Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

In "Das Tarot der Engel" gibt es ein Wiedersehen mit Lunetta van Berck, die man schon aus "Das Geheimnis der Tarotspielerin" kennt. Doch sie spielt nur am Rand eine Rolle.

Was ihr ergänzend zum Klappentext noch wissen solltet: Viel wichtiger sind Samuel, der Sohn von Lunetta, sowie ihr Ehemann Lambert van Berck. Lambert arbeitet für Jehan Scheyfve, seines Zeichens der spanisch-katholische Botschafter, der schon unter Katharina von Aragon am Hofe diente und der Treu zu Edward steht. Und mit dieser Treue ist er automatisch der Gegenspieler von Lord Dudley, der seinerseits gerne alles und jeden manipuliert um am Ende seinen persönlichen Wunschkandidaten auf den Thron sehen will….

Auch das Mündel von Lord Dudley, Cass Askew, wird für seine Intrigen eingespannt, dabei hat sie schon einiges in ihrem Leben erlebt und hätte eine Rettung von diesem Übeln eigentlich verdient! Diese findet sie dann zum Glück in dem Straßenjungen Nat, der ihr in verschiedenen Situationen hilft und in Samuel. In ihm findet sie auch endlich die Liebe, von der sie bisher immer nur enttäuscht wurde.

Enoch der Seher oder Prophet ist eine Figur, die mal das eine und dann wieder das andere zu sein scheint und er hat seine ganz eigenen Pläne....

Die Autorin Marisa Brand hat mit "Das Tarot der Engel" eine wirklich tolle Fortsetzung geschrieben. Ja, ich würde sogar behaupten, dass die Autorin immer besser wird. ;-)

Fesselnd wie ein Krimi geschrieben konnte ich kaum aufhören zu lesen, zudem wusste ich auf den ersten Blick nicht wer Gut und wer Böse ist, was die Spannung noch entschieden gesteigert hat.
So war ich also von der ersten Seite an schon mittendrin in den Straßen von London und am mitfiebern; auch wenn die ersten 1-3 Seiten wirklich nichts für zarte Gemüter sind.

Die Figuren sind vielschichtig und lebensnah beschrieben und mir schnell ans Herz gewachsen. Vor allem Cass und Samuel machen es einen leicht sie zu mögen, aber auch Nat ist liebenswert und eine ebenso geniale Figur. Einzig das ständige Fluchen des "Straßenkinds" Nat stört auf die Dauer etwas – doch passt es natürlich sowohl in die Zeit als auch zu Nat‘s Rolle, so dass man dennoch geneigt ist dies großzügig zu überlesen. ;-)

Besonders lobend möchte ich das Nachwort erwähnen, dort werden einige der Figuren erläutert, sowie auch eine Zusammenfassung der Geschichte von Edward VI und den Tudors.

Spannend und sehr mitreißend geschrieben war das Spiel um die Macht im "Tarot der Engel" für mich persönlich ein absoluter Lesegenuss.
Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn es ein Wiedersehen mit Lunetta, Cass und Samuel, sowie Nat geben würde.