Rezensionen

Name Bewertung 05 Sterne.png

Die junge Druidin Myra MacCoinnich ist in Gefahr – zumindest so lange sie in ihrer Zeit, im Schottland des 16. Jahrhundert bleibt. So hat es ihre Mutter, Lora in einer Vision gesehen. Um sie zu schützen, beschließt die Familie, dass sie in die Zukunft reisen muss. In die Zukunft aus der ihre Schwägerin Tara kommt.

Und Tara ist es auch, die alles Notwendig beibringt und mit Myra einen Plan ausarbeitet. Myra soll eine Teil-Amnesie vorgeben und dann Taras Schwester Lizzy, als Kontakt angeben.

Dass Myra dabei auf den Polizisten Todd stößt, ist ihr Glück und ihr Pech. Todd kommt die ganze Sache, nämlich verdächtig vor. Und doch kann er Myra nicht einfach sich selbst überlassen. Dazu knistert es einfach zu sehr zwischen ihm und Myra.

Auch Lizzy kennt das selbstgewählte Schicksal ihrer Schwester nicht, glaubt diese weiterhin verschollen und ist nicht minder skeptisch was Myra Erzählungen betrifft. Erst als sich alle, Myra zuerst, später dann auch Lizzy und Todd, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, in der Vergangenheit wiederfinden können sich die Gefühle klären.

Dieser 2. Teil von Catherine Bybees Time Travel Saga hat mir sehr viel besser gefallen als der 1. Zwar nutzt die Autorin auch hier wieder einig Liebesroman-Klischees, die mich mitunter zum Augenrollen bringen, aber irgendwie empfand ich diesmal alles stimmiger.
Vielleicht lag es daran, dass es eben viel einfacher ist, eine junge und gut behütet aufgewachsene Protagonistin, aus dem 16. Jahrhundert als ein wenig naiv zu akzeptieren, als eine von heute.

Dasselbe gilt natürlich auch für männliche Charaktere und den umgedrehten Fall. So ist es für mich viel eingänglicher, mir Todd im 16. Jahrhundert vorzustellen, als Duncan (1.Teil der Serie) im modernen Amerika.
Um es kurzzumachen, ich fand „Ein unwiderstehlicher Gentleman“ sehr viel stimmiger und spannender zu lesen, als den Vorgänger „Eine widerspenstige Braut“. Und ich fand es durchaus spannend zu sehen, dass mir bisher die Variante, sie reist in die Zukunft und er in die Vergangenheit besser gefallen hat.

Kurz gefasst: ein unterhaltsamer und stimmiger Teil der „MacCoinnichs Time Travel“-Serie, mit sympathischen Figuren und einem spannenden Verlauf.