Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

"Der Kuss des Spions" ist eine Geschichte, die sich in der Hauptsache mit der Entwicklung der Gefühle ihrer Protagonisten beschäftigt. Zwar ist die Anziehungskraft zwischen den Figuren Kate und Kit auf jeder Seite zu spüren, dennoch bleibt die sexuelle Beziehung der Beiden eher im Hintergrund und beschränkt sich auf eine Nacht, die relativ kurz abgehandelt wird.
So bekommt die Geschichte durch ihre genaue Beobachtung der Figuren und ihrer Gefühle einen Hauch von "Jane Austen"-Charme, der sie zu einem ganz besonderen Lesevergnügen macht.

Connie Brockways Figuren sind, wie so oft in ihren Geschichten, wirklich spannende und höchst lebendig beschriebene Charaktere. Diese sind nicht so leicht zu durchschauen und fesseln den Leser mit ihrer geheimnisvollen Art von der ersten Seite an.
Das gilt auch für die Hauptcharaktere. Und obwohl auch Kate, eine taffe Frau, mit nachvollziehbaren Schwächen, eine wirklich tolle Figur abgibt, so hat mich doch Christian "Kit" McNeill mit seiner rauen und fürsorglichen Art, die irgendwo zwischen Straßenköter und Gentleman liegt, bezaubert. Diese Gegensätze in einer Figur vereint zu sehen, war einfach interessant zu lesen.

"Der Kuss des Spions" besitzt jedoch auch einige erstaunliche Entwicklungen, wie etwa dass der Bösewicht einen ziemlich komplizierten Plan ersinnt, den ich irgendwann mittendrin aufgehört habe verstehen zu wollen, oder dass eine verarmte Adelige und ein Sohn einer Hure, der nicht etwa ein Vermögen gemacht hat, sondern fast annähernd so mittellos ist wie seine Braut, heiraten, und dass am Ende der Geschichte, die Probleme des Paares durch den Fund eines Schatzes mit einem Schlag geklärt werden.
Doch auf keinen Fall sollte man sich von diesen vielleicht irritierenden Details stören oder abschrecken lassen.

"Der Kuss des Spions" ist die gefühlvoll erzählte Liebesgeschichte, zwischen zwei höchst unterschiedlichen, aber sehr mutigen Charakteren.