Rezensionen

Kathis Bewertung 05 Sterne.png

Cassandra Clare begeisterte mich bereits mit der ersten Seite des ersten Buches für ihre Debüt-Reihe "Chroniken der Unterwelt". In einem mitreißenden Stil, gewürzt mit der richtigen Prise Spannung und Situationskomik, zog sie mich in ein New York, wie es "Irdische" nicht sehen können.

Fantastisch erzählt Clare eine Geschichte von Vertrauen und Verrat, Freundschaft und Liebe und nicht zuletzt von Fantasie und Spannung. Unerwartete Wendungen verblüffen den Leser immer wieder, lassen ihn das Buch nicht aus der Hand legen. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite und selbst beim Höhepunkt angekommen, nimmt sie nicht allzu schnell wieder ab oder wirkt stumpf. Auch Liebe und Vertrauen, Familie und Zugehörigkeit spielen eine wichtige Rolle. Doch ist, was so eindeutig scheint, am Ende bloß eine Lüge?

Die 15-jährige Clary wird ganz unerwartet Zeugin eines Mordes. Allerdings stellt sie ziemlich schnell fest, dass es gar kein Mord war. Denn wo keine Leiche "übrig bleibt", gab es auch keinen Mord. Aber was war es dann, das Clary gesehen hatte? Das ist eine der wenigen Fragen, die sie schnell beantworten kann: Es war die Zerstörung eines Dämons und diese gehören ab sofort zu Clarys Leben, wie ihre Mutter und ihr bester Freund Simon.

Doch dann verschwindet Clarys Mutter und sie wird von einem Ungeheuer angegriffen. Clary sieht plötzlich an jeder Ecke Dämonen, Hexenmeister, Vampire, Werwölfe, Feen und viele übersinnliche Kreaturen mehr. Nur eines sieht sie nicht: Die Antworten auf ihre vielen Fragen. Wie ist sie nur in diese Welt geraten? Kann sie den Schattenjägern trauen? Hat sie sich etwa in Jace verliebt? Was soll sie nur Simon sagen, der mehr, als nur Freundschaft will? Und die wichtigste aller Fragen: Warum hat ihre Mutter sie all die Jahre lang belogen?

Fazit: Eines der besten Fantasy-Abenteuer, das ich in letzter Zeit in Händen hatte.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.cultural-noise.de

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Die 16 jährige New Yorkerin Clarissa „Clary“ Fray muss sehr plötzlich und unerwartet feststellen, dass die Welt nicht so ist, wie sie sie bisher kannte, als sie beobachtet wie eine kleine Gruppe Jugendlicher scheinbar vorsätzlich mordet und der Tote zu Staub zerfällt.

Kaum hat sie dieses Erlebnis verarbeitet, verschwindet ihre Mutter und sie muss sich gegen einen Dämon zur Wehr setzen. Aber sie ist nicht allein. Die Gruppe Jugendlicher Jace, Alec und Isabell, die sie vor nicht allzu langer beobachtet hat sind Schattenjäger. Kämpfer deren Aufgabe es ist, Dämonen in Schach zu halten und zu töten.

Das wirklich erstaunliche an der Sache ist aber, das Clary eigentlich weder die Dämonen, noch irgendwelche anderen Gestalten der Unterwelt, noch die Schattenkrieger sehen dürfte, weil sie nur für Wesen mit einem inneren Auge sichtbar sind. Und so machen sich Clary, Jace, Alec und Isabell daran, das Geheimnis um Clary zu lüften.

Meine Inhaltsangabe gibt im Grunde nur einen kleinen Teil der ganzen Geschichte wieder. Nach langem „Hin und Her –Überlegen“; möchte ich aber nicht mehr verraten um Euch nicht die Spannung am Buch, bzw. am Hörbuch zu nehmen.

In einer Geschichte in der Menschen auf Wesen einer anderen Spezies oder Welt treffen, die schon lange unerkannt unter ihnen existiert, kommt es im besonderen Maße darauf an, wie geschickt der Autor dieses Zusammentreffen gestaltet und wie die Menschen, denen sich diese Tatsache offenbart, darauf reagieren.
Cassandra Clare hat das meiner Meinung nach nicht so ganz gut gelöst. Ihre Figuren, hier die Menschen Clary oder auch Simon, Clarys Freund, akzeptieren viel zu glatt, viel zu schnell und ohne weitere Skepsis eine fremde Welt. Auch Gefahren und Geheimnisse werden praktisch ohne Fragen sofort anerkannt und scheinbar so schnell auch verarbeitet.

Und dennoch hat es zu keinem Zeitpunkt mein Vergnügen am Hörbuch beeinträchtigt. Im Gegenteil, ich konnte praktisch gar nicht mehr aufhören der Geschichte zu lauschen. Spannend und fantasievoll erzählt, entführt Cassandra Clare den Hörer (im Fall eines Hörbuches) in ihre Welt.
Ganz kritische Betrachter können vielleicht den ein oder anderen Logikfehler als störend anführen. Mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört.

Andrea Sawatzki liest gekonnt. Für meinen persönlichen Geschmack kein Wow-Erlebnis, hat sie aber trotzdem eine sehr gute und klare Vorlesestimme und liefert somit eine angenehme Arbeit ab. Sie betont weder zu stark, noch zu wenig und verändert ihre Stimme ebenfalls nur sehr dezent, wenn sie weibliche oder männliche Rollenparts spricht.

Ich kenne das Buch nicht, aber ich hatte, trotz der gekürzten Fassung zu keinem Zeitpunkt das Gefühl etwas zu vermissen oder die Vermutung, dass an einigen Stellen Kürzungen die Geschichte beeinträchtigen.

Kurz gefasst: Ein tolles Hörbuch, das ich für Urban-Fantasy-Fans, jeden Alters, uneingeschränkt empfehlen kann.