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Ankes Bewertung

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Seit Keeley aus dem Clan der McDonald ausgestoßen wurde, lebt sie von dem, was ihr die Menschen, die sie wegen ihrer heilerischen Fähigkeiten aufsuchen. Erst als ihr ein Krieger verletzt und mehr tot als lebendig wortwörtlich vor die Füße fällt, ändert sich ihr Leben.

Dabei wird sie zunächst einmal von dem herrischen Clanführer der McCabes Ewan schlicht und einfach entführt! Der will sie unbedingt in seinem Hause wissen, zum einen um seinen Bruder Alaric, besagten verletzten Krieger, wieder gesund zu pflegen und zum anderen um seiner Gattin, Mairin, die kurz vor ihrer 1. Entbindung steht, die beste Pflege anheim gedeihen zu lassen.

Nicht gänzlich unwillig, sich mittschleppen zu lassen, schließlich besteht die Möglichkeit im Clan der McCabes eine neue Heimat zu finden, wenn sie ihre Arbeit gut macht und dann ist da ja auch noch anziehend Alaric; lässt sich die junge Frau darauf ein.

Ich lese Maya Banks Romane wirklich gerne und dass es so ist, hat sich auch mit diesem 2. Teil ihrer "Hghlander"Serie bestätigt. Ich hatte viel Vergnügen beim Lesen und bin auf sehr kurzweilige Art, nur so durch die Seiten geflogen. Die Autorin ist eben eine gute Geschichtenerzählerin, die solide in Stil und Qualität ist, sodass man einfach weiß, was man bekommt.

Wobei wir hier auch schon bei dem Schwachpunkt des Ganzen wären, denn was einerseits höchst erfreulich und positiv ist, ist auf der anderen Seite leider auch ein Problem.

Ich möchte nicht behaupten, dass die Autorin 0-8-15-Geschichten schriebe, dazu ist sie einfach zu gut, aber trotzdem wirken ihre Geschichten so natürlich gewisserweise durchschaubar, standardisiert und wenig überraschend.

Es fehlt ein bisschen das Originelle und Ungewöhnliche, was für mich den Liebesroman als etwas Besonders ausweisen würde.
So sind Keeley und Alaric zwar wirklich sehr sympathisch, aber eben auch ein wenig langweilig, da ihren Charakteren einfach die Ecken und Kanten fehlen. Nicht minder liebenswert macht sie auch, dass sie nicht aneinander vorbeireden und Seiten-schindende Missverständnisse heraufbeschwören, aber ihnen begegnen auch keine "echten" Probleme, an denen sie wachsen könnten und die die Geschichte zu ihrer Herausforderung machen würde - und damit zu einem besonderen Leseerlebnis.

Kurz gefasst: Wirklich nett, unterhaltsam und höchst kurzweilig zu lesen, aber im Grunde belanglos, den dazu fehlt einfach der überraschende und/oder mitreißende Aspekt.


Nicoles Bewertung

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Keeley lebt in einer kleinen Hütte, in der Nähe des McDonald Clans und verdient sich ihren Unterhalt durch ihre Heilkünste. Einst war sie auch eine McDonald, bis sie vom Clan verstoßen und als Hure gebrandmarkt wurde. Dabei war Keeley nur ein unschuldiges Opfer des lüsternen Lairds, der die damals Halbwüchsige gegen ihren Willen vergewaltigen wollte. Doch die Gattin des Clanoberhauptes und zugleich Tante von Keeley stellte sich blind und taub und verbannte ihre Nichte.

Eines Tages findet Keeley in der Nähe ihrer Hütte einen schwer verletzten Mann auf, der mehr tot als lebendig erscheint. Sie pflegt ihn, versucht sein Wundfieber zu senken und bleibt an seiner Seite, bis sie wenige Tage später von fremden Kriegern überwältigt und entführt wird die sich als Brüder des Verletzten entpuppen. Keeleys Heilküste, sind auch für den Laird der McCabes von Nutzen, da seine hochschwangere Frau bald ein Kind gebiert und sein verletzter Bruder noch nicht über dem Berg ist. Obwohl Keeley sich darüber ärgert, von den McCabes aus ihrer Hütte geraubt worden zu sein, sieht sie darin auch eine Chance, endlich der Einsamkeit entfliehen zu können. Zudem hat sie bereits ihr Herz an den attraktiven Alaric verloren, der durch ihre Pflege bald wieder sein Krankenlager verlassen kann. Alaric fühlt sich ebenfalls zu seiner schönen Heilerin hingezogen, doch eine Ehe kann er Keeley nicht bieten, da er bereits einer Vernunftehe zwischen seinem und einem befreundeten Clans zugestimmt hat, um eine starke Allianz gegen ihren gemeinsamen Feind bilden zu können. Und Alarics Verlobte ist keine Unbekannte für Keeley- es ist ihre Cousine und ehemals beste Freundin, die sich seitdem Keeley von ihrem Clan verstoßen wurde, ebenfalls von Keeley fernhielt…

