Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

Marie ist eine 26 jährige Frau die es nicht immer einfach im Leben hatte, sie ist ohne Vater und auch praktisch ohne Mutter bei den Großeltern aufgewachsen. Und ihre Kindheit war nicht nur einsam sondern auch herzlos. Trotzdem hat sie es geschafft, sich einen Namen als Gartenarchitektin zu machen. Sie arbeitet als Gärtnerin in einem Park der dem Herrn Doktor Cornelius Marienthal gehört.

Doktor Marienthal mag Marie sehr gerne und vermacht ihr nach seinem Tod ein Häuschen in Schottland. Das Häuschen entpuppt sich als etwas viel größeres, als je einer vermuten würde. Das Anwesen heißt „Hardinghouse“ und besitzt einen Wirtschaftshof und ein kleines Cottage.
Marie fliegt nach Schottland um das Erbe anzunehmen, stößt dabei aber auf Widerstand, der es in sich hat…

a) Nicolas. Der Sohn von Doktor Marienthal ist nicht gerade erfreut darüber dass eine Gärtnerin etwas erbt, was ihm eigentlich zusteht. Und er fängt an dagegen zu kämpfen, denn sein Ego ist durch die Situation ziemlich angeknackst. Seine Frau Renate macht ihm das Leben nicht unbedingt leichter, denn sie will auch hier, wie immer ein Wörtchen mitreden.

b) Miss Lizzy. In Hardinghouse lebt Miss Lizzy und die ist in jeder Hinsicht der „Boss“ und sie hat es nicht gerne, wenn man sie aus ihrem Zuhause verdrängen möchte. Das macht sie auch ziemlich deutlich, indem sie mit einer geladenen Waffe vor Marie steht.

„Ein Haus in Schottland“ ist ein wundervolles Buch und so ganz genau nach meinem Geschmack geschrieben, als hätte die Autorin meine Vorlieben berücksichtigt. Ich habe beim Lesen mitgefiebert, gelacht und geweint.
Für mich war es Spannung pur gemeinsam mit Marie ihre Abenteuer zu erleben, denn nicht immer geht alles glatt, Marie wird bedroht und einiges mehr geschieht.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Figuren, Landschaften und Stimmungen sind bildlich beschrieben und man sieht sie beim Lesen vor seinem inneren Auge.
Manche Figuren lassen einen erschauern, andere wiederum möchte man am liebsten gerne mal persönlich kennen lernen.
Marie ist eine toller Charakter und eine taffe Frau, die es mit einem schottischen Dickkopf aufnehmen kann und diesem beweist das auch Frauen etwas bewegen können. Und das erreicht sie nicht mit Strenge sondern mit Liebe und Güte, aber auch mit klaren Ansagen und Vorstellungen.
Es heißt immer Ruhm und Geld, verändern die Menschen, aber Marie ist trotz des Erbes immer die gleiche geblieben.

Für mich ist die Autorin Christa Canetta, eine wundervolle (Neu)entdeckung und ich wünsche mir dass sie noch viele weitere Bücher schreibt.

Ein Buch das für die Romantikerin in uns geschrieben wurde.