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Schnees Bewertung

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Der Roman ist der erste Teil einer vielversprechenden Reihe der Autorin P. Briggs.

Das Buch zeichnet sich besonders durch seinen schönen, flüssigen Schreibstil und der Idee dieser erschaffenen Welt aus. Werwölfe leben in Rudeln, in einer völlig normalen Welt. Der Öffentlichkeit sind die Werwölfe zwar noch nicht bekannt, aber Feen waren für die Menschen schon ein Teil ihres alltäglichen Lebens.

Briggs hat diese Welt und das Rudel so realistisch dargestellt, dass ich fast schon ins Grübeln kam, ob einer meiner Nachbarn nicht vielleicht auch ein Werwolf ist? ;-)

Mercy ist eine super Protagonistin. Sie ist bodenständig und vorsichtig, geht aber auch Risiken ein, wenn es sein muss.

Der Roman besteht zum großen Teil aus einem Krimiplot- Mercy hat einiges an Detektivarbeit zu tun. Beziehungen spielen zwar auch eine Rolle aber so richtig kommt der Romancefaktor, jedenfalls in diesem Teil, noch nicht ins Rollen. Ich fand es etwas schade, da der Roman gerade auf der Romance-Seite großes Potenzial hat- etwas mehr Liebe hätte einfach nicht geschadet und mich womöglich auch noch neugieriger darauf gemacht wie die Geschichte weiter geht.

Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch für einen Liroleser nicht unbedingt ein Muss ist, wer aber paranormale Wesen mag, sollte sich das Buch unbedingt zu Gemüte führen.


Kerstins Bewertung

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Mercy lebt im Westen der Vereinigten Staaten, wohnt in einem Trailer und besitzt eine Kfz-Werkstatt. Soweit ein ganz normales Leben. Doch wenn Mercy von ihrem Nachbarn einen Zettel erhält, auf dem steht, dass sie besser auf ihre Katze aufpassen soll, sonst fresse er sie, dann ist das durchaus ernst gemeint: denn ihr sexy Nachbar (der der Katze nie was tun würde, außer sie streicheln) ist ein Werwolf. Für Mercy ist das nichts Besonderes, schließlich ist sie unter Werwölfen aufgewachsen, mit einem Vampir befreundet und hat früher für einen Gremlin gearbeitet. Sie selbst ist übrigens ein Gestaltwandler und kann sich in einen Kojoten verwandeln. Somit ist schon relativ schnell klar, dass in dieser Welt einfach alles passieren kann, auch wenn Mercy diese Tatsachen mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit erzählt. Dies ändert sich erst, als sie in eine Fehde zwischen Werwölfen gerät. Fremde Werwölfe attackieren ihren Nachbarn Adam, den lokalen Alpha. Da die amerikanischen Werwölfe sehr gut organisiert sind, sind solche Überfälle sehr mysteriös. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass es sich um eine regelrechte Verschwörung handelt, bei der die verschiedensten Gruppen aus unterschiedlichen Motiven mitmischen. Als sich auch noch Vampire und Hexen einmischen, ist für Mercy nichts mehr wie es mal war…

Mercys Welt (die diese aus der Ich-Perspektive vorstellt) ist ein wenig mit Anita Blakes und Sookie Stockhouses Welt zu vergleichen. Zwar ist dieser Roman weder so düster und brutal wie die Anita-Romane noch so amüsant wie Sookie, aber es handelt sich auch hier um eine Welt, in der Magie anerkannt ist. Zum Teil zumindest. Vampire und Werwölfe leben noch im Verborgenen, aber Feen haben sich zu erkennen gegeben. Nun leben sie in Reservaten und werden bei Jobs und Universitäten benachteiligt. Auch Mercy hält ihre Begabung geheim. Sie ist ein starker Charakter, der mutig das Richtige tut, aber sich nicht unnötig in Gefahr bringt.
Mir hat der Roman gefallen, aber richtig begeistern konnte er mich nicht. Zum einen musste ich mich erst einmal in der Welt zurechtfinden: so viele paranormale Wesen, dann eine ziemlich komplexe Krimihandlung. Lieber wäre es mir gewesen, zunächst einmal nur etwas über die Werwölfe zu erfahren (die in diesem Roman im Vordergrund stehen). Doch was mich am meisten gestört hat, war, dass sich zum Schluss wieder ein „love-triangel“ ankündigt. Nach Stephanie Plum, Anita Blake und Sookie Stockhouse nervt mich das langsam einfach. Ich habe Angst, dass es die nächsten Folgen mit Pros und Contras für den einen und den anderen weitergeht. Kann man die Spannung nicht mit anderen Mitteln am Leben erhalten?

Mochte ich den Roman? Ja, er war gute Unterhaltung. Kann ich ihn weiterempfehlen? Durchaus, wenn ich auch nicht sagen kann, dass es ein Roman ist, den man gelesen haben muss. Sollte ich irgendwann einmal zufällig auf Band 2 stoßen, werde ich ihn sicherlich lesen. Aber er interessiert mich nicht genug, dass ich ihn mir extra bestellen würde.


Ruf des Mondes

Patricia Briggs

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Originaltitel: Moon Called
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52373-9
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Genre: Paranormal

Teil einer Serie: Mercedes Thompson Serie

Klappentext

»Werwölfe sind verdammt gut darin, ihre wahre Natur vor den Menschen zu verbergen. Doch ich bin kein Mensch. Ich kenne sie und wenn ich sie treffe, dann erkennen sie mich auch!«

Für Mercy Thompson, Walkerin und Besitzern einer Ein-Frau-Autowerkstatt, ist das Leben kein Zuckerschlecken. Doch an dem Tag, an dem sie einen Werwolf einstellt, gerät sie in ernste Schwierigkeiten.

Quelle: Heyne

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