Nach dem Lesen des ersten Teils der McCabe Reihe, schlich sich rasch Ernüchterung bei mir ein, denn die euphorischen Rezensionen zu „Im Bett mit einem Highlander“ konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Mehr noch, ich fand den Roman unterirdisch schlecht, die Protagonisten entpuppten sich als überdrehte TSTL – Heldin und derber Höhlenmensch; dazu rundete eine meiner Meinung nach schlechte Übersetzungsleistung, mein lesetechnisches Fiasko vollkommen ab, so dass ich eigentlich nie wieder vorhatte, jemals wieder einen Roman der Autorin lesen zu wollen. Eigentlich…
Doch meine Neugierde gewann trotz alledem Oberhand, zudem hasse ich es, wenn ich Serien vorzeitig abrechen muss und so habe ich mir „Die Hure und der Krieger“ letztendlich dann doch zu Gemüte geführt und bin im Nachhinein froh, dass ich den zweiten Teil der McCabe Serie gelesen habe; ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zum ersten Teil! Kaum zu glauben, dass hier die gleiche Autorin am Werk war!

Ein sympathisches Paar; eine sehr ausweglose, spannende Situation und diesmal stimmt auch die Charakterisierung der Haupt und Nebenfiguren. Vor allem die Übersetzung/Bearbeitung des Romans hat hier viel besser geklappt! Sicherlich sollte man anmerken, dass Leser, die Liebeszenen in Romances eher züchtig mögen, Maya Banks Historicals eher mit Vorsicht begegnen sollten- es geht nämlich sehr „hot“ zur Sache, doch da die Romantik dabei nicht zu kurz kommt und auch das übrige Drumherum stimmt, konnte folgender Kritikpunkt mein Lesevergnügen auch nicht allzu sehr schmälern.

In der Tat verhält es sich in „Die Hure und der Krieger“ so, dass die jungfräuliche Heldin kurz nach ihrer Entjungferung sexuell kein Ende mehr zu finden scheint und dabei ein Verhalten und Können an den Tag legt, dass eine erfahrene Kurtisane wahrscheinlich vor Neid erblassen lassen würde. Und auch Alaric strotzt nur so vor Potenz und beglückt seine Geliebte gleich mehrmals hintereinander ohne zwischenzeitlich großartige Pausen einzulegen. Aber abgesehen von den zahlreichen und in aller Ausführlichkeit beschriebenen Liebesszenen und Übertreibungen, gibt es von meiner Seite aus diesmal nicht viel zu meckern.

Das Heldenpaar ist sympathisch; man schließt Keeley und Alaric schnell in sein Leserherz, deren ausweglose Situation bewegt den Leser und rührt so manches Mal auch zu Tränen. Bis ca. drei Seiten vor Romanende fragte ich mich, wie es die Autorin wohl hinbekommen könnte, jetzt noch eine Lösung zu schaffen und die Art und Weise, wie es ihr gelungen ist, sorgt für ein spannendes und (für Leser die nah am Wasser gebaut sind) tränenreiches Showdown mit Happy End.

Das Heldenpaar des ersten Teils und Alarics charismatische und muffelige Brüder (im positiven Sinne), die aber ihr Herz auf dem rechten Fleck tragen, sorgen für eine schöne Wohlfühlatmosphäre beim Lesen und zum Glück hat auch Mairin (die Heldin des ersten Teils) ihren TSTL-Faktor weitestgehend abgestreift.

Maya Banks Art zu schreiben, mutet stellenweise etwas modern an; man darf keinen klassischen historischen Liebesroman erwarten, doch dieses Mal konnte sie mich mit ihrer Story fesseln, da die Liebesgeschichte zwischen Alaric und Keeley tragisch und romantisch zugleich ist.

Kurz gefasst: Romantische, allerdings auch sehr erotische Schottland-Romance, die berührt und mich begeistert hat.


Die Hure und der Krieger

Maya Banks

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Originaltitel: Seduction Of A Highland Lass
Verlag: Cora
Band: Historical Band 293
Erscheinungsdatum: Januar 2013
Genre: Historischer Liebesroman

Teil einer Serie: Highlander

Klappentext

„Komm in mein Bett, Engel!“ Ohne Scham folgt die Heilerin Keeley der Aufforderung des gut aussehenden Kriegers, den sie verletzt vor ihrer Kate gefunden hat. Auch wenn sie das womöglich zu genau der Hure macht, als die sie von ihrem Clan gebrandmarkt wurde. Doch mit seiner wilden Begierde raubt Alaric McCabe ihr einfach die Sinne! In seinen Armen genießt sie den Rausch der Leidenschaft. Schon träumt sie davon, für immer ihm zu gehören … Doch dann erfährt sie, dass Alaric bereits einer anderen Frau versprochen ist. Traurigkeit schnürt ihr die Kehle zu, als sie beschließt, trotz allem noch ein letztes unvergessliches Mal sein Bett zu teilen …

Quelle: Cora

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