun die Problem Malcoms auf, der an seine Entscheidung über Colins Kopf hinweg zweifelt. Die Autorin erklärt damit Malcoms Zurückhaltung, bzw. sein abweisendes Verhalten Coira gegenüber. Jillian Bondarchuk dehnt diesen Teil jedoch maximal, was ich zum Ende hin ein wenig anstrengend zu lesen fand. Insbesondere da sogar Malcom zugibt, dass er besser schon Monate vorher seinen Dickkopf und seine Zweifel begraben hätte haben sollen und sich Coira zuwenden. Jepp, da kann ich ihm nur zustimmen.

Und natürlich hat die Autorin recht Coira, die aufgrund ihrer Erfahrungen viel Zeit braucht, um sich dem Clan der MacKinnon und Malcom zu öffnen, diese auch zu geben. Trotzdem hatte ich, wie auch schon beim 1. Teil, in der Mitte der Geschichte einen rechten Durchhänger und habe das etwas zu dick aufgetragene Finale erneut lediglich überflogen.

Grundsätzlich hat mir Malcoms und Coiras Geschichte besser gefallen als die von Malcoms Bruder. Die Magie hat sich für meinen Geschmack besser in die Geschichte eingefügt als die Zeitreise-Thematik, des 1. Teils.

Kurzgefasst: eine Geschichte voller Magie, mit interessanten Charakteren, die jedoch im Mittelteil etwas zu lang war und am Ende, für meinen Geschmack, ein wenig zu dick aufgetragen hat.