Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

Lady Jane Roxdale steckt in der Klemme, zwar ist sie endlich frei von ihrer unglücklichen Ehe und eine reiche Witwe, doch droht ihn nun der Verlust ihres geliebten Pflegekindes Luke Black, der vom Haushalt des ehemaligen Lord Roxdales aufgenommen wurde. Denn neben dem Anwesen Lanzeby wurde dem Erben Constantine Black, dem aktuellen Lord Roxdale, auch die Vormundschaft über Luke zugesprochen. Da jedoch Constantine gleichzeitig auch ohne Geld dasteht, gibt es für Jane nur eine Lösung, eine Vernunftheirat, für Luke, gegen ihr Geld.

Doch auch wenn Jane auf Constantine äußerlich anziehend wirkt, so ist er sich doch nicht sicher, ob er sich an die Eiskönigin bin will. Vor allem wo er in der Vergangenheit mehr als einen Skandal riskiert hat um eben keine ungeliebte Verbindung eingehen zu müssen. Er will für seine Persönlichkeit geliebt und geheiratet werden und nicht wegen eines Handels, auch wenn er aus finanziellen Gründen noch so wichtig für ihn wäre.

Dieser 1. Teil der „Ministry of Marriage“-Serie war meine erste Begegnung mit der Autorin Christina Brooke – und, ich bin mir zwar noch nicht sicher, doch vermutlich auch die letzte.

Ich fand „Der Lord ihres Herzens“ als recht anstrengend zu lesen, was vor allem an den Hauptcharakteren und ihrem Verhalten lag. Trotz nachvollziehbarer Gründe, konnte ihre Sprunghaftigkeit und ihre Launen einfach nicht nachvollziehen. Das ging sogar so weit, dass ich mit Constantine und Jane, trotz ihrer sympathischen Züge, einfach nicht warm geworden bin.

Dabei konnte ich durchaus verstehen, warum sie sich so verhalten: Jane, als das brave Mädchen, das ist, muss es schwerfallen sich von alten (negativen) Erfahrungen zu lösen und keine Angst vor neuen zu haben. Und es war auch nachvollziehbar, warum Constantine es so schwer hatte, wenn alle nur zu bereit waren, das schlimmste anzunehmen. Doch damit, wie die Autorin diese Themen angegangen ist, konnte ich nur wenig anfangen.

Was für ein Glück, dass es in diesem Kammerspiel auch noch die Mitglieder des „Ministry of Marriage“ gab, die im Hintergrund ihre Familienangelegenheiten regeln, wenn auch sie damit recht eigennützige Ziele verfolgen. Der Duke of Montfort, Lady Arden und der Duke of deVere bringen zumindest etwas Schwung, und so was sie Verstand, in die Geschichte.

Kurz gefasst: Als Hintergrundidee geschickt gestaltet und im Kern auch eine unterhaltsame Geschichte, so wurde ich doch, mit den Hauptcharakteren und ihren Launen nie so richtig warm um das Buch wirklich genießen zu können.