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Schnees Bewertung

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„Ich hexe mir einen Mann“ von Kathleen Bacus ist ein amüsanter, kurzweiliger Roman der mit einem Hauch von Magie besticht. Diese Magie kommt nicht in Form zauberhafter Hexenkräfte daher, sondern liegt eher in den kleinen Dingen behaftet und bewirkt etwas ganz Großes für die Charaktere des Buches.

Debra, die sich anfangs dagegen wehrt das ihr erfundener Freund plötzlich Wirklichkeit wurde, ist nicht nur entsetzt darüber, dass ihr Angebeteter ausgerechnet ein Anwalt ist und sie diese Spezies so rein gar nicht ausstehen kann, sondern auch noch geradezu empört darüber, dass ein Mann daherkommt und so tut als ob er mit ihr zusammen ist. Das kann ja gar nicht sein, denkt sich Debra, denn schließlich stammt Mr.Right aus einem Geschenkekarton um Frauen mit einer nervigen Familie dabei zu helfen, einen Mann zu erfinden.

Nach und nach kann sie sich aber nicht gegen die Gefühle wehren und schürt trotz aller Liebe eine Beinah- Katastrophe hervor. Debra ist keine leichtgläubige Protagonistin und ein taufrischer, junger Hüpfer ist sie auch nicht mehr. Sie ist vielmehr eine Karrierefrau und legt nicht sehr viel Wert auf Aussehen und Liebesbeziehungen. Sehr schön ist es für den Leser mitzuerleben, wie sie aus ihrem Arbeitsloch hervorkommt und mehr Wert auf sich selbst legt.

Der Held ist wohl der Traummann von so mancher Frau. Gutaussehend, nicht unvermögend und besitzt das Herz am rechten Fleck. Doch auch der Leser ist anfangs skeptisch was seine wahren Absichten betrifft. Nach und nach wickelt der charmante Mr. Right aber auch die härteste Leserin um den kleinen Finger.

Der Schreibstil der Autorin macht es leicht dieses Buch zu genießen. Sie beschreibt voller Genuss wundervolle romantische, nachdenkliche oder lustige Situationen und baut immer wieder kleine Höhepunkte in ihre Geschichte ein.

An der ein oder anderen Stelle hätte das Buch etwas gestraffter ausfallen können, aber auch diese kleine Durststrecken sind schnell überwunden und man kann weiter in der tollen Geschichte schwelgen.


Ankes Bewertung

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„Ich hexe mir eine Mann“ ist eine romantische Komödie im besten Sinne der 50iger Jahre Screwball-Komödien. Und so kann ich dem Werbeaufdruck auf dem Buchdeckel: „Hinreißend wie eine romantische Filmkomödie mit Doris Day und Rock Hudson“ vollkommen zustimmen. Obwohl ich eher die Besetzung mit Cary Grant und Katharine Hepburn ansetzen würde, da manche Szene des Buches sehr an den von mir heißgeliebten Film „Leoparden küsst man nicht“ erinnern.

Ich finde allerdings, dass der Titel den Leser ein wenig in die Irre führen kann, da in diesem Buch zu keiner Zeit gehext wird. Vielmehr ist der Hintergrund der Geschichte eher göttliche Intervention und einem Amor namens „Conrad“. zuzuschreiben, als irgendwelchen Hexenkünsten. ;-)

Leicht, locker und amüsant liest sich das Buch in einem weg und ist so fast zu schnell zu Ende. Obwohl dem Leser eine mögliche Fortsetzung am Ende verlockend vors Auge gehalten wird, gibt es bisher kein fortsetzendes Buch. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. ;-)

Einzig bei der manchmal etwas zu zickig rüberkommenden Heldin könnte ich Kritik anbringen, da sie meine Geduld in einigen Szenen schon etwas strapaziert hat. Bedenkt man aber einmal ihre Situation genau, so kann man für ihr Verhalten Verständnis aufbringen: Schließlich steht nicht jeden Tag der erfundene Traummann höchst persönlich in Fleisch und Blut vor der Türe. Zugegeben, da kam man schon mal hysterisch werden. ;-)

Kurz gefasst: Eine amüsante, sehr unterhaltsame und kurzweilige Screwball-Komödie.


Ich hexe mir einen Mann

Kathleen Bacus

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Originaltitel: Fiancé At Her Fingertips
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442373178
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Genre:Contemporary

Klappentext

Überglücklich entdeckt Debra Daniels ein Mittel gegen die ewigen Verkupplungsattacken ihrer Mutter: den Bausatz „Traummann zum Selberbasteln – so täuschen Sie Ihrer Umwelt ein erfülltes Liebesleben vor“. Und tatsächlich sind ihre Mutter und sie selbst nun zufrieden. Zumindest so lange, bis der fiktive Traummann eines Tages höchst lebendig und in voller Pracht vor Debras Haustür steht...

Quelle: Blanvalet

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