Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Auch den 2. Teil der "Rose Hunter"-Trilogie "Spion meines Herzens" habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Erfreulicherweise erzählt die Autorin Connie Brockway in diesem Teil eine völlig andere Geschichte als im Vorgänger; so kam man, im Gegensatz so manch anderer Serie, die Bücher der "Rose Hunter"-Trilogie ohne sich zu langweilen, hintereinander weg lesen.

Vielleicht waren die Figuren, insbesondere der Held Ramsey Munro, von ihren Charakteren her nicht so eindrucksvoll wie die Figuren im 1. Teil der Serie (deswegen auch die ein klein wenig schlechtere Bewertung), doch waren auch sie auch spannend gezeichnet.
Wiederum stand die Entwicklung ihrer Gefühl im Vordergrund und obwohl bereits von den ersten Seiten an zwischen den Protagonisten die Funken fliegen, so ist der in den Geschichten fließende erotische Anteil doch eher zurückhaltend beschrieben.

Noch mehr als die Figuren, haben mich jedoch die wirklich toll beschriebenen Fechtszenen gefesselt. Zusammen mit den Erklärungen über den Kapiteln, ergaben sie die richtige Untermalung für eine stimmige Atmosphäre.

Wie schon im Vorgänger, gab es auch in diesem Teil Wendungen, die mich doch ziemlich überrascht, wenn nicht gar irritiert haben. So hat es mich doch ein wenig umgehauen, als Helena so plötzlich beschlossen hat, des Nachts in Rams Schlafzimmer auftauchen und sich ihm als Mätresse hinzugeben. Desweiteren konnte ich so gar nicht nachvollziehen, warum sie ihrerseits so einen Terz macht, weil Ram ihr nicht auf den Kopf zugesagt hat, wer sie wirklich ist, sondere ihr die Möglichkeit gelassen hat , Abenteuer zu spielen. Auch die Erklärung warum Ram das Erbe seines ungeliebten Großvaters antritt, war mir einfach zu dürftig und kam für mich recht überraschend.

Romantisch, fesselnd und höchst kurzweilig - trotz kleiner Kritikpunkte Liebesromanunterhaltung in ihrem besten Sinne.

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Vor vielen Jahren wurden vier Jungen in einem Kloster aufgenommen und von einem Mönch auf ihre zukünftige Tätigkeit für die englische Krone vorbereitet. Sie sollten in Frankreich Napoleon ausspionieren, doch sie wurden verraten und wurden zum Tode durch die Guillotine verurteilt. Nachdem der erste der „Bruderschaft der Rose“ zum Schafott geführt wurde, gab sich ein englischer Offizier freiwillig in französische Gefangenschaft um die drei Überlebenden auszulösen und zu retten. Der Plan gelang und die jungen Spione wurden freigelassen. Der Offizier gab dafür sein Leben. Im Gegenzug versprachen die drei Männer nun einen feierlichen Eid. Sie würden alles in ihrer Macht stehende tun, um die Familie des Offiziers in Zukunft zu beschützen....

Ramsay Munro, einer der vier Spione und Mitbruder, hegt schon seit langer Zeit eine geheime Vorliebe für eine der Töchter des Offiziers Nash. Ihre Schönheit betört ihn seit Jahren, doch da er nur ein Bastard ohne jeglichen Anspruch auf einen Titel ist, sieht er keine Möglichkeit, sich Helena zu nähern. Eines Nachts begibt er sich in die Vauxhall Gardens. Dabei trifft er auf eine Gruppe junger Männer, die sich mit einer Frau in Männerkleidung und Gesichtsmaske, vergnügen wollen. Doch diese junge Frau findet keinesfalls Gefallen daran, von den Männern bedrängt zu werden. Es gelingt Ramsay in letzter Minute, sie vor ihnen zu retten. Verblüfft muss Ramsay jedoch feststellen, dass er Helena Nash vor sich hat. Trotz ihrer Maskerade erkennt er sie sofort an ihrer Körperhaltung und Stimme. Doch sie gibt sich ihm auch nach ihrer Rettung seltsamerweise nicht zu erkennen- ein Umstand, der ihn sehr neugierig macht. Sie erzählt ihm, dass sie sich mit einem Mann treffen muss und sie die pure Abenteuerlust in die Vauxhall Gardens getrieben hat. Ramsay glaubt ihr jedoch kein Wort, allerdings kann er sich der gegenseitigen Anziehungskraft kaum entziehen und er raubt Helena schließlich einen Kuss. Helena ist nach diesem erotischen Zwischenspiel mehr als verwirrt und aufgewühlt, denn auch sie fand Ramsay immer schon insgeheim sehr anziehend.

