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Nicoles Bewertung

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Während eines Kartenspiels, bei dem eine Schatzkarte zu gewinnen ist, sieht Claire, die sich als Mann getarnt hat, ihre einstige große Liebe wieder- es scheint, als ob Nate Carter zwar sie vergessen hat, doch keinesfalls den berüchtigten Schatz der Santa Francesca.

Ursprünglich war es ein Kindheitstraum der Beiden, die Schätze, die das Schiff geladen hatte, zusammen zu finden.
Nachdem Claires Vater sie einst in einem Waisenhaus zurück ließ, um sich selbst auf die Suche nach dem Gold zu machen, war Nate der einzige Vertraute in ihrem Leben, der ihre Kindheit etwas glücklicher machte. Claires Vater kehrte nie zurück und eines Tages verließ sie auch Nate, der, zwar um ihre Hand anhielt, aber zunächst Geld verdienen wollte. Claire wartete voller Vertrauen, doch als immer mehr Zeit verging, geriet sie in finanzielle Schwierigkeiten und war gezwungen einen anderen Mann zu heiraten.

Währenddessen wird Nate unter dem Namen Sam Steele ein berüchtigter Piratenkapitän.Allerdings nur, um seinem besten Freund und dessen Frau einen Gefallen zu tun, denn einst war sie es nämlich, die als Sam Steele die Weltmeere unsicher machte und Nate soll neugierige Schnüffler einfach auf eine falsche Fährte locken. Doch seit seiner Kindheit war es sein Wunsch, den Schatz, von dem ihm seine Freundin Claire erzählt hatte, zu finden und so ist es ausgerechnet die Schatzkarte, die Nate und Claire nach so vielen vergangenen Jahren wieder zusammenbringt.

Claire muss zähneknirschend hinnehmen, wie Nate beim Kartenspiel gewinnt und so versucht sie mit List und Tücke ihm seinen Gewinn wieder abzujagen. Doch auf hoher See müssen Nate und Claire feststellen, dass sie zusammenarbeiten müssen. Nur gemeinsam können sie den Schatz finden. Die gemeinsame Nähe an Bord lässt auch gefährliche Erinnerungen in beiden hochkommen, Erinnerungen an eine glückliche Liebe. Doch können die Missverständnisse zwischen ihnen ausgeräumt werden?

Korsar meiner Träume ist der dritte Teil ihrer „Pirates“ Reihe und meiner Meinung muss man keinesfalls die beiden Vorgängerromane kennen oder gelesen haben, um die Handlung dieses dritten Teils verstehen zu können.
Ich habe durchaus ein Faible für Freibeuter und Piratenromances wenn sie gut geschrieben sind. Allerdings wünsche ich mir, wenn ich zu einem historischen Liebesroman greife, auf jeden Fall auch ein wenig historisches Flair, doch leider, trotz der unterhaltsamen Story und den zwei sympathischen Protagonisten, ist das hier nicht gegeben.

Eigentlich spielt der Roman im Jahre 1660, aber sämtliche Akteure, ob Haupt oder Nebenfiguren, führen recht moderne Dialoge miteinander und haben auch sehr fortschrittliche Einstellungen zum Leben, die zu Menschen im Jahre 1660 einfach nicht passen.
Die Heldin wird als eine Art Lebenskünstlerin dargestellt, die einer Lara Croft nicht unähnlich, unbedingt den Schatz der Santa Francesca heben will, damit es ihr der Schatz ermöglicht, wieder ein Leben als Frau führen zu können - eigentlich hasst sie ihre Maskerade als Mann.
Dafür dass sie aber so viele Jahre ums nackte Überleben kämpfen musste, stellt sie sich an anderer Stelle recht naiv an. (Stichwort Schwimmen)

Warum Nate unbedingt den Schatz an sich bringen will, obwohl er doch genau weiß, wie sehr Claire diesen begehrt und benötigt, wird nicht geklärt. Anfangs vielleicht aus Hass ihr gegenüber, da sie nicht auf ihn gewartet und einen anderen geheiratet hat, doch etwas später, als ihm ja langsam klar werden muss, dass sie völlig verarmt ist, beharrt er weiterhin stur darauf.

Zwar fliegen zwischen dem Heldenpaar die Fetzen wobei ihre Auseinandersetzungen durchaus amüsant sind, doch stellt man sich als Leser irgendwann ab der Hälfte des Romans die Frage, wieso sich beide nicht aussprechen und ihr Missverständnis endlich klären.

Ein Romantik und Abenteuerfaktor ist dennoch gegeben, wenn es dann, meiner Meinung ein wenig zu spät, doch dazu kommt und beide allein auf einer Insel nach dem Schatz suchen, während die restliche Schiffsbesatzung sich auf den Weg zu Nates Freund macht.
Allerdings war dieser Einfall der Autorin recht seltsam- denn das Risiko allein auf einer Insel auf Schatzsuche zu gehen, während auch andere Plünderer der Weltmeere in der Nähe nach Gold und Juwelen lechzen, wäre wohl kein Seeräuber der etwas auf sich hält, eingegangen. ;-)

Serienfans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, denn auch die Hauptakteure aus den beiden Vorgängerbänden haben kleine Auftritte, wobei es gegen Ende des Buches dann doch noch ein wenig traurig wird.

Wer Lust hat auf einen "Historical-Light" hat, der trotz kleiner Logikfehler, dennoch unterhaltsam, romantisch und abenteuerlich ist und eigentlich sonst eher zu einem Contemporary greift, kann hier bedenkenlos zugreifen. Leser die Wert auf ein wenig mehr historischen, authentischen Hintergrund legen, sollten dagegen lieber gleich zu einem anderen Buch greifen.


Korsar meiner Träume

Michelle Beattie

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Originaltitel: A Pirate's Possession
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442375707
Erscheinungsdatum: November 2010
Genre: Historischer Liebesroman

Teil einer Serie: Piraten

Klappentext

Stürmische Gefühle und heiße Leidenschaft unter der karibischen Sonne

Nate Carter staunt nicht schlecht, als plötzlich seine einstige große Liebe Claire mit einer geladenen Pistole vor ihm steht. Und die unerschrockene Claire weiß genau, was sie will. Nate soll sie zu dem sagenhaften Schatz der Santa Francesca führen, der auf einer verborgenen Insel vergraben liegt. Mit dem heftigen Aufflammen alter Gefühle und den sinnlichen Verführungskünsten ihres furchtlosen Korsaren hat Claire allerdings nicht gerechnet …

Quelle: Blanvalet

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