Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 05 Sterne.png

Als Marguerite von König schwanger wird und ihn mit folgenschwerer Naivität bittet, sie zu heiraten, zieht der König nun die Notbremse in Gestalt des Ritters Orrick of Sillioth. Kaum hat Marguerite entbunden und das Kind in die Obhut ihrer Schwester, einer Nonne, ins Kloster gegeben, findet die Hochzeit statt. Lord Orrick und seine Mutter sind zunächst alles andere als begeistert, dass die Braut eine ehemalige Mätresse des Königs ist. Marguerites Schönheit betört Orrick und er bemüht sich insgeheim, das Beste aus der Ehe zu machen. Doch als sie frisch verheiratet zu seinem Besitz zurückreiten, fällt es dem Ritter immer schwerer, seinen Vorsatz einzuhalten, denn Marguerite verhält sich sehr distanziert und hofft immer noch, der König würde sie eines Tages zurück an den Hof beordern. Sie schreibt ihm unzählige Briefe, in denen sie sich bitterlich über den Ritter und die Behausung beschwert. Irgendwann schließen die beiden aber doch eine Art Waffenstillstand und aus Freundschaft scheint auch plötzlich Liebe zu entstehen. Doch dann trifft plötzlich die Antwort auf Marguerites Bittschriften ein. Sie soll zurück zum Königshof kommen. Das, was Marguerite vor nicht allzu langer Zeit erhofft hatte, scheint nun nahe, doch mittlerweile ist ihr Herz an Sir Orrick vergeben...

Ich habe mir diesen Roman gekauft, weil ich die Idee interessant fand, diesmal eine nicht jungfräuliche Heldin, in eine Geschichte einzubauen. An sich ist der Roman auch ein netter Zeitvertreib, doch auch nicht mehr. Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten können auf nur 256 Seiten auch nicht vollkommen ausgearbeitet wirken und besonders Marguerite fand ich streckenweise sehr unsympathisch. Ihr unverschämtes, egoistisches Verhalten dem Helden gegenüber war wirklich schon etwas zu viel des Guten und irgendwann hatte ich nur noch vollstes Mitleid mit ihm, weil er mit solch einer "Schreckschraube"
verheiratet war. Jedoch gab sich ihr schlechtes Benehmen ab der zweiten Hälfte des Buches und auch die Erklärung für ihr Verhalten war recht plausibel beschrieben. Was ich nicht nachvollziehen konnte, war, dass sie ihr Kind zunächst ohne Gewissensbisse abgeben konnte und erst, auf den letzten Seiten des Buches, Muttergefühle bekam...