Rezensionen

Wildfees Bewertung 03 Sterne.png

Wie gewohnt hat die Autorin einen schönen flüssigen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt.
Seit den Ereignissen von Band 3 sind wieder mehrere Jahre ins Land gegangen, Robbie ist dreißig und die schottischen Highlander sind mittlerweile seit 35 Jahren in der Zeit versetzt.
Das wird in diesem Band zwar erklärt, dennoch sollte man die Vorgängerromane lesen, nicht zuletzt, um auch bei den Verwandschaftsverhältnissen richtig durchzublicken. Robbie ist wie alle anderen Highlander eher ein Alpha, obwohl er bereits in der modernen Welt geboren und aufgewachsen ist. Catherine wird als tough und clever beschrieben, hat aber durch ihren Ex-Mann Angst vor Männern.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist auch der Knackpunkt, der mich den Roman schlechter bewerten lässt, als die Vorgängerromane.
In meinen Augen ist es einfach unglaubwürdig, wenn eine Frau innerhalb kurzer Zeit ihre Ängste und Panik beiseite schiebt, wenn sie monatelang vor dem Ex-Mann auf der Flucht war und vorher krankenhausreif geprügelt und vergewaltigt wurde.
Das geht mir im Roman alles viel zu schnell und hätte ruhig langfristiger angelegt sein können.

So ganz zufrieden bin ich auch nicht mit der Erklärung, warum es in der Vergangenheit einen Gegenspieler gibt und wieso Robbie plötzlich seine Kräfte entdeckt. Das wird viel zu kurz abgehandelt.

Für Zeitreiseromane ist der Roman auch nicht typisch, da es eben keine Anpassungsschwierigkeiten gibt, wenn die Protagonisten durch die Zeit reisen. Catherine ist überzeugt zu träumen und Robbie ist durch seine Erziehung und Verwandtschaft vorgewarnt.
Mir hätte es besser gefallen, wenn der Roman mehr in der Vergangenheit gespielt hätte, so geht das alles leider viel zu glatt.

Summa Summarum einer der schwächeren Romane, allerdings ein Muss, wenn man die Highlander-Reihe weiterlesen will.