Ihre Mission, dem Mann einer guten Freundin eine wichtige Mitteilung zukommen zu lassen, lässt sie jedoch einige Abende später abermals mit Ramsay zusammen treffen. Und auch diesmal sprühen die Funken zwischen den beiden, doch Helena weigert sich erneut, ihm ihre wahre Identität zu enthüllen und Ramsay schweigt weiter. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Helena, die als Gesellschafterin bei Lady Tilpot, lebt, wird seit geraumer Zeit von Lord DeMarc, einem Adligen, der oftmals zu Gast im Hause Lady Tilpots ist, bedrängt. Sein Verhalten ist jedoch äußerst ungewöhnlich und als er sie eines Nachts, als sie von einer ihrer „Missionen“ zurückkehrt, abfängt und sie bedroht, weiß sie sich keinen anderen Ausweg mehr, als Ramsay Munro zur Hilfe zu bitten. Er, der ein begnadeter Fechter ist, soll ihr die Kunst der Verteidigung beibringen, denn keiner sonst scheint ihr Glauben zu schenken, dass sie verfolgt wird. Wird Ramsay ihr helfen und kann er helfen, die drohende Gefahr abzuwenden?

Dies ist nun der zweite Teil der spannenden „Im Zeichen der Rose“ Trilogie von Connie Brockway. Obwohl schon der Vorgängerband sehr gut war, gefällt mir dieser Band doch noch um einiges besser. Denn neben dem wunderbaren Schreibstil der Autorin, wird hier die Geschichte, des für mich interessantesten Charakters der Reihe erzählt- die von Ramsay Munro, einem Bastard von adliger Herkunft, der als Meister der Degenkunst gilt und der in seinem eigentlich noch jungen Leben, schon einige arge, Tiefschläge verarbeiten musste.

Die Heldin dieses Romans ist Helena Nash, Tochter von Ramsays damaligem Lebensretter, die zwar in der Gesellschaft als kühle, unnahbare Frau gilt, doch in Wirklichkeit alles andere als kalt und berechnend ist. Um ihrer einzigen Freundin zu ihrem Liebesglück zu verhelfen, verkleidet sie sich abenteuerlustig als Mann und sucht den Geliebten ihrer Freundin in den Vauxhall Gardens; nicht ahnend, dass ihre Maskerade doch sehr leicht zu durchschauen ist und dass sie ausgerechnet dort auf Ramsay Munro trifft.

Helena ist eigentlich, trotz ihrer selbstbewussten Art, eine sehr einsame Frau. Und als sie von Ramsay das erste Mal geküsst wird, geht ihr erst auf, was sie durch ihre bisher sehr zurückhaltende Lebensart, alles an Lebensfreude verpasst. Ramsay dagegen weiß schon vor seinem ersten Kuss mit Helena, wie sehr er in sie verliebt ist, doch er denkt, dass sie niemals einwilligen würde, seine Frau zu werden, denn er glaubt seit einer früheren Enttäuschung, dass die Frauen ihn nur als feurigen, gutaussehenden Liebhaber begehren und nicht als Ehemann.

Die Annäherung und die gemeinsamen Gespräche der Beiden gingen mir sehr unter die Haut. Die Rahmenhandlung war durch Helenas Verfolger und dem ehemaligen Verräter, der „Bruderschaft der Rose“, der auch in diesem Buch sein Unwesen treibt, ebenfalls sehr spannend und ich konnte das Buch nicht eher weglegen, bis ich die letzte Seite gelesen habe.
Auch die Fechtszenen waren wunderbar und haben mich sehr begeistert.

Kurz gefasst: Ein historischer Liebesroman, wie er besser nicht sein kann! Einer der besten Romane die die Autorin je geschrieben hat und für mich ein Buch mit Keeper- Status! Unbedingt lesen und nicht verpassen!