Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 05 Sterne.png

Lou Calabrese ist wirklich nicht zu beneiden. Da hat sie ihrer vermeintlich großen Liebe, dem bis dato unbekannten Bruno di Blase oder auch mit wahrem Namen Barry Kimmel genannt, die perfekte Rolle auf den Leib geschrieben, denn sie ist Drehbuchautorin und er hat dafür nichts Besseres zu tun, als mit einer attraktiven Schauspielerin durchzubrennen und diese auch noch zu heiraten.

Doch viel Zeit sich zu grämen über die Treulosigkeit ihres Exfreundes bleibt Lou nicht, denn sie soll für ein neues Filmprojekt zusammen mit dem Hauptdarsteller Jack Townsend nach Alaska reisen. Ausgerechnet Jack, der Exfreund von Barrys neuer Ehefrau!

Sämtliche Frauenherzen fliegen Jack zu, denn er gilt in Hollywood als attraktiver Ladykiller, der nichts anbrennen lässt, doch bei Lou beißt er in dieser Hinsicht sprichwörtlich auf Granit. Sie verabscheut Jack, seit er vor einigen Jahren Lous Drehbuchvorlagen bei Filmaufnahmen einfach abänderte und damit durchkam.

Während des Helikopterfluges entpuppt sich ihr Pilot plötzlich als Killer, der Jack töten will.
Mit vereinten Kräften gelingt es Jack und Lou jedoch, den Mann aufzuhalten. Dass der Helikopter dennoch abstürzt, können sie dagegen nicht verhindern. Inmitten eines Schneesturmes müssen die beiden schließlich um ihr Überleben kämpfen, denn der Killer im Hubschrauber hatte scheinbar noch Verbündete. Wer will Jack nur töten? Und warum? Während die beiden auf der Flucht sind, lernt sich das Paar wider Willen schließlich besser kennen und es entsteht eine starke Anziehungskraft zwischen ihnen. Werden sie ihr widerstehen können?

Die Romane von Meg Cabot stehen für gute, leichte Unterhaltungsliteratur und auch diesmal hat die Autorin mit „Perfekte Männer gibt es nicht“, eine amüsante, überdrehte, allerdings nicht ganz so realistische Story abgeliefert, die aber auf jeden Fall für humorvolle Momente beim Lesen sorgt und mir sogar den ein oder anderen Schmunzler entlockt hat. Plot und auch die Romancharaktere erinnern an die guten alten Screwball-Kömödien der 60er Jahre in denen Doris Day und Rock Hudson ihrem Publikum beim Schauen in Gute-Laune Stimmung versetzten und so ging es mir auch bei Meg Cabots Roman.

Die Chemie zwischen Jack und Lou stimmt einfach und ihre Streitereien sind köstlich amüsant beschrieben. Zudem schließt man das Heldenpärchen gleich in sein Leserherz, da sie einfach, jeder auf seine Art, sympathisch wirken. Zwar gestaltet sich Lous und Jacks Flucht ein wenig zu mühelos, sorgt aber doch hier und da für einige spannende Szenen.

Wen man eine Vorliebe für leichte, witzige und charmante Liebeskomödien in Buchformat hat, die einem den tristen Nachmittag versüßen sollen, wird man mit diesem Roman sicherlich goldrichtig liegen.

Etwas Tiefschürfendes darf man hier aber nicht erwarten. Wer jedoch an Büchern von Autoren wie etwa Susan Andersen oder Carly Phillips seine Freude hat, wird bestimmt auch von Meg Cabots Büchern begeistert sein.

Kurz gefasst: Leichte; beschwingte Liebeskomödie.

Schnees Bewertung 05 Sterne.png

Wow, da hat sich Meg Cabot mal wirklich etwas Neues ausgedacht und eine richtige Liebesgeschichte geschrieben, dessen Heldin sich sehr von ihren vorherigen Charakteren unterscheidet. Der gesamte Roman ist nicht so flapsig und auch Slapstick-Humor ausgelegt wie zum Beispiel die Reihe um Heather.

Lou ist erfrischend bodenständig, das gefällt auch dem Schauspieler Jack, dessen bisherigen Betthäschen typische Hollywoodschönheiten waren.
Jack ist auch kein Glamourtyp, viel lieber lebt er auf seiner Farm und seine Uneitelkeit wirkt ganz besonders anziehend auf die Frauenwelt. Lou allerdings sieht in Jack zu Beginn nur den arroganten Schauspieler, der ihre Drehbücher sabotiert und ein Faible für hirnleere Blondinen hegt.

Das Blatt wendet sich als die beiden miteinander in der winterlichen Wildnis landen und gemeinsam um ihr Leben kämpfen müssen. Es ist schlimm genug, im Winter in den Wäldern festzusitzen, aber noch schlimmer ist es, wenn Killer hinter dir her sind und versuchen dir den Kopf wegzupusten. Doch Lou ist die Tochter und Schwester einer Polizistenfamilie und lässt sich so schnell nicht von der Bühne des Lebens fegen.

Dieser Thrilleranteil ist nicht zu vergleichen mit einem reinen Ladythriller, aber dadurch kommt schon Spannung auf und Lou kann zeigen was sie drauf hat.
Jack und Lou ergeben ein turbulentes Paar und bieten dem Leser erfrischende Dialoge, die zum Schmunzeln animieren.

Es gibt auch eine Nebenlovestory, in denen Jacks Mutter und Lous Vater eine Rolle spielen. Die Dame mit dem kleinen Hund ist eine echte Lady und zusammen mit dem eher nüchternen Vater von Lou ergeben sie auf den ersten Blick ein ungleiches Paar, aber gerade das machte die Geschichte so romantisch und schön.

„Perfekte Männer gibt es nicht“ ist unterhaltsam, romantisch und besticht durch die angenehme Schreibweise der Autorin. Ich möchte gern mehr über Lou und Jack lesen und hoffe, dass Meg Cabot auch diese Geschichte weiter verfolgen wird.