Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Owen und Maggie kennen sich bereits seit ihrer Teenagerzeit, doch dass sie sich mochten und sich freundschaftlich zugetan waren, durfte keiner wissen, da sie aus befeindeten Clans stammten. Die Fehde der Duffs und der McCallums währte bereits Jahrhunderte, doch dann beschlossen die Clanchiefs, dass beide Clans durch eine Heirat miteinander verbunden werden sollten. Eigentlich war Maggies Bruder dafür vorgesehen, Owens Schwester zu ehelichen, doch eine Intrige sorgte dafür, dass diese Ehe niemals geschlossen wurde. Owen und Maggie entfremdeten sich ebenfalls, nachdem Maggie erfuhr, dass Owen bereits mit einer anderen verlobt war. Als Maggie, die seit ihrer Kindheit schon von Wahrträumen heimgesucht wurde, träumte, dass Owens Verlobte bald ertrinken würde, versuchte sie Owen trotz allem noch zu warnen, um das Leben der Unschuldigen zu retten. Doch Owen glaubte, sie handele lediglich aus Eifersucht und glaubte Maggie nicht.

Jahre später:

Mittlerweile sind Owen und Maggie verlobt, um die Clans doch noch zu vereinen. Doch Maggie offenbart dem verblüfften Owen, dass sie keinesfalls vor hat, ihn zu ehelichen. Als Grund für ihren Rückzieher gibt sie an, dass sie geträumt habe, dass er am Tage ihrer Hochzeit sterben wird. Wie auch schon damals, glaubt Owen Maggie kein Wort und fürchtet, dass sie mit ihrem Bruder ein Komplott ausgeheckt hat. Obwohl Maggie alle Register dabei zieht, Owen zu beweisen, dass sie keinesfalls die Richtige für ihn ist, bleibt Owen stur und beharrt auf ihren Hochzeitstermin. Kann Maggie dennoch das Rad des Schicksals drehen?

Nachdem in „Die falsche Braut des Highlanders“, die Geschichte von Riona und Hugh erzählt wurde, erfährt man nun endlich, ob Maggie und Owen wirklich ein Paar werden. Ich hatte mich im Vorfeld sehr darauf gefreut, weil ich Storys mag, in denen sich das Paar schon länger kennt, doch leider entpuppte sich Owen in mancher Beziehung als ein solch starrsinniger Klotzkopf, dass ich ihn gerne (zumindest imaginär habe ich das ;-) ) geschüttelt hätte. Obwohl Maggie mit Engelszungen auf ihn einredet, beharrt er stur auf seine Meinung und glaubt einfach nicht, dass sich ihre Visionen stets bewahrheiten. Und Maggie? Zwar mochte ich sie einerseits wegen ihrer spitzen Zunge, konnte aber andererseits nicht viel anfangen mit ihren halbherzigen Versuchen, Owen dazu zu bringen, sie lieber nicht zu heiraten. Und das leidige Hin und Her zieht sich leider wie ein roter Faden durchs Buch, in ewiger Wiederholung. Er will sie- sie will ihn nicht… tja, das hat mich ganz schön Nerven gekostet beim Lesen und sorgte schließlich für den Punktabzug. Genauso hat mich die ständige Erwähnung, dass Maggie sich für ungebildet hält, weil sie bislang wenig Zugang zu wissenschaftlichen Büchern hatte, irritiert. Einmal mag man eine solche Bemerkung erwähnen, aber mehrfach?

Kann man sich aber als Leser damit arrangieren, ist „Bluthochzeit mit dem Highlander“, ansonsten ein schöner, teilweise sogar spannender Historical, der mich an alte Deborah Martin Romane erinnert hat. Abgesehen von Owens klotzköpfige Denkweise in Bezug auf Maggies Visionen, trägt er sein Herz zudem auf dem rechten Fleck und ist sympathisch und einfühlsam gestrickt. Und auch die Liebesszenen sind prickelnd und romantisch zugleich geraten.

Kurz gefasst: Der ungläubige Owen und die Seherin Maggie- Zwei Dickschädel finden ihren Meister- Romantische Historical Romance, leider auch mit kleinem Nervfaktor, da Owen zum Teil etwas klotzköpfig wirkt.