Rezensionen

Kas Bewertung 04 Sterne.png

Lord Edward Rawlings Geliebte ist alles andere als begeistert, als dieser es ablehnt, seine Stellvertreterrolle als Herzog zu halten. Vielmehr setzt er alles daran den Sohn seines verstorbenen Bruders ausfindig zu machen. Denn anderes würde ihn von dem ablenken, was sein Leben so lebenswert macht: Müßiggang und Ausschweifungen aller Art. Verantwortung ist partout nichts für ihn. Er frönt lieber dem Laster, als sich der Last zu ergeben ein Herzogtum zu leiten.

Kaum selbst den Kinderschuhen entwachsen, kümmert sich Pegeen MacDougal, Jeremys Tante und Vormund, seit Jeremys Geburt um den Jungen. Sie hegt liberales Gedankengut und hasst all das, was der Adel in ihren Augen darstellt: Arroganz, gesellschaftliche Stellung, finanzielle Maßlosigkeit und das Herabschauen auf die vom Glück weniger Begünstigten.

Edward muss sich ins Zeug legen, um seine Schwägerin Pegeen und Neffe Jeremy davon zu überzeugen, mitzukommen. Denn mit allem hat er gerechnet, nur nicht damit, dass es sich bei Jeremys Vormund um eine sinnliche junge Frau handelt, aus deren grünen Augen Feuer sprüht und die mit ihrer scharfen Zunge tiefe Kerben schlägt und ihm, dem Schwerenöter so gar nicht zu Füßen liegt.

Patricia Cabot ist mit diesem LiRo ein Roman mit allerlei lesetechnischem Sprengstoff gelungen. Einerseits, ein dem Müßiggang zugeneigter Adeliger. Andererseits eine junge, gutaussehende Liberale, die mit ihrer Meinung nicht über den Berg hält. Es prallen Gegensätze aufeinander, und es bereitet viel Vergnügen mitzuerleben, wie Pegeen und Jeremy allmählich Lord Edward Rawling "missionieren".

Kurz gefasst: Der Roman bietet kurzweiligen, spritzigen und lebhaften Lesestoff.