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Anke Bewertung

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Lina hat besondere Talente, die sie zu einer hervorragenden Hochzeitsvermittlerin machen. Zurzeit scheint sie jedoch diese Eigenschaft im Stich zu lassen - was jedoch daran liegen könnte, dass sich Lina in ein Geflecht aus Lügen verstrickt hat: Sie hat einen Traumprinzen als Verlobten erfunden, um sich vor den Kupplungsversuchen ihrer Tante zu schützen.

Soweit so gut, wäre da nicht das kleine Problem, dass nun die Familie diesen Herrn unbedingt kennenlernen möchte um ihren Segen für die Verbindung zu geben ....

"Die Herzleserin" ist in einem locker leichten, aber nie seichtem Ton geschrieben. Das Buch amüsiert und unterhält, lässt den Leser aber auch über die persönliche Bedeutung von Familie und Heimat nachdenken. Ganz besonders hat mir der mitunter sehr trockene ironische Humor der Hauptprotagonistin Lina gefallen, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte.

Lina ist eine Hauptfigur mit Herz und Verstand, die es einem leicht macht sie zu mögen. Obwohl sie eine modere selbstständige amerikanische Frau ist, prägen sie doch auch tief ihre verborgenen indischen Wurzeln. Aber auch genau das macht sie zu einem solch besonderen Charakter. Ihre Liebesgeschichte wird zart und dezent erzählt; geprägt von süßer Hoffnung, die einem beim Lesen ans Herz geht, gibt es doch erst ganz am Ende die Andeutung eines möglichen Happy Ends.

Die bildhafte Sprache der Autorin macht es leicht, sich sowohl nach San Francisco, als auch nach Kalkutta versetzt zu fühlen. Es scheint dabei fast so, als ob man die Gerüche, Geräusche und Bilder der Städte wahrnehmen könnte. Lebendig beschriebene Haupt- und Nebenfiguren bereichern das Gesamtbild und amüsieren darüber hinaus mit ihrem manchmal skurrilem Auftreten.

Kurz gefasst: Ein wundervolles Buch zum Lachen und Träumen.


Die Herzleserin

Anjali Banerjee

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Originaltitel: Imaginary Men
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3-426-50508-3
Erscheinungsdatum: Janaur 2010
Genre: Contemporary

Klappentext

Die Inderin Lina ist eine talentierte Heiratsvermittlerin, denn sie verfügt über die magische Gabe, Seelenverwandte zu erkennen. Was jedoch ihr eigenes Liebesleben betrifft, so will sie seit dem Tod ihres Verlobten nicht mehr auf ihren sechsten Sinn hören. Das ändert sich aber, als ihre Eltern sie mit einem Mann verheiraten wollen, der ihr auf Anhieb zuwider ist.

Quelle: Droemer/Knaur

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