Rezensionen.jpg

Simones Bewertung

Bewertung_04.jpg

Seit einiger Zeit gibt es vermehrt Frauenromane mit Lokalkolorit. Besonders begeistert hat mich Angelika Schwarzhuber mit „Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück“ und „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“, in denen starke bayerische Frauenprotagonistinnen ihren eigenen Weg zwischen Tradition und Moderne zu finden suchen.

Gespannt war ich daher auf den Neuling von Claudia Brendler, die bereits mit „Eiertanz“ einen Frauenroman im Bayerischen vorgestellt hat. Auch „Paarungszeit“ ist wie der Vorgänger gut geschrieben, viel Situationskomik und Witz stehen im Vordergrund. Der Roman ist eine Komödie, in der sehr viel aufgegriffen wird, Klischees und deren Wendung, Konservatives und Zeitgenössisches. Was mich daran ein wenig gestört hat: Für meinen Geschmack war einfach zu viel enthalten. Das Buch ist ein buntes und abwechslungsreiches Knall-Überraschungsbonbon, aber es wirkt auf mich ein wenig „zerfleddert“ in dem, was es alles darstellt. Viele Figuren aus dem Dorf und auch viele Irrungen und Wirrungen gibt es, wohl ein wenig zu viele. Aber: Es wird zumindest nie langweilig – dafür sorgen Witz und ständige Überraschungen. Ein besonderes Bonbon: Die Dialekt-Dialoge sorgen für viel Schmunzeln…

Für zukünftige Bücher der Autorin würde ich mir ein wenig mehr Konzentration auf den wesentlichen Handlungsstrang wünschen, dann würden sie mich noch mehr fesseln.
Gut gefallen haben mir aber die Figurenzeichnungen, besonders die der Protagonisten. Daher bin ich gespannt auf Neues aus der Feder von Claudia Brendler.

Kurz gefasst: Nette Unterhaltung mit bayerischem Lokalkolorit und einer sympathischen Hauptfigur.


Paarungszeit

Claudia Brendler

Werbung

Originaltitel: ----
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426213643
Erscheinungsdatum: April 2013
Genre: Contemporary

Klappentext

Von wegen glückliche Kühe und friedliche Sonnenuntergänge am See! Im oberbayrischen Neuenthal herrscht Krieg: Cafébesitzerin Therese sieht sich schon als Bürgermeisterin, doch Dorfpolizist Fredl hält dagegen. Zu lange schon wirbt er um sie, ihre freche Gegenkandidatur macht ihn nur noch heißer. Als französische Touristen einfallen und Thereses Partei ergreifen, darunter der attraktive Lucien, kommt es zu einer Revolution der Gefühle.

Quelle: Droemer/Knaur

Diese Seite verwendet Cookies. Diese sind wichtig für die Funktion der Webseite. Wenn die Cookies gelöscht werden, werden einige Funktionen der Seite nicht wie gewünscht funktionieren.
Link zur Datenschutzerklärung