Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Isobel hat sich in den attraktiven Highlander Athdar MacCallum verliebt, doch dieser gehört gerade nicht zu den Männern, die sich ihr Vater Rurik für sie vorstellen könnte. Denn Rurik und Athdar dulden sich zwar, mögen sich seit einem Zwist vor Jahren jedoch nicht besonders. Als Jocelyn, die Schwester Athdars, die mittlerweile mit Connor MacLerie verheiratet ist, davon erfährt, schmiedet sie sogleich Pläne, um ihren bereits mehrfach verwitweten Bruder, der so viel Pech in seinem Leben hatte und Isobel zu verkuppeln. So schickt Jocelyn Isobel zusammen mit ihrer Mutter zum Stammsitz der MacCallums, um vorgeblich dringend benötigte Heilkräuter für den Clan der MacCallums dort abzugeben.

Während ihres Aufenthaltes dort, kommen sich Athdar und Isobel langsam näher, doch Athdar zögert, Isobel um ihre Hand zu bitten, da er fürchtet, dass auf ihm ein Fluch lastet, der ihm all seine Frauen nimmt.
Nach einer durchgezechten Nacht jedoch, kompromittiert er Isobel und so beschließen sie ein Handfasting um Isobels Ruf wiederherzustellen. Doch Isobel würde zu gerne für immer mit Athdar zusammenbleiben und seine Sorgen und Alpträume, die ihn in der Nacht heimsuchen, vertreiben. Wird Athdar das Risiko eingehen, womöglich seine frisch angetraute Frau durch den Fluch zu verlieren?

Nach zahlreichen Vorgängerbänden und Short Stories, geht die Serie um die MacLeries nun bereits in die zehnte Runde. Ich muss zugeben, dass ich nicht alle Teile dieser Serie gelesen habe; was vor allem für die Kurzromane gilt. Hier jedoch bin ich wieder eingestiegen, weil ich so neugierig war auf Athdars Geschichte. Athdar war mir bereits in einigen anderen Geschichten als Nebenfigur aufgefallen und ich war neugierig darauf zu erfahren, welche dunklen Geheimnisse er mit sich herumträgt.
Mit Isobel hat die Autorin dem düsteren Krieger eine junge Frau zur Seite gestellt, die sehr offen und ehrlich durchs Leben geht und fürchtet, Athdar würde immer noch das kleine Mädchen von einst in ihr sehen. Natürlich ist das nicht so, doch der angebliche Fluch der auf dem Krieger zu lasten scheint, hat ihn zu einem fast gebrochenen Mann gemacht und er fürchtet, dass er Isobel mit ins Unglück ziehen würde, falls er sie heiratet. Seine Ängste sind absolut nachvollziehbar geschildert worden und auch ein weiteres dunkles Kapitel aus früheren Zeiten seines Lebens, sorgt dafür, dass man Athdars Ansichten verstehen kann. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich dennoch relativ schnell und sorgt für das gewisse Knistern zwischen dem Paar, so dass auch beim Lesen bei mir der Funke übersprang und ich das Heldenpaar schnell in mein Leserherz schließen konnte.

Jedoch hat der Roman leider auch gewisse Schwächen, die für Punktabzüge meinerseits gesorgt haben. Der Handlungsstrang um Athdars Fluch (und an dieser Stelle kann ich leider nicht deutlicher werden, weil ich sonst zuviel verraten würde) wurde mir ein wenig zu lieblos und vor allem recht durchsichtig abgehandelt. Zudem fügt sich auch alles andere ein wenig zu unspektakulär zum Guten. Selbst der „Showdown“, gegen Ende des Romans, war für meinen Geschmack viel zu knapp geraten, was in dem Fall, wenn die Autorin hier ein wenig mehr Zeit und Ideen investiert hätte, ganz anders ausgesehen hätte. So ist „Der Highlander und die stolze Schönheit“ zwar keine schlechte Historical Romance, jedoch fehlte mir für eine bessere Bewertung einfach ein wenig mehr Hintergrund.

Kurz gefasst: Ansprechende Highlander Romance, jedoch leider mit gewissen Schwächen.