Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Obwohl nun schon 14 Tage vergangen sind und ich mir derweil ein Kontrastprogramm mit einem entspannten Regency verordnet habe, habe ich das Gefühl immer noch nicht ganz wieder zu Atem, von den „erlesen“ Ereignissen aus „Blackbird“, gekommen zu sein.

Und zunächst hatte ich darüber nachgedacht noch etwas zu warten, alles weiter sacken zu lassen, bevor ich mich in den weiteren Verlauf von Sunnys aka Lenas Thriller stürze.

Nun, lange Rede kurzer Sinn, das ist mir natürlich nicht gelungen, denn sobald ich den 2. Teil in Händen hatte, musste ich mich sofort ins Leseabenteuer werfen.

Tatsächlich hat mich der fantastische und ungewöhnliche „Stell dir vor, du machst …“-Erzählstil, indem die Autorin diese Duologie geschrieben hat, sofort wieder am Haken. Während mich die irre Geschwindigkeit der Geschichte sofort mitgerissen hat; wobei ich finde, dass die Autorin in diesem 2. Teil nochmals an Tempo vorlegt.

Und ich vermutet, dass das auch ihr Ziel war (um dem Leser Neues zu bieten, eine Schippe drauf legen zu können). Schließlich ist es nun so, dass ich als Leser, sowie auch die Charaktere, nicht mehr (gänzlich) im Dunkeln tappe, sondern dass eine grundsätzliche Richtung klar ist. Dieser 2. Teil bekommt damit eine andere Dynamik, denn nun weiß ich worum es geht und kann „das Spiel“ nun durchschauen.

Als weitere Spannungs-Komponente setzt Anna Carey in „Deadfall“ auf eine Dreiecks-Geschichte. Denn nach Ben, den Sunny aka Lena, im 1. Teil kennenlernt, ist nun auch wieder Rafe präsent. Wer bereits die ein oder andere Rezension von mir gelesen hat, der weiß, wie empfindlich ich auf Dreiecks-Geschichten, insbesondere in Young Adults reagiere: ich finde sie, in der Regel schlicht fürchterlich und vollkommen unnötig.

Doch auch hier lässt mich die geniale Anna Carey nicht im Stich. Und am Ende war ich mit der Lösung, die sie für diese „Problem“ findet, bzw. damit wie sie damit im Verlauf der Ereignisse umgeht, absolut zufrieden; auch wenn ich damit nicht – so viel sei an dieser Stelle verraten – in den Genuss eines, der von mir bevorzugten „Happily ever after …“Ende komme.

Als hoffentlich neugierig machendes Argument, diese Geschichte unbedingt zu lesen, für mich sind „Blackbird“ und „Deadfall“ ein „Buch“, will ich noch gestehen, dass ich es tatsächlich nicht geschafft habe, die Spannung bis zum Ende hin auszuhalten, mich nach 2/3 des 2. Teiles gespoilert habe und ab da an angefangen habe, die Geschichte von hinten zu lesen.

Ich möchte natürlich keinem dazu raten, aber ich hoffe, damit das letzte Argument liefern zu können, wie unglaublich fesselnd und spannend dieser Young/New Adult ist.

Absolute Leseempfehlung!