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Kas Bewertung

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Rocky bricht immer wieder aus dem gesellschaftlichen Korsett aus, das ihre Eltern um sie errichtet haben. Dafür spricht sowohl ihre wechselnde Haarfarbe - momentan trägt sie pink - als auch ihre bunten Tattoos. Im Grunde, ist sie das schwarze Schaf der Familie Richards und wird entsprechend aus deren öffentlichen Leben heraus gehalten. So kommt es Rocky recht, dass ihre Eltern nach Washington umsiedeln, während Rocky noch in New York bleibt. Und sie hat definitiv vor, dort zu bleiben und dem Willen ihrer Eltern nicht zu folgen, die es gerne sehen würde, dass Rocky studiert. Doch Rocky denkt nicht daran und entsinnt einen Plan - nachdem ihr der Geldhahn abgedreht wurde - wie sie am besten in New York über die Runden kommen soll.

Liam ist Radkurier und persönlich, würde ich ihn als Speedjunkie bezeichnet. Dieses Eindruck bekommt man als Leser jedenfalls, wenn man Liam auf seine Liefertouren durch das Verkehrsgewühl von New York begleitet! Rasant, sehr rasant! Eine seiner Touren führt ihn in den Wohnkomplex, in dem bis dato auch die Richards residierten. Als er Rocky gegenüber steht, funkt es zwischen den beiden gehörig. Mit dieser Begegnung kommen Dinge ins Rollen, mit denen weder Rocky, noch Liam je gerechnet hätten. Es wird spannend und gefährlich, denn auch Marten, ein Brutalo und Anführer einer Gang, hat nicht nur eine Rechnung mit Liam offen, er hat auch etwas mit Rocky vor!

„Always Rocky“ von ML Busch ist eine flott geschriebene Geschichte über ein „armes reiches“ Mädchen, das im Grunde tatsächlich beides ist: Sie ist „arm“, weil sie von Ihren Eltern größtenteils ignoriert wurde, sie ist „reich“, weil es ihre Eltern sind. Im Laufe der Geschichte kann man jedoch feststellen, warum Rocky tatsächlich so „arm“ ist, so dass es kein Wunder ist, dass sie ihren eigenen Weg - fern ab von ihren Erzeugern - gehen möchte. Persönlich tat ich mich mit der Figur von Rocky - ich konnte sie bereits in „Crazy Art“, dem zweiten Teil der „New York“-Trilogie kennen lernen - etwas schwer. Doch dies Gefühl wurde in „Always Rocky“ mehr und mehr beiseite gelegt, da sie schlicht eine positive Entwicklung durchmachte, was für ihren Charakter spricht!

Liam ist ein sympathischer Protagonist, der nicht nur einmal versucht, Rocky vor sich selbst zu retten! Ich denke, wenn er in einem früheren Jahrhundert gelebt hätte, wäre er ein ehrenvoller Ritter gewesen. Mit einer Rüstung, die Dellen und Furchen von seinen Auseinandersetzungen gezeigt hätte! ;-) Sehr toll fand ich, was ihn betrifft, wie die Autorin das „rasante“ Geschäft der Fahrradkuriere dargestellt hat. Man lernt nie aus, ich sage nur „Fahrrad an der Decke“! :-D Man konnte sich toll vorstellen, wie Liam stets auf der Suche nach einer Lücke, durch die Häuserschluchten New Yorks jagte! Wer mir Widererwarten noch gefallen hat, war Rockys Vater! Er hat sich tatsächlich ein Steinchen im Brett gesichert! Doch Rockys Mutter ist in meinen Augen eher ein hoffnungsvloser Fall. Überhaupt, Nebencharaktere wie Liams Mitbewohner Ben, Liams Kollegen und auch Marten, waren glaubhaft dargestellt. 4,5 Punkte.

Kurz gefasst: „ALWAYS ROCKY - Mitten in New York“ ist rasantes, spritziges und gefährliches Popcorn-Kino im Buchformat.


Always Rocky,
Mitten in New York

M.L. Busch

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Originaltitel
Verlag: CreateSpace Independent Publishing
ISBN: 978-1544973203
Erscheinungsdatum: April 2017
Genre: Contemporary

Teil einer Serie: New York Serie

Klappentext

siehe Homepage der Autorin

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