Rezensionen

Wildfees Bewertung 03 05 Sterne.png

Die beiden alten Featherton Damen verweilen wegen einer Kur im Ort Bath. Jenny, ein ihrer Kammerzofen, ist eine halbe Adelige und träumt davon, selbst eine Lady zu sein. Als ihre selbstgemachte Gesichtscreme unverhofft reißenden Absatz findet (allerdings als *Prickelcreme* für das "Unterstübchen") sieht sie die Chance, ihre diversen Schulden endlich abzubezahlen. Währenddessen lernt sie Lord Argyll kennen, der ein Bekannter der Feathertons ist. Er hält sie irrtümlich für eine Lady und die beiden Featherton Tanten sehen erneut ihre Chance gekommen, ein wenig die Kupplerinnen zu spielen....

Wie auch der Vorgängerband ist dieser Roman sehr humorvoll geschrieben. Jenny ist eine ungewöhnliche Liroheldin, weil sie "nur" halbadelig ist. Sie ist mit ihren diversen Spleens und ihrem Charakter sehr amüsant und interessant beschrieben.
Die beiden Featherton Tanten sind wieder recht knuffig, wirken in diesem Band aber wesentlich weltnäher als im Vorgängerband.

Leider erfährt man meiner Ansicht nach wieder zu wenig über den männlichen Protagonisten, man erfährt zwar, warum er in bestimmten Szenen so oder so handelt, aber dennoch bleibt er ein wenig farblos. Ebenso verhält es sich mit den Emotionen von Jenny, auch die werden eher verhalten erklärt und geschildert.
Alles in allem wieder ein netter amüsanter Roman für Zwischendurch, den man lesen sollte, wenn man humorvolle Regencys und ungewöhnliche Protas mag. Wer Wert auf die emotionale Entwicklung der Protas legt und mehr über deren Gefühlsleben erfahren will, könnte ein wenig enttäuscht sein.