Rezensionen.jpg

Schnees Bewertung

Bewertung_04.jpg

Kaum ein Buch wurde so heiß erwartet von mir, als dieses. Nachdem der erste Band mit einem großen Knall endete, war es nicht verwunderlich, dass ich mich sofort auf die Fortsetzung stürzte, sobald ich sie in den Händen hielt.

Teil 2 knüpft nahezu nahtlos an den Vorgänger an und hatte mich schlagartig in seinen „Krallen“- Buch weglegen war zunächst unmöglich.

Schon bald merkte ich, dass Ashes 2 anders ist als sein vielgeliebter Vorgänger und ich war etwas verwirrt darüber, warum plötzlich nicht nur Alex im Vordergrund steht, sondern auch Peter, Chris und Tom zu Hauptfiguren worden. Keine Frage, spannend war das Buch trotzdem, aber ich hätte mir gewünscht, mehr von Alex und Tom zu lesen und dafür weniger von Peter und Chris.

„Weniger ist manchmal mehr“ dachte ich mir auch, als ich merkte, dass das Buch noch deutlich brutaler ist als der grandiose erste Teil der Serie. Ich bin mitnichten ein Weichei was brutale Szenen in Büchern angeht, aber ich muss nicht unbedingt in aller Deutlichkeit wissen, wie Augen knacken wenn man darauf herum kaut oder lesen, wie ein Junge als Spanferkel endet. Wäre dies nur ein paarmal vorgekommen, kein Problem, aber leider gibt es immer wieder solche „Menschenfresser“-Szenen, deren Absicht auf mich so gewirkt hat, als ob man den Leser einfach nur recht schnell zum Würgen in die Toilette schicken möchte, aber den weiteren Sinn hinter den zahlreichen Szenen wurde von mir nicht gefunden.

Ich hätte mir gewünscht, jemand hätte das Buch vor mir gelesen und mich vorgewarnt, vermutlich hätte ich mir dann in meiner Fantasie noch weit aus schlimmere Dinge vorgestellt und hätte die Szenen im Buch dann nicht mehr so schlimm gefunden.

Den gewohnten Level an Brutalität aus Band 1 hätte meiner Meinung nach völlig ausgereicht, vor allem deshalb weil diese Serie eine Jugendbuchserie sein soll. Den zweiten Band kann ich aber auf keinen Fall für Jugendliche weiter empfehlen- abgehärteten 16-jährigen kann man den Roman vermutlich gerade noch so zumuten, aber bitte auf keinen Fall jüngeren Kindern.

Trotz allem ist der Roman unglaublich spannend und nach Ende der Lektüre kann man gar nicht anders, als auf den dritten Teil der Serie zu fiebern, immerhin endet der zweite Teil genauso gemein wie der Erste und so hat das neugierige Leserherz gar keine andere Chance als geduldig auf die Fortsetzung zu warten.

Kurz gefasst: Hatte ich vom ersten Band noch den Eindruck einen Katastrophenfilm in Buchform vor mir zu haben, so gerät man in Ashes 2 in einen 1a Horrorfilm, der leider etwas zu übertrieben stark mit Menschenfresser-Szenen ausgestattet wurde. Spannung pur, ein gemeines Ende, eine eindringlichen Schreibstil und die Sehnsucht nach einem Happy End (und wenn es nur ein kleines ist) inklusive.


Lenyas Bewertung

Bewertung_04.jpg

Zu diesem Buch fallen mir spontan zwei Worte ein: spannend und unnötig.

Spannend?

Mit Sicherheit ist der zweite Band der Ashes-Trilogie spannend. Hier wird ein viel größeres Gewicht auf die veränderten Jugendlichen gelegt, man erfährt mehr über sie, was sehr interessant ist. Darüber hinaus fasziniert mich immer wieder die Frage, was Menschen wohl tun, wie sie reagieren, wenn sie in eine solche Extremsituation kommen. Und ich glaube leider nicht, dass Ilsa J. Bick übertreibt, wenn sie meint, dass der Zusammenbruch der Zivilisation das Schlechteste aus den meisten Menschen herausholt.

Daher bietet dieses Buch neben Spannung auch eine regelrechte fiktionale Fallstudie menschlichen Verhaltens in Extremsituationen. Die Charaktere gehen hier getrennte Wege, weshalb erstmals aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde. Ich konnte mich auch des Gedankens nicht erwehren, dass sich die Autorin die eine oder andere Kritik am ersten Band zu Herzen genommen hat, was natürlich positiv zu bewerten ist.

Ein Pageturner, das muss ich schon sagen. Ich habe mich wirklich gewundert, als ich plötzlich auf Seite 500 war, was mir selten passiert.

Unnötig?

Hier komme ich zu einem Kritikpunkt. Dieses Buch ist ein Horrorfilm in schriftlicher Form. Wie bereits beschrieben finde ich es sehr spannend, sich auszumalen, wie Menschen reagieren, wenn die Zivilisation plötzlich nicht mehr existiert. Und mit Sicherheit kommen Selbstsucht und Egoismus in diesem Moment stark heraus.

Was ich NICHT lesen muss, sind knackende Augäpfel oder ein kleiner Junge, der ermordet und dann am Spieß gebraten wird. Ich sehe mir absichtlich keine derartigen Filme an und bei einem Buch empfinde ich das als unnötig, absolut unnötig. Ich habe schon im ersten Band verstanden, dass die Veränderten Kannibalen sind. Man bekommt durchaus das Gefühl, dass die Autorin einen Heidenspaß hat, sich immer brutalere Möglichkeiten auszudenken, wie man jemanden um die Ecke bringen kann. Und ist es nötig, dass ich dann noch in allen farbigen Einzelheiten geschildert bekomme, wie einer von denen an einem Stück blutigen Menschenfleisch herumkaut??? Nein! Hier übertreibt die Autorin für mein Empfinden.

Das Sandwichbuch?

Tja, jede Trilogie hat ihr mittleres Buch. Leider stehe ich mit diesen Büchern meist auf Kriegspfad. Ich habe schon mittlere Bücher von Trilogien gelesen, die wirklich in sich ein guter Romane waren. Das ist hier nicht der Fall. Zwar ist die Handlung spannend, keine Frage. Doch ist sie nicht mehr als die Fortsetzung des ersten Bandes und ein Hinführen zu Ereignissen des letzten Bandes. Leider ein klassisches Sandwichbuch.

 Übrigens empfinde ich das Ende nicht als echten Cliffhanger, warum kann ich aber ohne zu spoilern schlecht ausführen.

Kurz gefasst: Wer Band 1 gelesen hat, kommt um dieses Buch nicht herum. Spannende Unterhaltung, keine Frage, jedoch ohne befriedigendes Ende.


Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick

Werbung

Originaltitel: Shadows
Verlag: INK
ISBN: 978-3863960063
Erscheinungsdatum: August 2012
Genre: Young Adult

Teil einer Serie: Ashes Trilogie

Klappentext

Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

Quelle: INK

Diese Seite verwendet Cookies. Diese sind wichtig für die Funktion der Webseite. Wenn die Cookies gelöscht werden, werden einige Funktionen der Seite nicht wie gewünscht funktionieren.
Link zur Datenschutzerklärung