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Nicoles Bewertung

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Anouk hatte eine erfolgreiche Karriere als Fotomodel und eine beste Freundin der sie alle Sorgen und Nöte anvertrauen konnte. Doch dann geschah ein schrecklicher Autounfall, bei dem Anouks beste Freundin Julia ums Leben kam. Anouk wird als Überlebende seitdem von Schuldgefühlen geplagt und ist seelisch nicht mehr in der Lage ein Auto zu steuern.

Ihre Großtante Valerie, die in einem Schweizer Dorf lebt, leidet an schleichender Demenz und soll in ein Heim. Bis der Platz dort frei ist, sind es allerdings noch 6 Monate hin und so beschließt die Familie einstimmig, dass Anouk sich bei ihrer Tante erholen soll und dieser bis der Heimplatz frei ist, zur Hand gehen soll. Im Zug fällt Anouk ein junger Mann auf der ihr zwar sympathisch ist, aber eine Station bevor auch sie am Ziel ihrer Reise ist, aussteigt. Nur wenige Tage später, begegnet sie ihm erneut, denn er entpuppt sich als der Hausarzt ihrer Tante, Dr. Max Sandmeier und sucht immer wieder Anouks Nähe, was sie verwirrt. Sie fürchtet, dass er nur um ihr körperliches und seelisches Wohl besorgt ist, seitdem sie ihm von den rätselhaften und unheimlichen Begegnungen erzählt hat, die ihr, seit sie bei ihrer Tante angekommen ist, widerfahren sind. Warum nur sieht sie nur immer wieder ein kleines Kind, das nach ihrer Mutter ruft und was hat es mit den seltsamen Gedichtversen auf sich, die die Menschen in Anouks Nähe zum Besten geben, ohne sich später daran erinnern zu können?

Während eine junge adelige Dame im 18. Jahrhundert in einer Vernunftehe verzweifelt versucht, ein wenig Glück zu finden, will Anouk im Jahre 2010 herausfinden, ob sie tatsächlich Geister sieht, oder ob sie doch nur unter den Folgeerscheinungen ihres Unfalls leidet…

Ich habe von jeher ein Faible für so genannte Schauerromane und so konnte ich natürlich auch nicht an Margot S. Baumanns Roman „Die Frau in Rot“ vorbeigehen. Der Schreib und Erzählstil der mir bis dato unbekannten Autorin ist sehr eingängig und durch die bildhaften Beschreibungen des Schweizer Dorfes und die gut durchdachte, rätselhafte Story und nicht zu vergessen den zwei Handlungssträngen die auf zwei Zeitebenen immer abwechselnd erzählt werden, verging die Lesezeit wie im Fluge und ich mochte den Roman auch nicht eher weglegen, bis ich über alle Geschehnisse und Zusammenhänge im Bilde war.

„Die Frau in Rot“ ist eine Mischung aus historischem und zeitgenössischem Roman, Liebesroman, verfeinert mit einer gehörigen Prise an paranormalen Vorkommnissen, die sowohl für reichlich Gänsehautfaktor, als auch für viele Spannungselemente innerhalb der Geschichte sorgen. Man ahnt zwar schnell, was Anouk und Bernhardine verbindet, doch die Auflösung des Ganzen war dann doch so dramatisch inszeniert, dass ich die Geschichte gebannt bis zum Ende verfolgt habe. Die weiblichen Hauptfiguren begegnen im Laufe des Buches ihrer großen Liebe, doch die Liebesgeschichten sind hier eigentlich völlig zweitrangig. Für Leser die sich gerne gruseln und Fans von gepflegten Schauerromanen im besten Sinne sind, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Bei diesem Buch stimmt eigentlich (fast) alles. Einziges persönliches Manko war für mich, dass die beiden Romanheldinnen ein wenig unsympathische Züge trugen, wobei sowohl Anouk als auch Bernhardine im Laufe der Geschichte dazulernen und sich dann auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren. Auf Anhieb ins Herz geschlossen habe ich dagegen Anouks exzentrische alte Tante, die immer die richtigen Worte fand um ihrer Nichte in der Not beizustehen, es aber doch auch in gewissen Situationen verstand, Anouk den Kopf wieder gerade zu rücken.


Die Frau in Rot

Margot S. Baumann

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Originaltitel: ----
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3-426-50950-0
Erscheinungsdatum: August 2012
Genre: Paranormal

Klappentext

Anouk, einst ein gefragtes Model, weiß nach einem Unfall, der ihre beste Freundin das Leben kostete, nicht mehr ein noch aus. Sie zieht zu ihrer Großtante in ein beschauliches Schweizer Dorf. Doch bald hat Anouk das Gefühl, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, denn sie hört Stimmen, sieht Personen, die schon lange verstorben sind – und jene geheimnisvolle Frau im roten Kleid, die ihr offenbar etwas Bedeutendes mitteilen möchte …

Quelle: Droemer/Knaur

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