Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Magnus MacKinnon, Lord Somerton wird sich eine reiche Braut suchen müssen, wenn sich nicht endlich seine Investition in Schiffsfracht bezahlt macht - leider gilt das Schiff bisher als verschollen.

Eliza Merriweather hat es nicht leicht. Ihre kuppelwütigen Tanten haben beschlossen für sie und ihre Schwester, noch in dieser Saison, einen Ehemann zu finden. Dabei will sie doch nur diese elende Ballsaison hinter sich bringen um dann nach Italien zu gehen und Malerei zu studieren.

Als beide sich kennenlernen scheint ein gemeinsames Arrangement geradezu ideal. Eliza wird Magnus helfen die geeignete reiche Braut zu finden und Magnus wird während der Saison Elizas Verehrer mimen, um die Tanten abzulenken.

Wäre da nicht diese sündige Anziehungskraft, die Eliza in Magnus Gesellschaft verspürt und auch Magnus ist nicht gegen die reizende Eliza gefeit.

Ich liebe diese Art von Geschichten: Sie und Er gehen einen kleines Arrangement ein um sich gegenseitig vor heiratswilligen Debütantinnen, kuppelwütigen Müttern und Tanten zu schützen. Aber wie immer geht der Plan nach hinten los und beide verlieben sich.
Das Grundthema hat auch Kathryn Caskie in ihrem Buch ‚Stürmische Verlobung‘ unterhaltsam und amüsant, ich denke hier vor allem an die wunderbar köstlich beschrieben Tanten, gestaltet.

Leider gibt es ein paar Dinge, die mir es schwer gemacht haben die Geschichte in vollen Zügen zu genießen.

Da wären die für mich nicht nachvollziehbaren Stimmungsschwankungen der Heldin. Auf den ersten Blick scheint sie abenteuerlustig genug und unabhängig von der Gesellschaft, weil sie fest entschlossen ist nach Italien zu gehen und trotzdem verhält sie sich so wie es die Gesellschaft von einer schüchternen Jungfrau erwartet; z.B. ist sie entsetzt als der Held beim Küssen ein wenig weiter geht. Das wiederspricht sich irgendwie und macht für mich das Buch anstrengend. Zudem stoppt es meinen Lesefluss, wenn ich mich immer wieder über das Verhalten der Heldin aufregen muss ;-).

Dasselbe Problem habe ich mit der Schwester Grace. Einerseits hechelt sie allem was Hosen hat hinterher und andererseits spielt sie die sittenstrenge Gouvernante.

Dann ist da auch noch der Held über den man herzlich wenig erfährt. Es wird zwar teilweise erwähnt wie er fühlt und was er denkt, aber dennoch kommen mir diese Erklärungen einfach zu kurz und ich hätte mir detailierte Beschreibungen über den Helden gewünscht.

Kurz gefasst: Nette Unterhaltung, aber nicht wirklich ein Buch das mich gänzlich überzeugen konnte. Trotz meiner Kritikpunkte werde ich die Bücher der Autorin auch weiterhin im Auge behalten.