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Nicoles Bewertung

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Lorinda Lucas, eine Kriminalautorin, hat sich genau wie viele ihrer Kollegen der schreibenden Zunft von einem weitläufigen Bekannten dazu überreden lassen ein Häuschen zu besonders günstigen Konditionen für sich und ihre beiden Katzen „Hätt ich’s und „Nur gewusst“ in dem beschaulichen Dörfchen Brimful Coffers zu kaufen. Trotz ihrer vielen Gemeinsamkeiten sind sich nicht alle Schriftsteller untereinander grün und das trotz der vielen Veranstaltungen und Parties bei Plantagenet Sutton, der ebenfalls kürzlich eine Wohnung in dem Dorf bezogen hat. Keiner der Autoren traut sich gegen Plantagenet Sutton aufzubegehren, denn er ist ein gefürchteter Kritiker und alle fürchten, dass er ihr kommendes Werk in der Luft zerreißen würde, wenn sie seine Party boykottieren und so dulden sie stillschweigend seine Bösartigkeiten bis sich plötzlich Unglücksfälle und sogar Morde in dem Dorf anhäufen. Und zu allem Überfluss werden Lorinda, Macho Maggee und ihre Schriftstellerkollegin Freddie auch plötzlich noch von ihren eigenen Romanfiguren verfolgt, die doch eigentlich nur fiktiv sind…

Aufgrund des interessanten Klappentextes und der niedlichen Katze auf dem Cover des Romans zögerte ich nicht lange beim Buchkauf, doch leider habe ich meinen Kauf spätestens beim Lesen bitter bereut. Ich will nicht sagen dass ich das Buch abgrundtief schlecht fand, so ist es nicht, doch leider gab es einige Dinge innerhalb der Story die mich so sehr gestört haben, dass diese es mir sehr schwer gemacht haben überhaupt weiter zu lesen.

Punkt 1 war, dass man als Leser zunächst einfach erschlagen wird von Haupt und Nebenfiguren, denn in dem Dörfchen tummeln sich unglaublich viele Akteure und da sie alle den gleichen Job haben und meiner Meinung nach etwas blass und eindimensional beschrieben wurden, hatte ich einige Probleme damit alle auseinander zu halten.

Punkt 2 der mich gestört hat, war, dass Marian Babson sich in kleinen Nebenkapiteln den drei Romanheldinnen von Lorinda widmet, sprich, man wird als Leser Zeuge, wie Lorinda sich in schriftstellerischer Hinsicht ihrer Romanheldinnen entledigen will, weil sie einfach keine Lust mehr darauf hat, weitere Fortsetzungen zu schreiben und ihre Romanfiguren nicht mehr mag. Auch das hätte eine witzige Idee sein können zumal Lorinda sich plötzlich von ihren Romanfiguren im wirklichen Leben verfolgt fühlt, doch leider waren auch die fiktiven Charaktere Lorindas langweilige, farblose Figuren und so habe ich diese Kapitel irgendwann nur noch quergelesen.

Punkt 3 war, dass ich zwar eine gemächliche Krimihandlung erwartet habe, dass sie sich jedoch so träge und vor allen erst auf den letzten 100 Seiten ausbreitet, hatte ich nicht vermutet. Sicherlich, es wird dann irgendwann spannender und ich war auch neugierig, wer den Schriftstellern nach dem Leben trachtet, doch meinen Gesamteindruck vom Roman konnten auch gewisse Spannungselemente zum Schluss nicht mehr aufwerten.

Punkt 4 war, dass ich angenommen hatte, dass die Katzen in diesem Roman nicht nur nette Staffage sind, sondern irgendeine Rolle innerhalb der Story einnehmen; schließlich wird es einem allein vom Cover her einsuggeriert; doch bis auf die Tatsache dass die Katzen schlafen, sich putzen und sich schnurrend kraulen lassen, treten sie nicht großartig in Szene, was mich einfach enttäuscht hat. Zusammengefasst fand ich persönlich diesen Roman sehr sehr zäh und langatmig zu lesen und habe mich regelrecht durchgequält.

Kurz gefasst: Interessante und außergewöhnliche Ausgangssituation aber leider recht mäßig und langweilig umgesetzt.


Die Katze mit den sieben Leben

Marian Babson

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Originaltitel: Miss Petunia's Last Case
Verlag: Weltbild
ISBN: 978-3868003086
Erscheinungsdatum: 2011
Genre: Krimi

Teil einer Serie: Brimful Coffers

Klappentext

Als die bekannte Schriftstellerin Lorinda Lucas eine beliebte Romanfigur sterben lässt, scheint diese plötzlich in der Realität aufzutauchen, um sich zu wehren. Bald darauf geschieht in der beschaulichen englischen Schriftsteller-Kolonie Brimful Coffers eine Reihe von merkwürdigen Unfällen und nicht nur Lorindas gewiefte Katzen müssen um ihr Leben fürchten.

Quelle: Weltbild

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